„Zapper Bolloré“ nennt sich ein Kollektiv, dass am 12. Mai die Titelseite der französischen Tageszeitung „Libération“ dominierte. Das wütende, polemische Manifest griff den erzkonservativen, französischen Medienmogul Vincent Bolloré an, dem Fernsehsender wie CNEWS, die einflussreiche Sonntagszeitung „Le Journal du Dimanche“ und der Buchverlag „Grasset“ gehören und der Mehrheitsaktionär beim Pay-TV-Sender Canal+ ist. Sein Griff nach der drittgrößten Kinokette des Landes UGC führte nun zu einem Kulturkampf, der auch während des Festivals in Cannes für Kontroversen sorgt.
Von Jörg Taszman