Vorschau auf Filmstarts 2026

Things to come - Vorschau auf Filmstarts 2026

Ein episches Kinojahr liegt vor uns: Christopher Nolans „Odyssee“ und Steven Spielbergs Science-Fiction-Film „Disclosure Day“ könnten für volle Kinos sorgen, und Netflix präsentiert Greta Gerwigs „Narnia“. Aber auch das internationale Autorenkino schläft nicht; neue Projekte von Albert Serra, Luca Guadagnino, Alejandro G. Iñárritu, Paul Schrader, Angela Schanelec und vielen anderen sind in der Pipeline. Eine Vorschau auf neue Filme, mit denen Cineasten in den nächsten Monaten rechnen können.

Von Michael Kienzl

Der Krieg der Kulturen - Die US-Filmbranche & Donald Trump

Das Imperium schlägt zurück. Seitdem Anfang 2025 die zweite Präsidentschaft von Donald Trump begonnen hat, wird der Kulturkampf in den USA immer aggressiver, mit dem das MAGA-Lager gegen seine liberalen Gegner vorgeht. Auch die US-Filmbranche gehört zu den Leidtragenden. Ein Jahresrückblick über die film- und medienpolitischen Interventionen der US-Regierung und wie Hollywood darauf reagiert.

Von Chris Schinke

Leders Journal (51): Alle Scheinwerfer auf mich!

In seinem Buch „Alle Scheinwerfer auf mich!“ analysiert der US-Fernsehkritiker James Poniewozik, wie Donald Trump die Macht der Medien nutzte, um sich selbst als Fernsehfigur und später als Präsident zu inszenieren. Die Studie beleuchtet, wie der Schulterschluss von Reality-TV, Politik und Performativität Trumps Auftritte zu einem globalen Medienereignis macht – zwischen Show, Machtspiel und gezielter Provokation.

Von Dietrich Leder

Filmkultur News

Utopie als Schulfach - Das Innsbruck Nature Film Festival

Wie lassen Menschen sich motivieren, ihr Verhalten so zu ändern, dass es besser zum Weltklima und dem Planeten passt? Das „Innsbruck Nature Film Festival“ versucht das nicht nur mit einer klugen Auswahl thematisch relevanter Filme, sondern auch durch vielfältige Aktivitäten rund um das Thema Ökologie. Festivalchef Johannes Kostenzer und die Geschäftsführerin Elisabeth Stark geben Einblicke ins Festival und wie es sich über die Jahre gewandelt hat.

Von Tanja C. Krainhöfer

Die besten Serien 2025

Die Filmdienst-Redaktion hat unter den Serien, die 2025 in Deutschland bei Streamingdiensten und Fernsehsendern gestartet sind, 25 Favoriten gekürt. Das Spektrum reicht von der markerschütternden finale Staffel der „Star Wars“-Serie „Andor“ bis zur liebenswerten Serie „Marzahn Mon Amour“.

Eine „Trump“-Karte im Ringen um Warner

Im Kampf um den US-Medienkonzern Warner Bros. Discovery stehen sich nicht nur der Streamer-Gigant Netflix und der US-Konzern Paramount Skydance gegenüber. Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass Präsident Donald Trump und sein Schwiegersohn Jared Kushner bei dem feindlichen Gegenangebot persönliche Interessen verfolgen. Der Präsident ist damit zum mächtigen und am Ende wahrscheinlich entscheidenden Faktor geworden. Damit droht ein weiterer US-Medienkonzern auf Trump-Kurs gebracht zu werden.

Von Thomas Schuler

Donald Trump & der Warner-Bros-Deal

Eigentlich war der Deal schon perfekt: Netflix will den US-Medienkonzern Warner Bros. Discovery übernehmen. Doch nun gibt es ein Gegengebot: Paramount Skydance hat einen feindlichen Übernahmeversuch gestartet. Dahinter stecken wohl auch politische Motive: Donald Trump und sein Lager würden damit einen weiteren Domino-Stein im Kampf gegen unabhängige Medien umstoßen. Dabei geht es insbesondere um den Sender CNN, der Trump schon lange ein Dorn im Auge ist.

Von Steffen Grimberg

Was kann Kino? Zur Reihe “Arsenal on Location“

Das Berliner Arsenal Kino hat die Wartezeit zwischen dem Ende des Filmhauses am Potsdamer Platz und dem Einzug in die neuen Räumlichkeiten im Kulturquartier Silent Green im Frühjahr 2026 auf seine Weise genutzt: als Kino auf dem Sprung, das mit befreundeten Spielstätten in Deutschland oder auch außerhalb kooperierte. Jetzt endet die Aktion „Arsenal on Location“ nach 360 Veranstaltungen an rund 70 verschiedenen Orten. Mit erstaunlichen Ergebnissen. 

Von Fabian Tietke

Leders Journal (50): „Ich hatte nur das Nichts“

Der französische Dokumentarist Guillaume Ribot hat sich 40 Jahre nach Erscheinen des monumentalen Films „Shoah“ von Claude Lanzmann ins Holocaust Memorial Museum in Washington, DC, begeben und aus Lanzmanns insgesamt 220 Stunden umfassendem Bild- und Ton-Archiv eine Art „Making of“ erstellt. In „Ich hatte nur das Nichts“ werden Lanzmanns Reflexionen während der 12-jährigen Entstehungszeit, seine Selbstzweifel, Sackgassen und Rückschläge jetzt greifbar. Es zeichnet sich aber auch die Radikalität und die singuläre Bedeutung dieses Werkes ab.

Von Dietrich Leder

Im urbanen Tierreich - Die „Zoomania“-Filme

Die beiden „Zoomania“-Animationsfilme, die von einer Stadt voller vermenschlichter Tiere und ihrem Zusammenleben erzählen, liefern nicht nur schwungvolle Familienunterhaltung, sondern haben es auch gesellschaftsanalytisch in sich. Verlegt ins Tierreich, geht es um sehr menschliche Fragen nach gelebter Diversität, Integration, Stereotypisierung und struktureller Diskriminierung.

Von Denis Sasse

Rotz und Wasser

Das 74. Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg (6.-16.11.2025) beschäftigte sich mit einer der fundamentalsten Fragen des Erlebens im Kino: Warum setzen wir uns freiwillig Filmen aus, die uns zum Weinen bringen? Die Retrospektive „Rotz und Wasser“, die sich der Kunst der Rührung im Kino widmete, machte erfahrbar, warum das Melodram immer noch ein höchst vitales Genre ist. Und zeigte, warum man seine Tricks zwar durchschauen, sich ihnen aber nicht entziehen kann. Und warum sie nicht nur rühren, sondern auch erbauen.

Von Ralph Eue