Filmrätsel des Monats

Das Filmrätsel im Dezember: Festtage

Jeden Monat neu: Das Filmrätsel für Filmkenner & Cineasten. Die Gewinnspielfragen drehen sich im Dezember um Festtage im Kino. Zu gewinnen gibt es sehenswerte Filme auf DVD/BD.

Festival-Auslese

Der Herbst ist für die Kinder- und Jugendfilmfestivals in Deutschland die Zeit, in der die besten neuen Filme präsentiert werden. Die Saison beginnt mit dem „Lucas“ in Frankfurt am Main, wird vom „Schlingel“ in Chemnitz fortgesetzt, dann folgt das Kinder- und Jugendfilmprogramm im Rahmen der Nordischen Filmtage in Lübeck; eine ganz eigene Note steuert das Dokumentarfilmfestival doxs! in Duisburg bei. Ein Streifzug durch diese vier Festivals, mit mehreren Hintergrundberichten und ausgewählten Film-Entdeckungen.

Filmkultur News

Kinder des Extrems: Das junge französische Genrekino

Mit ihrem Film „Titane“ hat die französische Regisseurin Julia Ducournau 2021 die „Goldene Palme“ in Cannes gewonnen und damit die Aufmerksamkeit auf eine Tendenz im aktuellen französischen Genrekino gelenkt, die sich in der Nachfolge des Kinos der „New French Extremity“ mit Gusto der Transgression widmet. Kreative wie Julia Ducournau, Bertrand Mandico oder Coralie Fargeat drehen die Gesellschafts-, Körper- und Geschlechternormen dabei blutig durch den Wolf.

Von Karsten Munt

Filmkriminalisten

Die Ausstellung „Frame by Frame – Film restaurieren“ (28.10.2021-2.5.2022) in der Deutschen Kinemathek in Berlin bietet einen Einblick in die Geschichte, Technik und Praxis der Filmrestaurierung und fügt der seit Jahren stattfindenden Diskussion zum Filmerbe die Position hinzu, einfach zu zeigen, was Filmrestaurierung eigentlich ist.

Von Thomas Klein

Das 31. Filmfestival Cottbus

Das 31. Festival des osteuropäischen Films Cottbus fand in diesem Jahr wieder physisch in der Lausitz statt und empfing trotz Kapazitätseinschränkungen um die 10.000 Zuschauer. Es punktete mit einem starken Wettbewerb und bot zahlreiche sehenswerte Nebenreihen.

Von Kira Taszman

Die Filme der anderen - DOK Leipzig 2021

Die 64. Ausgabe von DOK Leipzig, dem ältesten deutschen Dokumentarfilmfestival, fand als Präsenzveranstaltung statt und präsentierte ein verschlanktes Programm von 170 Filmen aus über 50 Ländern; in der Stadt herrschte endlich wieder Festivalstimmung.

Von Kira Taszman

„Wir bleiben treu“: Späte Premiere einer DEFA-Co-Produktion

Der 1986 in Angriff genommene Film „Wir bleiben treu“ sollte als Co-Produktion von sechs Staaten des Warschauer Pakts ein episches Panorama der Entwicklungen in den Ostblock-Staaten von der Zeit des antifaschistischen Widerstands bis in die jüngere Geschichte aufspannen; im Zuge der Wende kam das Mammutwerk aber nicht mehr in die DDR-Kinos. Jetzt feiert es am 4. November seine späte Premiere beim Filmfestival Cottbus. Über die konfliktreiche Entstehung eines Films zwischen Stalinismus und Perestroika.

Von Ralf Schenk

Aus der ersten Person #19: „Me and the Cult Leader“ (2020) von Atsushi Sakahara

Der japanische Regisseur Atsushi Sakahara wurde im März 1995 bei den Giftgas-Anschlägen auf die U-Bahn von Tokio verletzt. In einem Film protokolliert er seine Begegnungen mit einem langjährigen Mitglied der Sekte, die für die Anschläge verantwortlich war – freundliche Treffen, die aber in zentralen Punkten keine Einigkeit ergeben. Esther Buss blickt in ihrem Blog im Rahmen des Siegfried-Kracauer-Stipendiums auf den Dokumentarfilm, in dem sich das Kräfteverhältnis zwischen den Männern allmählich verschiebt.

Komprimierte Gefühle: Online-Dating im Kino

Tinder, Grindr & Co sind weitverbreite Formen der Beziehungssuche. Der gesellschaftliche Blick aufs Online-Dating ist gleichwohl ambivalent, was sich auch in Filmen widerspiegelt, die sich damit beschäftigen. Oft führen Online-Beziehungen im Kino zu realen Verbindungen, doch manchmal loten die Filme spielerisch auch andere Möglichkeiten aus. Eine Spurensuche zwischen On und Off.

Von Anne Küper