Japanische Animes seit 2000: Tendenzen, Filmemacher, Meilensteine

AniMagisch!

Japanische Zeichentrickfilme, so genannte Animes, wurden hierzulande lange ignoriert oder nur sehr selektiv als „Kinderkram“ wahrgenommen. Seit den 2000er-Jahren - spätestens seit dem „Berlinale“-Erfolg von „Chihiros Reise ins Zauberland“ - hat sich das verändert. Mittlerweile haben sich Animes in Deutschland eine treue Fangemeinde und künstlerische Anerkennung erarbeitet. Eine Würdigung anlässlich des Kinostarts von Makoto Shinkais „Your Name“ und ein Überblick über Entwicklungen des Anime-Genres in den letzten zwanzig Jahren: Tendenzen, Meilensteine, Filmemacher.

Schanelec: „Drift“ von Helena Wittmann (22.1.2018)

In seinem Blog „Squirrels to the Nuts“ beschäftigt sich Siegfried-Kracauer-Stipendiat Patrick Holzapfel mit Möglichkeiten des Widerstands im Kino. Im 39. Blogeintrag geht er auf „Drift“ ein, einen Film von Angela Schanelecs Schülerin Helena Wittmann über das Meer und die Trennung, Einsamkeit und Sehnsucht zweier Frauen.

Harvey Weinstein, #MeToo & die Folgen

Die Skandale um sexuelle Übergriffe des Schauspielers Bill Cosby und des Produzenten Harvey Weinstein haben eine Bewegung losgetreten, die weit über Hollywood hinaus Diskriminierung und Missbrauch brandmarken und einen Paradigmenwechsel verlangen. Doch wie lässt sich der gestalten? Ist der radikale Ausschluss von Filmschaffenden und Künstlern wie Harvey Weinstein und Kevin Spacey der richtige Weg? Im Filmgeschäft gerät dadurch auch das Verhältnis von Kunst und Moral neu in den Fokus.


Filmkultur News

Schanelec: Portrait einer Arbeiterin (12.1.2018)

Eine Teppichausstellung mit Video-Installationen bekannter Filmemacher, u.a. von Angela Schanelec ist Thema von Patrick Holzapfels 38. Eintrag in seinem Blog „Squirrels to the Nuts“. Darin beschäftigt sich der Siegfried-Kracauer-Stipendiat mit Möglichkeiten des Widerstands im Kino. Im 38. Blogeintrag reflektiert er über die Video-Arbeit, die Angela Schanelec für eine Ausstellung im Österreichischen Museum für angewandte Kunst (MAK) in Wien gestaltete.

Schanelec: Zuhören (9.1.2018)

Kann uns ein Film zuhören? Können wir einem Film zuhören? In seinem Blog "Squirrels to the Nuts" beschäftigt sich Siegfried-Kracauer-Stipendiat Patrick Holzapfel mit Möglichkeiten des Widerstands im Kino. Im 37. Blogeintrag schreibt er über die Rolle des Zuhörens in „Der traumhafte Weg“ und setzt damit seine Beschäftigung mit dem Werk von Angela Schanelec fort.

Die Top Ten 2017

Wie jedes Jahr haben unsere Kritikerinnen und Kritiker auch Ende 2017 das Kinojahr noch einmal Revue passieren lassen und die zehn wichtigsten Filme gekürt. Favorit ist Paul Verhoevens provozierendes Drama "Elle" mit Isabelle Huppert.

Schanelec: Die Tränen des Heiligen Petrus (2.1.2018)

Wenn es auch aufgrund handwerklicher Schwächen von Experten in seiner Autorschaft durch Diego Velázquez bezweifelt wird, kann man doch etwas über das Kino von Angela Schanelec aus dem Werk erfahren, dass mich vor zwei Jahren bei einer großen Velázquez-Ausstellung im Kunsthistorischen Museum Wien beschäftigt hat: „Las lágrimas de San Pedro”.

Schanelec: Nachmittag im Kino gewesen (27.12.2017)

Nachmittags geht man nicht so oft ins Kino. Nachmittag sieht man nicht so oft im Kino. In der Regel verharrt eine gewisse Gleichgültigkeit in dieser Tageszeit. Sie ist nicht so aufgeladen wie die Nacht, nicht so frisch wie der Morgen, nicht so erbarmungslos wie der Mittag, nicht so ernüchternd oder versprechend wie der Abend. Sie liegt zwischen nichts, zwischen allem.

Noch bis Ende Januar: Eine Retrospektive zum Werk von Ernst Lubitsch

Das Berliner Kino Arsenal setzt im Januar seine Werkschau mit Filmen des Komödienspezialisten Ernst Lubitsch fort. Zu sehen sind einige Arbeiten Lubitschs fürs Weimarer Stummfilm-Kino und viele seine legendären US-Komödien von „Monte Carlo“ (1930) über „Sein oder Nichtsein“ (1942) bis zu seinem letzten Film „Die Frau im Hermelin“ (1948).

Hollywood schaut nach Washington

Die Filmreihe „American Politics“ des Münchner Filmmuseums (5.1.-25.2.) präsentiert Filme aus unterschiedlichen Epochen, in denen Hollywoods Umgang mit politischen Themen vor unterschiedlichen historischen Hintergründen beispielhaft veranschaulicht wird. Darunter Werke von Frank Capra, Orson Welles, Stanley Kubrick, Martin Scorsese und George Clooney.

Warum das Kino in Vincent van Gogh verliebt ist

„Loving Vincent“ heißt ein neuer Kinofilm über den niederländischen Maler Vincent van Gogh (Start: 28.12.2017). Die Liebe zu dessen Kunst zeigt sich darin als außergewöhnlicher Animationskraftakt: Der Film wurde Einzelbild für Einzelbild in Öl nach van Goghs Gemälden gefertigt. Mit dieser Leidenschaft stehen die Filmemacher nicht allein da: Schon zuvor wurden van Goghs Werk und seiner komplexen Persönlichkeit eindrucksvolle Kinodenkmäler gesetzt.