Interviews

Liebe hinterlässt Spuren: Claude Lelouch zu „Die schönsten Jahre eines Lebens“

Der französische Regisseur Claude Lelouch hat seinen Kinoklassiker „Ein Mann und eine Frau“ (1966) 53 Jahre später weitergesponnen. In seinem 49. Film „Die schönsten Jahre eines Lebens“ trifft das Traumpaar Anouk Aimée und Jean-Louis Trintignant noch einmal aufeinander. Ein Gespräch über die Fortführung einer großen Liebesgeschichte.

Von Margret Köhler

Wo es keine Lösung gibt: Interview mit Carolina Hellsgård

Carolina Hellsgård wurde in Stockholm geboren und studierte an der Universität der Künste in Berlin und am California Institute of Arts. Ihr Debütfilm „Wanja“ hatte seine Premiere auf der „Berlinale“ 2015, ihre zweite Regiearbeit war der eigenwillige, in Thüringen angesiedelte Zombiefilm „Endzeit“. „Sunburned“ (ab 2.7. in den Kinos) ist ihr dritter Spielfilm, ein Drama mit satirischen Zügen um ein Mädchen, das im Andalusien-Urlaub einem gleichaltrigen illegalen Strandverkäufer aus dem Senegal helfen will.

Das Gespräch führte Wolfgang Hamdorf

Die Lust an der Verwandlung: Im Gespräch mit Paula Beer

Jede neue Rolle beginnt für die Schauspielerin Paula Beer mit einer kleinen Krise und der Furcht vor dem Sprung ins Unbekannte. Die Lust an der Verwandlung, die Neugier und das Verlangen, in die Haut einer anderen zu schlüpfen, nicht sich, sondern die Figur zu spielen, ist gleichzeitig aber auch das, was sie beflügelt. Ab Donnerstag, 2. Juli, lockt sie als moderne „Undine“ in Christian Petzolds gleichnamigem Film.

Das Gespräch führte Michael Ranze

Das wilde Denken: Ulrike Ottinger über „Paris Calligrammes“

Anfang März startete „Paris Calligrammes“ von Ulrike Ottinger mit viel Rückenwind im Kino, da die 77-jährige Filmemacherin bei der „Berlinale“ gerade für ihr Lebenswerk geehrt worden war. Doch dann unterbrach die COVID-Pandemie die hoffnungsvolle Kinoauswertung. Jetzt kommt das kaleidoskopartige Filmmosaik wieder ins Kino, in dem sich die Künstlerin an die wilde Zeit in Paris während der 1960er-Jahre erinnert.

Das Interview führte Simon Hauck

Ein Interview mit Florian Gallenberger über „Der Überläufer“

Am 8. und 10. April zeigt Das Erste den Zweiteiler „Der Überläufer“ als TV-Premiere. Regisseur Florian Gallenberger hat damit den posthum veröffentlichten gleichnamigen Roman von Siegfried Lenz umgesetzt. Buch wie Film erzählen von einem jungen Soldaten, der im Sommer 1944 zwischen Pflichterfüllung und seinem inneren moralischen Kompass fast zerrieben wird und zur Roten Armee überläuft. Im Interview spricht Gallenberger u.a. darüber, was ihn an Lenz’ Stoff bewegt hat.

Das Gespräch führte Margret Köhler

Frauen an die Macht: Ein Interview mit Haifaa Al-Mansour

Mit „Das Mädchen Wadjda“ inszenierte die saudi-arabische Regisseurin Haifaa Al-Mansour 2011 den allerersten langen Spielfilm in ihrem Heimatland. Ihr neuer Film „Die perfekte Kandidatin“ (ab Donnerstag im Kino) wirft erneut einen Blick auf die sich rapide verändernde saudische Gesellschaft. Eine junge Ärztin bewirbt sich darin um ein kommunales Amt, was einen Skandal hervorruft.

Das Gespräch führte Margret Köhler

"Wir raten zu!" - Ein Interview mit Alexander Bothe

Die Präsenz der Kirchen auf dem Filmfestival in Berlin hat eine lange Tradition. Vor 66 Jahren, mitten im Kalten Krieg, baten die Alliierten die Katholische Kirche um die Einrichtung einer Internationalen Jury; seit 1992 sind Vertreter der katholischen und der evangelischen Kirche mit einer Ökumenischen Jury bei der „Berlinale“ vertreten. Der neue Filmreferent der Deutschen Bischofskonferenz, Alexander Bothe, ist in diesem Jahr Mitglied der Jury. Ein Interview.

Das Gespräch führte Wolfgang Hamdorf

Leidenschaft fürs Kino: Corneliu Porumboiu im Interview zu „La Gomera“

Die Mafia, ein korrupter Polizist, eine Kanaren-Insel und eine Pfeif-Sprache, mit der sich Einheimische dort verständigen: Mit seinem neuen Film „La Gomera“ entfaltet der rumänische Filmemacher Corneliu Porumboiu ein doppelbödiges, höchst unterhaltsames Krimi-Vexierspiel. Im Gespräch berichtet er unter anderem über seine cinephilen Neigungen, die in den Film eingeflossen sind.

Das Gespräch führte Michael Ranze

Zusammen ist man weniger allein - Interview mit Ulrich Köhler & Henner Winckler

Es kann nicht nur einen geben! Regie-Doppelspitzen sind zwar immer noch die Ausnahme von der Regel, aber durchaus im Kommen. Wie gut das gemeinsame Inszenierem funktionieren kann, haben Ulrich Köhler und Henner Winckler mit ihrem Film „Das freiwillige Jahr“ bewiesen. Im Werkstattgespräch berichten die Filmemacher, wie sie bei der Arbeit voneinander profitiert haben.

Ein Boss des eigenen Elends - Interview mit Ken Loach

Auch nach über 50 Jahren als Regisseur findet der Brite Ken Loach in der Gesellschaft noch immer so viel Ungerechtigkeit vor, dass er sie in Spielfilmen thematisieren muss. In seinem neuen Film „Sorry We Missed You“ greift er das Schicksal einer Arbeiterfamilie aus Newcastle auf, die durch den neuen Job des Vaters als Paketbote an den Rand ihrer Belastbarkeit getrieben wird. Ein Gespräch über Ärger als Grundlage von Geschichten und die Arbeit mit Laiendarstellern.

Von Michael Ranze