Filmrätsel des Monats

Das Gewinnspiel im Oktober: Unsichtbar

Jeden Monat neu: Unser Filmrätsel für Filmkenner & Cineasten. Unsere Gewinnspielfragen im Oktober drehen sich um das Phänomen der Unsichtbarkeit im Kino, das sowohl positive Superkräfte als auch das Gefühl der Ausgrenzung umfasst. Zu gewinnen gibt es wieder sehenswerte Filme auf DVD/BD.

Schnipsel #2: Zwischenzeitkino

Die Digitalisierung treibt im aktuellen Kinobetrieb an den Rändern ganz unterschiedliche Blüten hervor. Während Netflix die Muskeln spielen lässt und seine Prestige-Produkte wie Martin Scorseses „The Irishman“ kurz vor dem Streamingstart auch ins Kino schiebt, konzentriert sich der kleine Croco-Film-Verleih auf Repertoire-Filme wie „Momo“ und „Pumuckl“.

Von Matthias Dell

Hej! Filmbildung hat viele Facetten

Die Debatte um Filmbildung bringt endlich Bewegung in ein träges Umfeld. Das ist gut, doch bislang kommen wichtige Aspekte noch nicht in den Blick. Schön wäre es, wenn nicht nur über Vision Kino gesprochen würde, sondern auch über kreative Medienarbeit, informelles Lernen oder autonomes Medienhandeln. Und über die Begeisterung für genau jene Filme, die Kindern und Jugendlichen in ihrem Fühlen und Erleben nahe sind.

Ein Beitrag von Christian Exner

Filmkultur News

Schnipsel #1: Suchbegriff

„Schnipsel“ heißt der neue Blog des Siegfried-Kracauer-Stipendiaten Matthias Dell, in dem er disparates Material zum Thema „Filmerbe“ zusammenträgt: über Motive, Initiativen, Diskussionen, Akteure und Akteurinnen. Zum Auftakt geht es um den Begriff des „Filmerbes“ als Label der Debatte.

Verlorene Kinder und verlorene Kriege

Bei den Filmfestspielen in San Sebastián bot das unerschöpfliche Motiv komplizierter Familienbeziehungen vielen Regisseuren Gelegenheit, Verwandtschaftsbindungen auszuloten. Mehrere Filme riefen aber auch Erinnerungen an die Lasten des spanischen Bürgerkriegs und des faschistischen Regimes wach.

Zwischen Protest und Propaganda

Beim 44. Polnischen Filmfestival in Gdynia spiegelte sich die tiefe gesellschaftliche Spaltung des Landes: Auf der einen Seite monumentaler propagandistischer Schwulst über die polnische Geschichte, auf der anderen kontemplative Provokationen, verstörende Vexierspiele und Arbeiten, die wieder ausgeladen wurden und nur durch Tricks doch noch zu sehen waren.

Von Ralf Schenk

Heimat ist ein Raum aus Zeit

In seinem über dreieinhalbstündigen Filmessay „Heimat ist ein Raum aus Zeit“ vermisst der Dokumentarist Thomas Heise mit Briefen, Tagebucheinträgen, Fotografien und Landschaftsbildern die Geschichte seiner Familie im 20. Jahrhundert. Für sein schillerndes Mosaik gewann er bei der „Berlinale“ 2019 den 34. „Caligari“-Filmpreis. Ab dem 26. September ist er in ausgesuchten Kinos zu sehen, teilweise in Anwesenheit von Thomas Heise.

Ein Wort, ein Mann

Mit Rambo entstand in den 1980er-Jahren eine Ikone des Actionkinos, die seitdem unverwüstlich durch die Kino- und Kulturgeschichte wandelt und sich sogar im Sprachgebrauch eingenistet hat. Rambo ist inzwischen nicht mehr nur eine Figur, sondern eine Art, mit der Welt umzugehen. Eine Begegnung anlässlich der Wiederaufführung von „Rambo“ I-III ab 13. September und des Kinostarts von „Rambo: Last Blood“ am 19. September.

Von Lucas Barwenczik

Die Kraft der Liebe

Frank Borzage (1894-1962) gehörte zu den produktivsten Regisseuren des Hollywood-Kinos. Seinen Ruhm erwarb er sich vor allem mit seinen Melodramen, in denen er Hohelieder auf die Gefühlswelten der „kleinen Leute“ sang, daneben bewährte er sich aber in unterschiedlichsten Genres und glänzte als sorgfältiger Milieuzeichner. Eine Retrospektive in Berlin ermöglicht nun die Wiederentdeckung des optimistischen Chronisten sozialer Verhältnisse.

#Venezia76: Lach-Nummern

Der Film „Joker“ hat den „Goldenen Löwen“ der 76. Internationalen Filmfestspiele in Venedig gewonnen. Anlass für einen Exkurs über die Präsenz des Clownesken in der diesjährigen Festivalauswahl als Reaktion auf eine aus den Fugen geratene Zeit und die Ambivalenzen des Lachens als produktive wie destruktive Naturgewalt.

Von Felicitas Kleiner

#Venezia76: Die aus der Rolle fallen

Mit „Babyteeth“, dem einzigen Debütfilm und einer von nur zwei Arbeiten unter weiblicher Regie im Wettbewerb, feierte ein weiterer würdiger „Löwen“-Kandidat in Venedig Premiere. Wie andere "Mostra"-Beiträge plädiert der Film dafür, sich weder von Scham oder Angst noch von Konventionen oder Rollenbildern vom intensiven Leben abhalten zu lassen.

Von Felicitas Kleiner