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Das 25. "Schlingel"-Filmfestival für Kinder und junges Publikum

Seit einem Vierteljahrhundert ist das „Schlingel“-Filmfestival in Chemnitz eine wichtige Plattform des Kinder- und Jugendfilms. Die aktuelle Ausgabe konnte dieses Renommee trotz notwendigen Corona-Beschränkungen einmal mehr untermauern. Ein Highlight unter den präsentierten Filmen war der Animationsfilm „Die Reise des Prinzen“, der mit dem Preis der Ökumenischen Jury geehrt wurde.

Von Josef Nagel

Wie alles begann: Das Filmbuch „Einführung in die Filmgeschichte 1“

In seiner dreibändigen „Einführung in die Filmgeschichte“ macht der Zürcher Filmwissenschaftler Thomas Christen als Herausgeber die Historie von Kino und Film fundiert und gut lesbar auch für ein nicht-akademisches Publikum zugänglich. Nachdem Band 3 und 2 der antizyklisch erschienenen Reihe bereits seit 2008 beziehungsweise 2016 vorliegen, ist nun auch der abschließende 1. Band erhältlich. Behandelt werden darin die ersten 50 Jahre des Films von 1895 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.

Von Josef Nagel

Die Preise des 68. Filmfestivals San Sebastián

Das Drama „Beginning“ der georgischen Filmemacherin Dea Kulumbegashvili ist mit vier wichtigen Preisen der große Gewinner des 68. Filmfestivals in San Sebastián (18.-26.9.2020). „Another Round“ von Thomas Vinterberg wurde mit dem SIGNIS-Preis geehrt.

Von Wolfgang Hamdorf

Chaplin – Ein Leben für den Film

Ein Comic-Book rekapituliert das Leben und Werk von Charlie Chaplin, von den Anfängen bis zu seinen letzten Jahrzehnten in der Schweiz. Das 76-seitige Album ist im Stuttgarter Panini Verlag erschienen.

Von Christian Meyer-Pröpstl

Kinotipp: „Niemals Selten Manchmal Immer“

Der Film „Niemals Selten Manchmal Immer“ von Eliza Hittman (läuft seit 1. Oktober im Kino) ist neuer „Kinotipp der Katholischen Filmkritik“. Das Drama handelt von einer 17-jährigen Jugendlichen (Sidney Flanigan) aus Pennsylvania, die ungewollt schwanger wird und bald keine andere Lösung mehr sieht als eine Abtreibung. Da dies in ihrer Heimat nicht möglich ist, macht sie sich mit einer Cousine heimlich auf den Weg nach New York.

Preise der DEFA-Stiftung 2020

Die DEFA-Stiftung setzt ein Zeichen für das Kino und widmet ihre mit insgesamt 25 000 Euro dotierten Jahrespreise für 2020 zugunsten engagierter Kinos und Verleihfirmen um.

Deutschlandweiter Dokumentarfilmtag am 19. September

Auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG DOK) wird am Samstag, den 19. September 2020, der erste deutschlandweite Dokumentarfilmtag ausgerichtet. Unter dem Motto LETsDOK beteiligen sich rund 100 Kinos und andere Spielstätten an der Aktion, die dem Dokumentarfilm mehr Aufmerksamkeit verschaffen soll.

Venedig 2020: Die Preise

Die 77. Filmfestspiele von Venedig sind am 12. September mit der Preisverleihung zu Ende gegangen. Das Festival hatte unter speziellen Bedingungen und in ausgedünnter Form stattgefunden. Die internationale Jury zeichnete das Road Movie „Nomadland“ der Sinoamerikanerin Chloé Zhao mit dem „Goldenen Löwen“ aus. Die katholische SIGNIS-Jury ehrte „Quo vadis, Aida?“, eine filmische Annäherung an das Srebenica-Massaker. Eine Übersicht über die Preise der Mostra.

Diversitätsregeln für „Oscar“-Kandidaten

Die US-Filmindustrie hat sich mit den „Academy Aperture 2025“ ein neues Regelwerk verschrieben, um künftig diverser und inklusiver zu werden. Wer ab 2024 für den „Oscar“ nominiert werden will, muss mehrere neue Kriterien erfüllen. Das Thema einer größeren Diversität ist inzwischen aber auch bei den europäischen Filmförderern angekommen.

Filmliteratur: Berlins vergessene Traumfabrik. Johannisthaler Filmgeschichte(n)

Im Südosten von Berlin entstand im Frühjahr 1920 aus einer Flugzeugwerft die Johannisthaler Filmstadt Gmbh (Jofa), das weltgrößte Filmatelier, in dem von „Hamlet“ bis in die Wende-Zeit hinein unzählige Filme entstanden. Wolfgang May erweckt die 70-jährige Geschichte von Berlins vergessener Traumfabrik mit einem opulenten, reich bebilderten Buch zu neuem Leben.

Von Ralf Schenk