Filmrätsel des Monats

Das Filmrätsel im August: Ray Bradbury

Jeden Monat neu: Das Filmrätsel für Filmkenner & Cineasten. Die Gewinnspielfragen drehen sich im August um Ray Bradbury und das Kino. Zu gewinnen gibt es sehenswerte Filme auf DVD/BD.

Im Affekt #14: Tier-Werden am Strand

Jennifer Kent erzählt in "The Nightingale" (aktuell im Kino sowie als DVD/BD und VoD) von einer irischen Strafgefangenen im Tasmanien des 19. Jahrhunderts, die zusammen mit einem Aborigine für erlittene Qualen Rache nimmt an den englischen Kolonialherrn. Man spricht viel über die rassistische und sexuelle Gewalt des Films, weniger über die politischen Fluchtlinien, die ihn durchziehen. In seinem Affekt-Blog widmet sich Till Kadritzke dem Film mit dem Begriff des Tier-Werdens und seiner Kritik am Humanismus.

Im Auftrag des Herrn

Im Juni 1980 startete „Blues Brothers“ in den USA. John Belushi und Dan Aykroyd, der Blues und die wahnwitzige Action eröffneten die 1980er-Jahre mit einem Feuerwerk, das zum Kultfilm wurde. Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums läuft der Film gerade wieder in den deutschen Kinos. Der richtige Moment für eine Hommage und einen genaueren Blick darauf, was den Film so kultig macht.

Von Thomas Klein

Filmkultur News

Verführer und Verschwörer: Adolf Wohlbrück

Das Berliner Zeughauskino hat im Juli mit der Filmreihe „Wohlbrück – Walbrook“ seine Türen wieder geöffnet. Die bis September laufende Retrospektive ehrt den österreichischen Schauspieler Adolf Wohlbrück (1896-1967), der als der „schönste Mann des deutschen Films“ in den 1930er-Jahren bekannt war und sich als Anton Walbrook auch im Ausland Ruhm erwarb. Begleitend ist ein Buch mit Beiträgen von Filmexperten erschienen, die den Facettenreichtum des Darstellers aufgreifen. Eine Wiederbegegnung.

Von Jens Hinrichsen

Im Affekt #13: Geisterspiele

Wenn sich Bundesliga wie Bolzplatz anfühlt: Nach Ende der Bundesliga-Saison 2019/2020, deren letzte Spiele Corona-bedingt vor leeren Rängen in den Stadien ausgetragen wurden, denkt Till Kadritzke in seinem Affekt-Blog über den Schwund des Kinos aus dem Fußball nach, den die sogenannten Geisterspiele nach sich ziehen.

Im Affekt #12: Affektive Umerziehung

Das Wochenende, an dem HBO die Serie „Watchmen“ kostenlos zur Verfügung stellte, war viel zu schnell vorbei. Gerade einmal die Pilotfolge hat Till Kadritzke gesehen. Doch die reichte, um in seinem Affekt-Blog historische Bögen zu schlagen: zu einem vergessenen Marshall, zu Trumps Wahlkampfauftakt, und zu „Vom Winde verweht“.

Uniform der Individualisten

Die Jeansjacke ist kein Kleidungsstück wie jedes andere. Wie bei kaum einem anderen Modeartikel hat das Kino dazu beigetragen, Jeansjacken zum Symbol für zahllose Formen des Außenseitertums zu machen. Wo sie in Filmen auftauchen, weisen sie ihre Figuren als Outlaws, Rebellen und Einzelgänger aus, die abseits der Mehrheitsgesellschaft stehen und diese demonstrativ für ihre Konventionen verachten. Eine Hommage.

Von Michael Kienzl

Des Kinos Schmuddelkinder

Es schert sich nicht um handwerkliche Qualitätskriterien, um inhaltliche Tabus und den guten Geschmack: das sogenannte Trash-Kino. Für die Filmkritik war es lange „für die Tonne“; mittlerweile haben indes viele der einst als Trash oder Exploitation geschmähten Werke Kultstatus. Ein Überblick über ein Genre, das nur eine Regel kennt: keine Regeln zu akzeptieren!

Von Michael Ranze

Das Herz ist ein Muskel in der Größe einer Faust

Polizeigewalt gegen Afroamerikaner in den USA reißt nicht ab, durch Handykamera-Aufnahmen verfügen Bürgerrechtsbewegungen inzwischen aber über ein Druckmittel, den staatlichen Rassismus nicht unter den Teppich zu kehren. Das afroamerikanische Kino hat auf diese Entwicklung mit selbstbewussten Werken reagiert, die einen Gegenentwurf zur „weißen“ Hollywoodkultur bilden.

Von Sofia Glasl

Schwebeteilchen: Elfi Mikesch zum 80. Geburtstag

Rosa von Praunheim hat seiner langjährigen Mitstreiterin Elfi Mikesch zum 80. Geburtstag ein materialreiches Buch gewidmet, das mit großer Hingabe und Leidenschaft deren „schwebenden“ Werken nachspürt. Begleitend dazu zeigt die Berliner Galerie Gustav von Hirschheydt aktuell eine Ausstellung mit neuen Arbeiten von Elfi Mikesch und Lilly Grote.

Von Esther Buss

„Land im Sturm“ auf arte

Die dreiteilige Miniserie „Land im Sturm“ erzählt 50 Jahre portugiesischer Geschichte als großangelegte Familiensaga. Der Sohn eines Großgrundbesitzers führt in der Ära der Salazar-Diktatur das elterliche Erbe zu neuer Blüte, bleibt dabei aber nicht durchweg auf Distanz zu den Ansinnen des Regimes. Viele Jahre später muss er im demokratisierten Portugal Bilanz ziehen. Das anschauliche Geschichtsfresko ist am Donnerstag, 11. Juni, um 21.45 Uhr auf arte zu sehen sowie in der arte-Mediathek abrufbar.

Von Josef Nagel