Interviews

Die ganze Welt: Ein Interview mit Karim Aïnouz über seinen Film "Die Sehnsucht der Schwestern Gusmão"

Er lebt in Berlin, wurde in Brasilien geboren und wuchs in Paris auf. Sein Vater ist Algerier, die Mutter Brasilianerin; zunächst studierte er Architektur und arbeitete in New York, doch seit 2002 dreht sich das Leben des Weltbürgers Karim Aïnouz ganz um Film. Von dieser Pluralität erzählt auch "Die Sehnsucht der Schwestern Gusmão" (jetzt im Kino), für den er beim Cannes-Festival 2019 den Hauptpreis der "Un Certain Regard"-Sektion gewann.

Das Gespräch führte Jörg Taszman

Männer fahren alles vor die Wand: Ein Gespräch mit Dominik Graf

Dominik Graf ist gerade omnipräsent. Am Sonntag, 8. Dezember, läuft sein „Polizeiruf 110 – Die Lüge, die wir Zukunft nennen“ im Ersten, mit dem er die Meuffels-Nachfolgerin Eyckhoff weiterentwickelt; seine Erich-Kästner-Verfilmung „Fabian“ wird gerade geschnitten, und ein neuer „Tatort“ ist auch schon in Produktion. Interessant zu beobachten ist, wie sehr sich das Verhältnis von Männer- und Frauenrollen in Grafs Filmen verschoben hat.

Das Gespräch führte Josef Schnelle

Das letzte Geheimnis: Der Regisseur Simon Jaquemet über „Der Unschuldige“

Mit seinem Debütfilm „Chrieg“ profilierte sich Simon Jaquemet schlagartig als spannende neue Stimme des Schweizer Kinos; mit „Der Unschuldige“ schließt er nun an diesen künstlerischen Erfolg an: Der Film ist das  faszinierende Porträt einer Frau, die es aus den Spuren ihres Lebens als Familienmutter und Mitglied einer Freikirche trägt, als ihre Vergangenheit sie einzuholen scheint. Im Interview berichtet der Filmemacher u.a. über seine Haltung zur Religion und filmische Vorbilder.

Das Gespräch führte Irene Genhart

Sturm vor der Ruhe: Ein Interview mit Teona Strugar Mitevska über „Gott existiert, ihr Name ist Petrunya“

Die nordmazedonische Regisseurin Teona Strugar Mitevska erzählt in ihrem Film „Gott existiert, ihr Name ist Petrunya“ (Kinostart am 14.11.) vom Konflikt in einer archaischen Dorfgemeinschaft, als eine junge Frau sich gegen eine patriarchal-religiöse Tradition auflehnt. Der Film erhielt bei der „Berlinale“ 2019 den Preis der Ökumenischen Jury. Ein Gespräch über erstarrte Strukturen und Grundlagen für Optimismus.

Das Gespräch führte Wolfgang Hamdorf

Der nächste große Wurf: Ein Interview mit Jan-Ole Gerster zu „Lara“

Mit „Oh Boy“ gelang dem 1978 geborenen Drehbuchautor und Regisseur Jan-Ole Gerster 2012 ein phänomenaler Durchbruch; 2019 schließt er mit dem Frauenporträt „Lara“ ans künstlerische Format seines Erstlings an. Im Interview spricht er u.a. darüber, warum bis zu seinem zweiten Film so viel Zeit verstrichen ist, Raum für Spontaneität beim Dreh und eine Corinna-Harfouch-Erleuchtung.

Das Gespräch führte Michael Ranze

Der weibliche Blick: Ein Interview mit Céline Sciamma

Die französische Regisseurin Céline Sciamma katapultierte sich schon mit ihrem Debütfilm „Water Lilies“ (2007) in den Fokus internationaler Aufmerksamkeit. Mittlerweile ist sie Stammgast bei den großen Filmfestivals. Ihr jüngstes Werk „Porträt einer jungen Frau in Flammen“ ist eine vielschichtige Liebesgeschichte zwischen einer Malerin und einer jungen Adligen, die sie porträtieren soll.

Das Gespräch führte Michael Ranze

Ein Stück vom Himmel

Heidi Handorf lernte ihr Handwerk bei prägenden Protagonisten des Neuen Deutschen Films und hat als "Monteurin der deutschen Geschichte" in ihrer langen Karriere Klassiker wie "Heimat - Eine deutsche Chronik" und "Stammheim" mitgestaltet – eine Lebensleistung, für die sie am 25.10. beim Filmplus-Festival mit dem „Ehrenpreis Schnitt“ ausgezeichnet wird. Ein Gespräch über bewegte Jahre, die Bedeutung der Montage und das richtige Tempo.

Das Gespräch führte Julia Teichmann

Der digitale Zwilling: Interview mit Stuart Adcock zu „Gemini Man“

In Ang Lees „Gemini Man“ (Kinostart: 3.10.) wird Will Smith als Auftragskiller im Ruhestand von seinem jüngeren Klon gejagt. Im Werkstattgespräch berichtet Stuart Adcock, Leiter des „Facial Motion Department“ bei der Effekte-Schmiede Weta Digital, wie er und sein Team der Herausforderung begegneten, zusammen mit dem Hauptdarsteller dessen verjüngte Version glaubwürdig digital zum Leben zu erwecken – und das mit 120 Bildern pro Sekunde.

Von Johannes Wolters

Kontrollierte Zusammenstöße: Werkstattgespräch mit Heinrich Breloer

Der Filmdokumentarist Heinrich Breloer (Jahrgang 1942) gilt als Meister des Doku-Dramas, in dem dokumentarisches Material mit Spielfilm-Elementen verbunden wird, um auf diese Weise facettenreiche Zeitbilder zu entwerfen. Neben Filmen mit explizit politischen Themen finden sich auch Filme über große Literaten. Das Film Festival Cologne widmet Breloer gerade eine Werkschau.

Das Gespräch führte Peter Kremski

„Es ist verboten, aber gerecht“: Interview mit Louis-Julien Petit

Der 1983 geborene französische Regisseur Louis-Julien Petit stellt in seinem Film „Der Glanz der Unsichtbaren“ (Kinostart: 10.10.) Menschen ins Zentrum, vor denen die Gesellschaft oft den Blick verschließt: Die warmherzige Sozialkomödie erzählt von obdachlosen Frauen und von Sozialarbeiterinnen, die angesichts der Schließung ihres Tageszentrums eine Offensive starten. Ein Gespräch über die aufbauende Kraft des Humors und die Rolle des Kinos in Zeiten humanitärer Krisen.

Das Gespräch führte Jörg Taszman