Filmrätsel des Monats

Das Filmrätsel im Januar: Warten

2021 wird ein Jahr des Wartens, das lässt sich mit ziemlicher Sicherheit vorhersagen: Warten auf die Impfungen, warten auf ein Ende der Pandemie, warten auf einen Neuanfang. Das bestärkt die Theorie, dass das Leben ohnehin zum großen Teil aus Warten besteht. Das spielt auch in zahllosen Filmen eine entscheidende Rolle.

Die Zärtlichkeit der Wölfe

In der Literaturkritik musste Krimi-Autorin Patricia Highsmith (1921-1995) lange um ihren verdienten Status ringen; das Kino hingegen schätzte ihren präzisen Stil und ihre ungewöhnlichen Szenarien, sodass sich beginnend mit Alfred Hitchcocks „Der Fremde im Zug“ (1951) eine spannende „Liebesgeschichte“ zwischen dem Medium Film und dem Highsmith-Universum entspann. Eine Hommage zum 100. Geburtstag der Autorin am 19. Januar 2021.

Von Ulrich Kriest

Im Affekt #48: Re: Affektpolitik

Die falschen Mächte des Falschen: In seinem letzten Eintrag in den Affekt-Blog blickt Till Kadritzke noch einmal zurück auf den ersten. Und denkt beim Sturm des Kapitols auch an den Sieg der Interaktion übers Kino.

Filmkultur News

TV-Premiere auf arte: Die Unschuldigen

Eine französische Ärztin, die 1945 in Polen für das Rote Kreuz arbeitet, wird in ein Kloster bei Warschau gerufen, wo mehrere Nonnen von sowjetischen Soldaten vergewaltigt und geschwängert wurden. Im Disput mit der Mutter Oberin zeigt sich jedoch, dass die Leidensgeschichte der Frauen noch nicht vorbei ist. Das Drama der Französin Anne Fontaine um Loyalität, Menschlichkeit und Glaubenskrisen angesichts grausamer Vorgänge erlebt heute um 20.15 Uhr auf arte seine Fernsehpremiere.

Eine Kritik von Ralf Schenk

Grenzerfahrungen

Am 14. Januar feiert die amerikanische Schauspielerin Faye Dunaway ihren 80. Geburtstag. Die Darstellerin gilt durch ihre Rollen in „Bonnie und Clyde“ oder „Die drei Tage des Condors“ als eine der Ikonen des „New Hollywood“-Kinos, steht aber auch für dessen zwiespältigen Umgang mit Weiblichkeit und Emanzipation: Wo sich einerseits komplexe Frauen-Figuren auf der Höhe der Zeit finden lassen, dominierten insgesamt weiter die männlichen Sichtweisen. Eine Betrachtung der weiblichen Seite von „New Hollywood“.

Von Patrick Holzapfel