Animation in Deutschland

Alarm in Tabaluga-Land

Deutschlands Animationskünstler sind international geschätzte Kreative; um die Strukturen der deutschen Animationsfilmbranche ist es dagegen schlecht bestellt – das machte ein Positionspapier deutlich, das im Juni erschienen ist. Dabei zeigt sich: In Deutschland wird jede Menge künstlerisches und wirtschaftliches Potenzial verspielt.

Hunde im Weltall

Laikas Nachfahren: Beim Filmfestival in Locarno feierte am Wochenende der russische Dokumentarfilm „Space Dogs“ Premiere, der auf faszinierende Weise einen Rückblick auf den Einsatz von Tieren im sowjetischen Weltraumprogramm mit der Realität von Straßenhunden im gegenwärtigen Moskau kreuzt.

Von Irene Genhart

Filmkultur News

Auf Leoparden-Jagd

Das 72. Filmfestival von Locarno (7.-17.8.2019) ist das erste unter der künstlerischen Leitung der Französin Lili Hinstin. Obwohl die neue Direktorin fast die ganze Auswahlkommission ausgewechselt hat, zeugt das Programm vor allem von Kontinuität. Das deutsche Filmschaffen ist im Programm stark vertreten, u.a. mit einem Film von Ulrich Köhler und Henner Winckler im internationalen Wettbewerb.

Von Irene Genhart

Blochin - Das letzte Kapitel

Das ZDF zeigt am 5.8. ein verspätetes Finale von Matthias Glasners Krimiserie um den Berliner Kriminalkommissar Blochin (Jürgen Vogel) und seine fatalen Verstrickungen in kriminelle Machenschaften, die internationale Dimensionen annehmen. "Das letzte Kapitel" spielt zwei Jahre nach der Handlung der ersten fünf Folgen.

Die Lebendigkeit eines toten Mediums

Der Filmhistoriker Lars Henrik Gass erklärt in seinem neuen Buch „Filmgeschichte als Kinogeschichte“ das Kino für tot. In seinem Rückblick auf die Entwicklung des Kinos zeichnet er nach, wie diesem der Film allmählich abhandenkommt, sodass es seine ursprüngliche Funktion verliert.

Von Patrick Holzapfel

Cinema Jahrbuch #64: Qualität

Wann ist ein Film gut? Die aktuelle Ausgabe des Schweizer Filmperiodikums "Cinema" beschäftigt sich mit „Qualität“. Das 1955 gegründete Jahrbuch, die älteste (Deutsch-)Schweizer „Filmzeitschrift“, ist in mehrfacher Hinsicht ein Unikum.

Von Irene Genhart

Wie Kino integriert

In Dortmund will die interkulturelle Kinoreihe „Weltsichten“ vor allem weibliche Geflüchtete fördern: Filme sollen mit ihren Geschichten zum Austausch über unterschiedliche Themen anregen, vernetzen und Deutschkenntnisse trainieren.


Von Reinhard Kleber

Tempo! Tempo! Tempo!

Die Liaison zwischen Bauhaus und Film ist vielfältig. Neben Walter Ruttmanns „Lichtspielen“ und anderen avantgardistischen Experimenten nutzte das Bauhaus, dessen Gründung sich 2019 zum 100. Mal jährt, das Medium Film, um das Neue Bauen zu dokumentieren und zu propagieren. In den 1920er-Jahren hielten Bauhaus-Möbel überdies Einzug in Spielfilme.

Ein Überblick von Kristina Jaspers

Aus die Maus. Fernsehen als Museum

Der Niedergang des Fernsehens scheint selbst für die Sender eine ausgemachte Sache zu sein. Entsprechend hektisch kämpfen sie um ihre Fortexistenz als Mediatheken. Aber bitte nur als Museum, fordert Lars Henrik Gass. Denn "das Fernsehen hat seinen historischen Auftrag erfüllt“. Es genüge, wenn es fortan seine eigene Geschichte am Leben erhalte.

Hans Menasse. The Austrian Boy

Nach dem Krieg kehrte Hans Menasse, der Vater von Robert und Eva Menasse, nach Wien zurück und betreute bei der UIP ein halbes Jahrhundert lang Hollywood-Stars während ihrer Besuche anlässlich von Filmpremieren. Über seine Begegnungen und Widerfahrnissen erzählt er in einer spannenden Biografie, die im Böhlau Verlag erschienen ist.

Von Ralf Schenk