Das FILMDIENST-Gewinnspiel im März

Das Filmrätsel des Monats: Wir

Jeden Monat neu: das Gewinnspiel für Filmkenner und Cineasten. Wer alle Film-Fragen richtig beantwortet, kann ausgewählte DVDs und Blu-rays gewinnen. Thema im März: Filme, die im Titel ein „Wir-Gefühl“ beschwören.

Konfetti 40: Spalier

Das Singspiel „Die – oder keine“ (1932) von Carl Froelich kreist um zwei Prinzen, die sich beide in eine Opernsängerin verliebt haben, und um einen sinistren Bankier, der daraus Kapital zu schlagen versucht. Eine Sternstunde des Operettenfilms, findet Siegfried-Kracauer-Stipendiat Lukas Foerster, der in der frechen, bezirzenden Inszenierung ein glanzvolles Gegenstück zum verhärteten Nazi-Kino entdeckt.

Konfetti 39 – Schützengräben

Der Erste Weltkrieg ist bis heute der Inbegriff der kinematografischen Auseinandersetzung mit dem Krieg. Die ästhetischen Strategien zu seiner Darstellung prägen bis heute Bilder wie Atmosphäre des Genres. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Motiv des Schützengrabens, in dem Schrecken wie Thrill des Krieges audiovisuell handhabbar werden.

Von Lukas Foerster

Filmkultur News

Konfetti 38 – Bücher

Claudette Colbert begegnet in Mervyn LeRoys Komödie „Without Reservations“ als berühmte Schriftstellerin (1946) einem von John Wayne gespielten Soldaten, der verblüffend einer Illustration ihres jüngsten Roman-Helden gleicht. Auftakt für ein irrwitziges Vexierspiel zwischen Fiktion und Wirklichkeit.

Von Filmpiraten & Streamingportalen

Das World Wide Web als Videothek, mit der die Filmgeschichte umfassend zugänglich wurde: Seit der Jahrtausendwende florierten cinephile Online-Tauschbörsen jenseits industrieller Verwertungsketten. Doch mit dem Aufstieg von Netflix & Co. und dem grundsätzlichen Wandel des Internets geht deren Niedergang einher. Noch ist nicht ausgemacht, ob sich cinephile Selbstorganisationen behaupten können.

Von Lukas Foerster

Die „Oscars“-Gala 2019

We Will Rock You“ und We Are The Champions“, versprach die „Oscar“-Verleihung 2019 gleich zu Beginn mit dem Auftritt von Queen. Doch die Gala tat wenig, um ihre Relevanz zu unterstreichen, zumal sich der Verzicht auf einen Moderator als fatale Fehlentscheidung entpuppte. Die Auszeichnungen für „Green Book“, „Roma“ und „Bohemian Rhapsody“ sind dennoch positive Signale für die Zukunft der „Oscars“.

Von Marius Nobach

Masken der Macht: Politiker im US-Kino

Adam McKay präsentiert derzeit in „Vice“ einen kritisch-satirischen Film über den ehemaligen US-Vizepräsidenten Dick Cheney. Anlass für eine Bestandsaufnahme des Genres „Politiker-Biografie“, mit dem das US-Kino Geschichte als Drama mit Helden und Schurken fassbar zu machen versucht.

Von Arne Koltermann

Konfetti 37: Hochhaus

In Rouben Mamoulians frühem Tonfilm „Applause“ (1929) spielen die Hochhäuser von New York eine wichtige Rolle, in Klaus Lemkes „Sylvie“ (1973) ebenfalls, doch die Inszenierung der Wolkenkratzer verrät, wie sehr sich ihre Wahrnehmung in der Zwischenzeit gewandelt hat. Im 37. Beitrag zu seinem „Konfetti“-Blog macht sich Lukas Foerster die Perspektive der jeweiligen Figuren zu eigen.

Die Woche der Kritik: Eine Rückschau

Dissens als Chance: Die parallel zur „Berlinale“ veranstaltete Woche der Kritik befasste sich in diesem Jahr mit dem Sinn und den Methoden einer „Kultur der Kritik“. Zum Auftakt ging es in einer Konferenz um Christoph Schlingensief; bei den folgenden Abenden aus Filmvorführungen und Diskussionen war unter anderem der Regisseur Albert Serra zu Gast.

Von Silvia Bahl

Berlinale 2019: Lucas Barwenczik über "Heimat ist ein Raum aus Zeit"

Als „eindrücklichen, klarsichtigen und wahrhaftig großen Film“ würdigte die Caligari-Jury das 218-Minuten-Werk von Thomas Heise, in dem der Dokumentarist den vielfältigen Spuren seiner Familie im 20. Jahrhundert nachspürt. Der Filmkritiker Lucas Barwenczik war Mitglieder der Jury. In dem Text geht er der eigenwilligen Kombination von leeren Landschaftsbildern und den Dokumenten bedrängten Lebens nach.


Von Lucas Barwenczik

Berlinale 2019: Eine Bilanz

Emotional und optimistisch präsentierten sich die Filmfestspiele in Berlin im letzten Jahr unter „Berlinale“-Direktor Dieter Kosslick. Der allgemeine Hang zur Harmonie fiel 2019 auch im Wettbewerb auf, wo sich viele anspruchsvolle und herausragende Filme fanden. Die Preisverleihung geriet zur Feierstunde für den Festivalchef, die sich auch in den Auszeichnungen niederschlug. Eine Bilanz der „Berlinale“ 2019.

Von Marius Nobach