Kinomuseum-Blog (3) – Liebe und Blut

In seiner Heimat wird Isaac Nabwana als ugandischer Tarantino bezeichnet, weil er mit seiner Produktionsfirma Wakaliga gerne Actionfilme dreht und durchaus auch eine Vorliebe für Blut nicht leugnen kann. Die documenta fifteen richtet dem Autodidakten ab 15. Juni erstmals außerhalb Afrikas eine Werkschau aus. Ein Gespräch mit dem Filmemacher, der seine Werke als kommentiertes Leben versteht.

Von Daniel Kothenschulte

Filmliteratur: "Memoria"

Der Berliner Verlag Fireflies Press hat ein Filmbuch herausgegeben, das Produktionsnotizen und Hintergrundinformationen zu Apichatpong Weerasethakuls neuem Film „Memoria“ (Kinostart: 5. Mai) versammelt. Das liebevolle gestaltete, reich bebilderte Buch zeigt den komplexen Entstehungsprozess des Werks und gibt reichhaltigen Einblick in Weerasethakuls persönliche Beweggründe für seinen Film.

Von Esther Buss

Filmkultur News

In den Ruinen unserer Welt: GoEast 2022

Die 22. Ausgabe des Festivals des mittel- und osteuropäischen Films GoEast (19.-25.4.2022) fand in diesem Jahr wieder vor Ort in den Wiesbadener Kinos statt, punktete mit starken Filmen im Wettbewerb und der Sektion Bioskop, stand aber unter dem Eindruck des Krieges in der Ukraine; mehrere Filme erinnerten daran, dass die Kampfhandlungen bereits seit acht Jahren andauern. Auch Werke aus Rumänien, Bulgarien und Bosnien-Herzegowina hinterließen nachhaltigen Eindruck.

Von Kira Taszman

Die Tragik des Romantikers - Serge Reggiani

Der am 2. Mai 1922 geborene Serge Reggiani verkörperte im französischen Kino in Vollendung den Typus des melancholischen Romantikers, dem ein fatales Schicksal das Glück verwehrt. Als solcher glänzte er in dem düsteren Gangsterkosmos von Jean-Pierre Melville, bei Claude Sautet und Theo Angelopoulos. Seine Begabung erlaubte ihm aber auch Rollen abseits dieses Images. Eine Hommage an den 2004 verstorbenen Schauspieler zum 100. Geburtstag.

Von Michael Ranze

NRW-Dokutag

Der 6. NRW-Dokutag steht ganz im Zeichen der rasanten Veränderungen innerhalb des non-fiktionalen Filmschaffens und findet in Präsenz am Mittwoch, 4. Mai, in der Wolkenburg in Köln statt. Die Panels und Diskussionen stehen unter dem Motto „Dok on the move – Der Markt, die Formate, die Themen“. Zum Abschluss werden die Gerd-Ruge-Stipendien verliehen.

Kinomuseum-Blog (2) - Sneak-Preview

Daniel Kothenschulte war Ostermontag in einer Sneak-Preview – als Teil eines leider nicht gerade großen Publikums, das dieser Art von Überraschungsei-Kino noch huldigt. Anlass für eine kleine Bestandsaufnahme, wie es im aktuellen Kampf um den Heiligen Gral „Zuschauer-Aufmerksamkeit“ derzeit steht.

Von Daniel Kothenschulte

Die Macht des Nordens - Nordische Mythen

„Vikings: Valhalla“, „The Last Kingdom“, „Ragnarök“ – und nun auf der großen Leinwand: „The Northman“: Nordische Mythologie und Wikinger-Sagas feiern seit einigen Jahren eine Renaissance. Was fasziniert das Publikum an den Filmen und Serien um archaische Berserker, kämpferische Walküren und epische Abenteuer um Nordeuropas frühmittelalterliche Geschichte? Ein Essay über die ikonische Macht des Nordens im Kino und im Streaming.

Von Marcus Stiglegger

26. Bremer Symposium zum Film

Das 26. Internationale Bremer Symposium zum Film (18.-21.5.2022) widmet sich dem Thema „Grünes Kino. Beziehungen von Film und Ökologie“. Vorträge und Workshops von Wissenschaftlern und Vertretern aus der Filmpraxis befassen sich mit nachhaltiger Filmästhetik, Naturbildern im Kino und dem „ökologischen Fußabdruck“ von Produktionen.

Unter die Haut und ins Blut: Filme und Serien zur Pandemie

Im Zug der Covid-19-Pandemie hat das Seuchen-Thema in Filmen und Serien verstärkte Aufmerksamkeit erfahren. Stilbildende Werke sind „Outbreak“ von Wolfgang Petersen und vor allem „Contagion“ von Steven Soderbergh. Deren katastrophische Motive einer existenziellen wie sozialen Bedrohung inklusive ihrer Erlösungs- beziehungsweise Rettungspotenziale werden auch in neueren Beiträgen wie der Serie „Sloborn“ variiert. Eine Annäherung anhand ausgewählter Genre-Beispiele.

Von Karsten Essen

Die 19. Dokumentarfilmwoche Hamburg 2022 (20.-24.4.)

Die Dokumentarfilmwoche Hamburg setzt auch in der 19. Ausgabe vom 20. bis 24. April 2022 auf formal anspruchsvolle Werke. Neben Filmen zu den Themen Krieg, Vertreibung und Migration steht eine Retrospektive der vietnamesischen Filmkünstlerin Trinh T. Minh-ha auf dem Programm.