Im Naturfilm dominiert eine neue Ästhetik

Im Spiegel: Das Tier in mir

Es vergeht kein Tag, ohne dass in den Medien Tiere zu sehen wären. Das steht in einem krassen Missverhältnis zum dramatischen Rückgang der Artenvielfalt. Auch hat sich die Weise, wie Tiere gefilmt werden, grundlegend geändert. Statt geduldiger Beobachtung mit dem Teleobjektiv dominieren Drohnenkameras und High-Tech – plus ein Schuss Pornografie.

Ein Essay von Patrick Holzapfel

Im Affekt #9: Frischluftfilmchen

Freiluftkinos dürften wohl das geringste Problem mit der neuen Conditio Corona haben und bald wieder öffnen. In seinem Affekt-Blog denkt Till Kadritzke darüber nach, warum auch das nur ein schwacher Trost in kinoarmen Zeiten wäre.

@home: Das 35. Dok.fest München

Bis einschließlich Sonntag, 24. Mai, steht die Online-Version des 35. Dok.fest München noch im Netz, die das Festival mit einer klugen Kuratierung über den Shutdown hinweggerettet hat. Sie demonstriert eindrucksvoll, was der dokumentarische Film alles kann: versöhnen, nachdenken, reflektieren, Chroniken erzählen, ein politisches Fanal setzen. Oder einfach muntere Geschichten erzählen.

Von Rainer Gansera

Filmkultur News

Im Affekt #8: Vom Eigenen absehen

Wenn eine beiläufige Geste eine ganze Welt eröffnet. Im zweiten Teil seiner Würdigung der Filme von Mia Hansen-Løve widmet sich Till Kadritzke einer Szene aus „Eden“, in der die Zeit angehalten wird – und aus der eine Ethik des filmischen Affekts spricht.

Von Till Kadritzke

Die destruktive Natur des Menschen

Bei arte und in der arte-Mediathek sind derzeit diverse Lang- und Kurzfilme von Ruben Östlund zu sehen, fast eine kleine Werkschau, die das schmale, aber hochpräzise Filmschaffen des schwedischen Regisseurs zusammen fasst. Alle Filme Östlunds handeln von der modernen Gesellschaft und ihren Illusionen, von Verdrängungen und falschen Hoffnungen, unterdrückter Gewalt und verlorenen Perspektiven.

Eine Analyse von Rüdiger Suchsland



Im Affekt #7: Die Welt als Wille im Funkloch

In zwei aufeinanderfolgenden Beiträgen widmet sich Till Kadritzke in seinem Affekt-Blog dem Kino von Mia Hansen-Løve. Im ersten Teil geht es um den Begriff der Figur und um die radikale Unsicherheit dieses Kinos, die manchmal als Schwäche erscheint, obwohl wir uns einfach nur etwas stärker von ihr infizieren lassen müssten.

Im Affekt #6: Im Upside Down Berlins

Desintegration im Kino: Zum 8. Mai denkt Till Kadritzke in seinem Siegfried-Kracauer-Blog über Deutschland nach – mit Burhan Qurbanis „Berlin Alexanderplatz“-Verfilmung, die längst in den Kinos hätte anlaufen sollen und die gern bediente Tendenz des deutschen Films zur gesellschaftlichen Konsensfähigkeit mit einer expressiven Inszenierung unterläuft.

Die Stunde des Drive-in-Kinos

Es ist wieder da: Führten die Drive-in-Spielstätten vor dem Corona-Lockdown noch ein Nischendasein, ist ihre Zahl in den letzten Wochen rasant gestiegen - organisatorisch ein Kraftakt. Gezeigt werden nicht nur Filme; auch andere Angebote wie Konzerte und Gottesdienste bieten die Veranstalter. Wird davon etwas bleiben, wenn die normalen Kinos wieder öffnen? Ein Lagebericht.

Von Reinhard Kleber

Die Welt steht Kopf

Die Panik vor den unkalkulierbaren Folgen der Corona-Pandemie hat auch die Hollywood-Studios erfasst. Während Universal den Video-on-Demand-Erfolg von „Trolls World Tour“ für eine Neuauflage der Debatte um eine zeitgleiche Auswertung von Filmen im Kino und bei Streamingdiensten nutzt, will die Kinokette AMC Theatres alle Universal-Filme künftig komplett von ihren Leinwänden verbannen. Und auch die „Oscar“-Akademie irritiert mit neuen Regeln.

Von Franz Everschor

„Wir sind bereit“

Die Kinos in Deutschland leiden massiv unter dem Lockdown. Seit bald acht Wochen stehen die Lichtspielhäuser leer, mit gravierenden finanziellen Folgen. Alle warten deshalb sehnsüchtig darauf, die Türen wieder aufschließen zu dürfen. Um den „Restart“ zu beschleunigen, haben die Kinos ein umfangreiches Schutz- und Hygiene-Konzept erarbeitet.

Von Reinhard Kleber