Filmvorschau 2024

Things to Come

Auf was sich Filmfans 2024 freuen können: Eine Übersicht über Filmprojekte, mit deren Fertigstellung und Festival- oder Kinostarts in den kommenden zwölf Monaten zu rechnen ist. Das Spektrum reicht von George Millers "Furiosa: A Mad Max Saga" über Francis Ford Coppolas „Megalopolis“ bis zu „Joker: Folie à deux“, und zu erwarten sind auch neue Arbeiten von Andrea Arnold, David Cronenberg, Christoph Hochhäusler und Audrey Diwan.

Von Michael Kienzl

Berlinale 2024 - Filme & Themen

Die Berlinale soll die Fähigkeit der Gesellschaft stärken, über Konflikte und verdrängte Themen zu sprechen. Das hat die scheidende Co-Chefin Mariette Rissenbeek dem Festival zum Abschied mit auf den Weg gegeben. Viele Filme aus allen Sektionen sind dafür wie gemacht. Ein aktueller Überblick über Berlinale-Premieren und die in ihnen verhandelten Fragen.

Fifty Shades of Pink: Was „Barbie“ über die Emanzipation verrät

„Barbie“ ist kein feministischer Film und erst recht keiner über den Feminismus. Er ist eher ein Symptom einer allgemeinen geistigen Ermüdung, die alle Begriffe ironisch aus dem Zusammenhang löst und Kitsch, Analyse und Regression fröhlich durcheinanderwirbelt. Angesichts einer neuen „filmischen Metasprache“ täte aber etwas anderes dringend Not.

Von Jutta Brückner

Filmkultur News

Die Schwierigkeit, Nichts zu rauben

Zum Auftakt des Siegfried-Kracauer-Stipendiums skizziert der Stipendiat Leo Geisler die Grundgedanken seines Blogs „Disziplin & Kontrolle“, in dem er den Wandlungen des Heist-Genres nachgehen will. Was passiert mit einer Filmgattung, wenn das Vermögen, das geraubt werden soll, nicht mehr in Gestalt von Banknoten im Tresor liegt, sondern nur noch virtuell in Form von Aktien, Anteilen oder anderen Besitztiteln existiert?

Von Leo Geisler

In Polen eine Staatsaffäre

Am Donnerstag, 1. Februar, läuft in den deutschen Kinos das polnische Drama „Green Border“ von Agnieszka Holland an, in dem Flüchtlinge zum Spielball der politischen Mächte an der polnisch-belarussischen Grenze werden. In Polen provozierte der Film heftige politische Reaktionen der PiS-Regierung und trug unter anderem auch dazu bei, dass die Wahlen im Oktober 2023 mit dem Sieg der demokratischen Opposition endeten.

Von Jörg Taszman

Erinnerung und Aufbruch

Die 59. Solothurner Filmtage fanden vom 17. bis 24. Januar 2024 zum zweiten Mal unter der gemeinsamen Leitung von Niccolò Castelli (Programm) und Monica Rosenberg (Administration) statt. Sie überzeugten vor allem durch eine Reihe ausnehmend mutiger Filme und verzeichneten über 63.000 Eintritte, womit das Festival wieder an Vor-Covid-Zeiten anschließt. Ein Fazit über das wichtigste Filmfestival für den Schweizer Film.

Von Irene Genhart

„Oscar“ 2024: Die Nominierungen

Sandra Hüller hat es zur „Oscar“-Anwärterin geschafft: Für ihren Part in „Anatomie eines Falls“ konkurriert der deutsche Star um einen der „Academy“-Awards, die am 10.3.2024 vergeben werden. Der meistnominierte Film ist indes Christopher Nolans Physiker-Drama „Oppenheimer“. Und auch „Poor Things“ hat gute Chancen auf Auszeichnungen.

Von Marius Nobach

Audio-Amourös

2023 feierte das Radio in Deutschland seinen 100. Geburtstag. Das Medienecho, das dieses Jubiläum erfuhr, zeigte nicht zuletzt, was für eine Anziehungskraft das Medium nach wie vor ausübt, auch wenn es sich mit dem Eintritt ins digitale Zeitalter verändert hat. Zu den Liebhabern des Radios gehört auch das Kino: Filme haben sich immer wieder mit der Wirkkraft des anderen Mediums befasst. Eine Spurensuche entlang der schönsten Filme zum Thema "Radio".

Von Arne Koltermann

Geschockt, aber nicht gelähmt

Wie haben die Kinos die Corona-Pandemie bewältigt? Besteht überhaupt eine Chance, an die Besucherresonanz vor COVID-19 anzuschließen? Wie gehen die Filmtheater mit anderen strukturellen Herausforderungen, etwa der starken Konkurrenz der Streaming-Dienste, um? Lange haben die verunsicherten Kinobetreiber nach Antworten gesucht. Nun aber scheint sich das Dunkel zu lichten und ein Hoffnungsschimmer abzuzeichnen.

Von Reinhard Kleber

Komm und sieh – Der Krieg in uns

Der im Rahmen des Siegried-Kracauer-Stipendiums entstandene Blog „Komm und sieh – Der Krieg in uns“ stellt wichtige Filme über den Krieg vor. Welche Motivation hatten die Menschen, die sie drehten? Was macht der Krieg im Film heute mit uns und wie weit dürfen die Filmemacher dabei gehen? Der sechste und finale Beitrag zieht ein Fazit der Reihe und stellt abschließend den Film „Komm und sieh“ (Sowjetunion 1985) von Elem Klimow vor, der als der ultimative Film über den Krieg gilt.

Von Morticia Zschiesche

Anatomie eines Knalls - Kinojahr 2023: Ein Fazit

Eine weibliche Puppe auf der Suche nach ihrer Identität und ein Atomwissenschaftler im Netz seiner historischen Verantwortung sind die Helden des Kinojahres 2023. Der unerwartete Einschlag der am selben Tag gestarteten Filme „Barbie“ und „Oppenheimer“ hat den Kinos einen Aufwind beschert und die ewigen Fortsetzungen von Erfolgsfilmen auf die Plätze verwiesen. Nachholbedarf besteht derweil weiterhin im Arthouse-Bereich, wo (zu) viele gute Filme auf ein risikoscheues Publikum treffen.

Von Jörg Taszman