Drama | USA/Spanien 2010 | 120 (24 B./sec.)/116 (15 B./sec.) Minuten

Regie: Emilio Estevez

Ein alter Mann tritt stellvertretend für seinen Sohn, der auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela tödlich verunglückte, den Camino an. Bald gesellen sich Mitreisende zu ihm, die das Nervenkostüm des Trauernden strapazieren. Doch auf dem an Begegnungen reichen Weg wächst die Gruppe zur Gemeinschaft zusammen, wobei sich hinter den teils profanen Motiven für den Pilgergang tiefer reichende (Heils-)Sehnsüchte offenbaren. Eine höchst reizvolle Auseinandersetzung mit dem Jakobsweg, die die Vielgestaltigkeit und Ambivalenzen modernen Pilgerns reflektiert. Jenseits üblicher "Wellness"-Frömmigkeit nimmt der Film mit auf eine äußerlich ruhige, aber von inneren Spannungen geprägte Reise, die von dezidiert areligiösen Figuren unternommen wird, trotzdem aber spirituelle Dimensionen berührt. (Kinotipp der katholischen Filmkritik) - Sehenswert ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
THE WAY
Produktionsland
USA/Spanien
Produktionsjahr
2010
Regie
Emilio Estevez
Buch
Emilio Estevez
Kamera
Juan Miguel Azpiroz
Musik
Tyler Bates
Schnitt
Raúl Dávalos
Darsteller
Martin Sheen (Tom Avery) · Deborah Kara Unger (Sarah) · James Nesbitt (Jack) · Yorick van Wageningen (Joost) · Tchéky Karyo (Capitaine Henri)
Länge
120 (24 B./sec.)/116 (15 B./sec.) Minuten
Kinostart
21.06.2012
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 12.
Genre
Drama | Road Movie

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. ein Audiokommentar mit Martin Sheen, Emilio Estevez und dem Produzent David Alexanian.

Verleih DVD
Koch (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Koch (16:9, 1.85:1, dts-HD engl./dt.)
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Diskussion
Es ist ein bitterer Marsch, den der amerikanische Augenarzt Tom Avery antritt. Die Pilgerreise nach Santiago de Compostela ist für ihn fast eine Art Passionsweg, und das nicht nur, weil die körperlichen Anstrengungen und Unbequemlichkeiten des Pilgerns für den alten Mann eine große Strapaze darstellen. Tom ist das Schlimmste widerfahren, was einem Vater passieren kann: Er hat sein Kind verloren. Toms erwachsener Sohn Daniel ist auf dem Camino verunglückt. Was für Tom umso qualvoller ist, weil er sich in den Jahren zuvor von seinem Sohn entfremdet hatte. Warum genau sich Tom dafür entscheidet, anders als ursprünglich geplant Daniels Leiche nicht aus Südfrankreich heim in die USA zu bringen, sondern ihn einäschern zu lassen, dann die Asche in Daniels Wanderrucksack zu packen und stellvertretend für den Sohn die traditionelle Wanderung Richtung Santiago anzutreten, das lässt der Film offen. Kann Tom nach dem Verlust nicht gleich wieder zurück in sein gewohntes Leben? Ist es eine Art Buße, der Versuch, dem Sohn nachträglich näher zu kommen? Jedenfalls wird Daniel in Toms Fantasie zum Reisegefähr

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