Filmrätsel des Monats

Das Filmrätsel im Oktober: Esel

Jeden Monat neu: Das Filmrätsel für Filmkenner & Cineasten. Die Gewinnspiel-Fragen drehen sich im Oktober um Esel im Kino. Zu gewinnen gibt es sehenswerte Filme auf DVD/BD.

Politische Cinephilie (III): Die Filter der Wahrnehmung

Joanna Hogg und Shannon Murphy haben mit „The Souvenir“ beziehungsweise „Milla Meets Moses“ Filme mit Wahrnehmungsfiltern gemacht. In ihnen keimt eine Idee des Politischen als Ort, in dem das Intime unpersönlich wird. Im dritten Teil seiner Essay-Reihe bittet Till Kadritzke zum Dialog zwischen zwei Filmen und neueren Ansätzen, das Politische zu denken.

Subversiv, komisch, melancholisch

Der tschechische Schauspieler Rudolf Hrušínský (1920-1994) war in seiner Heimat über Jahrzehnte einer der meistgeliebten Stars. In leisen Arbeiten wie auch in populären Auftritten wie als Soldat Schwejk wurde er für seine feinsinnige Charakterisierungskunst geschätzt, die berühmte subversive Parabel „Der Leichenverbrenner“ war nur einer der Filme, die er zum Meisterwerk machte. Eine Erinnerung zum 100. Geburtstag am 17.10.2020.

Von Ralf Schenk

Filmkultur News

Im Affekt #20: Lob der Gefühllosigkeit

In der Diskussion über Christopher Nolans Zeitreise-Actionfilm „Tenet“ fällt oft der Begriff der Emotionslosigkeit. Till Kadritzke hält dies in seinem „Affekt“-Blog für eine unzureichende Interpretation. Wo andere Filme ihr Spektakel mit einem Übermaß an Emotionen legitimieren wollen, steckt in Nolans Kino immer schon ein Vertrauen in die Überwältigungskraft von Bilderwelten.

Chaplin – Ein Leben für den Film

Ein Comic-Book rekapituliert das Leben und Werk von Charlie Chaplin, von den Anfängen bis zu seinen letzten Jahrzehnten in der Schweiz. Das 76-seitige Album ist im Stuttgarter Panini Verlag erschienen.

Von Christian Meyer-Pröpstl

Im Affekt #19: Kindness

In seinem „Affekt“-Blog taucht Till Kadritzke anlässlich von Charlie Kaufmans Film „I’m Thinking of Ending Things“ (bei Netflix) in die eigene Biografie und in die Erinnerung an andere Kaufman-Filme ein, landet aber bei einem Songschreiber, der das bessere Kino macht, und bei einem englischen Begriff, der so schlicht und groß ist, dass er kaum zu übersetzen ist.

Plädoyer für eine gefährliche Kunst

38 Jahre nach dem Tod von Rainer Werner Fassbinder errichtet Oskar Roehler dem „einzigen Rockstar im deutschen Kino“ mit „Enfant Terrible“ ein Denkmal, das jedoch eher einer Installation als einem Film gleicht. In einer Art abstraktem Palimpsest werden Fakten & Fiktionen zu einer eigenwilligen Hommage verschmolzen, die Leben und Werk, Selbstermächtigung und Ausbeutung in ein hochenergetisches Spektakel verwandeln.

Von Ulrich Kriest

Die eigene Geschichte - Frauenfilmfestival Köln-Dortmund (IFFF)

Das Internationale Frauenfilmfestival (IFFF) Dortmund/Köln musste im Frühjahr 2020 wegen der Corona-Pandemie noch kurzfristig abgesagt werden, konnte im September jetzt aber nachgeholt werden. Dabei präsentierten sich Spiel-, Dokumentar- und Experimentalfilme ebenso vielfältig wie gesellschaftskritisch, während die Sektionen Anstöße für Debatten um eine feministische Geschichtsschreibung lieferten.

Von Gitta Düperthal

Im Affekt #18: Die Kehrseite des Kults - Ruth Bader Ginsburg

Gleich zwei Kinofilme starteten in den vergangenen Jahren über das Leben von Ruth Bader Ginsburg, die am Freitag, den 18. September 2020, gestorben ist. Das Double Feature war Teil eines beispiellosen Personenkults um die Supreme-Court-Richterin, der vor allem nach der Trump-Wahl an Fahrt aufnahm, weil er die Polarisierung der Gesellschaft in ein Superhelden-Movie verwandelte. Till Kadritzke blickt in seinem „Affekt“-Blog auf Person, Kult, Filme und Politik zurück.

Unorthodox: Die „Emmys“ 2020

Bei der Verleihung der 72. „Emmy Awards“ konnte die deutsche Schauspielerin und Regisseurin Maria Schrader über eine Auszeichnung für die Miniserie „Unorthodox“ jubeln. Ansonsten dominierte einmal mehr der Bezahlsender HBO in den Drama- und Miniserien-Kategorien, während eine kanadische Comedyserie gleich mehrere Rekorde brach.

Von Marius Nobach

Ein Krieg, der nicht zu gewinnen ist

Wir leben im Zeitalter des Anthropozän. Die Entwicklung der Erde wird inzwischen wesentlich durch den Menschen geprägt. Mit verheerenden Auswirkungen. Jüngere Dokumentarfilme wie aktuell „Die Epoche des Menschen“ (jetzt im Kino) reagieren darauf.

Von Thomas Klein