Interviews

Ein Interview mit Florian Gallenberger über „Der Überläufer“

Am 8. und 10. April zeigt Das Erste den Zweiteiler „Der Überläufer“ als TV-Premiere. Regisseur Florian Gallenberger hat damit den posthum veröffentlichten gleichnamigen Roman von Siegfried Lenz umgesetzt. Buch wie Film erzählen von einem jungen Soldaten, der im Sommer 1944 zwischen Pflichterfüllung und seinem inneren moralischen Kompass fast zerrieben wird und zur Roten Armee überläuft. Im Interview spricht Gallenberger u.a. darüber, was ihn an Lenz’ Stoff bewegt hat.

Das Gespräch führte Margret Köhler

Frauen an die Macht: Ein Interview mit Haifaa Al-Mansour

Mit „Das Mädchen Wadjda“ inszenierte die saudi-arabische Regisseurin Haifaa Al-Mansour 2011 den allerersten langen Spielfilm in ihrem Heimatland. Ihr neuer Film „Die perfekte Kandidatin“ (ab Donnerstag im Kino) wirft erneut einen Blick auf die sich rapide verändernde saudische Gesellschaft. Eine junge Ärztin bewirbt sich darin um ein kommunales Amt, was einen Skandal hervorruft.

Das Gespräch führte Margret Köhler

"Wir raten zu!" - Ein Interview mit Alexander Bothe

Die Präsenz der Kirchen auf dem Filmfestival in Berlin hat eine lange Tradition. Vor 66 Jahren, mitten im Kalten Krieg, baten die Alliierten die Katholische Kirche um die Einrichtung einer Internationalen Jury; seit 1992 sind Vertreter der katholischen und der evangelischen Kirche mit einer Ökumenischen Jury bei der „Berlinale“ vertreten. Der neue Filmreferent der Deutschen Bischofskonferenz, Alexander Bothe, ist in diesem Jahr Mitglied der Jury. Ein Interview.

Das Gespräch führte Wolfgang Hamdorf

Leidenschaft fürs Kino: Corneliu Porumboiu im Interview zu „La Gomera“

Die Mafia, ein korrupter Polizist, eine Kanaren-Insel und eine Pfeif-Sprache, mit der sich Einheimische dort verständigen: Mit seinem neuen Film „La Gomera“ entfaltet der rumänische Filmemacher Corneliu Porumboiu ein doppelbödiges, höchst unterhaltsames Krimi-Vexierspiel. Im Gespräch berichtet er unter anderem über seine cinephilen Neigungen, die in den Film eingeflossen sind.

Das Gespräch führte Michael Ranze

Zusammen ist man weniger allein - Interview mit Ulrich Köhler & Henner Winckler

Es kann nicht nur einen geben! Regie-Doppelspitzen sind zwar immer noch die Ausnahme von der Regel, aber durchaus im Kommen. Wie gut das gemeinsame Inszenierem funktionieren kann, haben Ulrich Köhler und Henner Winckler mit ihrem Film „Das freiwillige Jahr“ bewiesen. Im Werkstattgespräch berichten die Filmemacher, wie sie bei der Arbeit voneinander profitiert haben.

Ein Boss des eigenen Elends - Interview mit Ken Loach

Auch nach über 50 Jahren als Regisseur findet der Brite Ken Loach in der Gesellschaft noch immer so viel Ungerechtigkeit vor, dass er sie in Spielfilmen thematisieren muss. In seinem neuen Film „Sorry We Missed You“ greift er das Schicksal einer Arbeiterfamilie aus Newcastle auf, die durch den neuen Job des Vaters als Paketbote an den Rand ihrer Belastbarkeit getrieben wird. Ein Gespräch über Ärger als Grundlage von Geschichten und die Arbeit mit Laiendarstellern.

Von Michael Ranze

Was ist eine starke Frauenfigur?

Ina Weisse ist Schauspielerin und Regisseurin. Mit „Das Vorspiel“ legt sie ihren zweiten Film vor: Nina Hoss verkörpert eine Geigenlehrerin, deren Anforderungen an Disziplin durch einen talentierten Schüler auf den Prüfstand gestellt werden. Im Interview spricht sie u.a. über das „Mirakel“, wenn die Leistungen von Cast und Crew einen Filmkosmos zum Leben erwecken.

Das Gespräch führte Wolfgang Hamdorf

Die Lunte liegt am Pulverfass: Ein Interview mit Ladj Ly zu „Die Wütenden – Les Misérables“

Regisseur Ladj Ly schwimmt mit „Die Wütenden – Les Misérables“ auf der Erfolgswelle: Das wuchtige Werk über die Konfrontation zwischen Polizei und Einwohnern in den von der Politik aufgegebenen Pariser Banlieues wurde beim Festival de Cannes mit dem „Preis der Jury“ ausgezeichnet und ist für einen „Oscar“ nominiert. Im Gespräch berichtet er über den sozialen Sprengstoff, den sein Film spiegelt.

Das Gespräch führte Margret Köhler

Im Krieg offenbart sich die menschliche Natur - Interview mit Sam Mendes

Mit zehn Nominierungen geht „1917“ als einer der Favoriten ins Rennen um die „Oscars“ 2020. Nach zwei Bond-Filmen hat der britische Regisseur Sam Mendes damit einen Film über den Ersten Weltkrieg inszeniert, der die „menschliche Erfahrung des Krieges“ vermitteln soll. Im Gespräch berichtet er u.a. darüber, was das Ganze mit seiner Familiengeschichte zu tun hat und warum er den Film als „One-Shot-Movie“ umsetzte.

Das Gespräch führte Johannes Wolters

Humor als Widerstand: Ein Interview mit Elia Suleiman

Die schweigsamen Figuren, die Elia Suleiman in seinen Filmen verkörpert, erinnern an die Komik-Ikonen Buster Keaton, Jacques Tati und Pan Tau. In seinem jüngsten Werk „Vom Gießen des Zitronenbaums“ verlässt der Protagonist seine Heimat Nazareth und sieht sich mit dem Ausnahmezustand der globalisierten Welt konfrontiert. Im Interview spricht der arabisch-israelische Filmemacher über die Notwendigkeit, angesichts der Absurditäten der Gegenwart den Humor nicht zu verlieren.