Der plötzliche Tod ihres Vaters stürzt eine Wissenschaftlerin in eine tiefe seelische Krise, aus der sie sich mit Hilfe eines Habichts befreit. Der auf einem autobiografischen Roman beruhende Film zeichnet sowohl die Trauerarbeit als auch die Emanzipationsgeschichte eindringlich und bildmächtig nach. Eine gelungene Mischung aus innigen Vater-Tochter-Rückblenden, Drama und atemberaubenden Naturbeobachtungen. - Ab 14.
Nach zwanzig Ehejahren offenbart eine Frau ihrem Gatten, dass sie noch nie einen Orgasmus erlebt hat. Auf der Suche nach einer Lösung für die Anorgasmie kommen viel Humor und Situationskomik ins Spiel, wobei der Film das Thema nicht für ein „Mann gegen Frau“-Szenario nutzt, sondern sich als eine Art Ratgeberfilm eine Portion Aufklärungsarbeit verordnet. Beziehungskomödie auf den Spuren der "Womanzier"-Erfinder. - Ab 14.
Wuchtige Adaption der Irrfahrten des Odysseus nach der Eroberung von Troja und seiner Rückkehr nach Ithaka. Die in gedämpften Naturfarben strahlende Adaption des homerischen Epos liest den Mythos des listenreichen Protagonisten gegen den Strich und schlägt damit eine Brücke in die politische Gegenwart. Mischung aus Genre-Glanzstücken, gediegener Fantasterei entlang der Motive Schuld und verlorene Menschlichkeit. – Sehenswert ab 16.
Ein galizisches Dorf ist seit dem Tod mehrerer Fischer noch immer traumatisiert. Erst als das traditionelle Folkloreensemble, die Rondalla, wiederbelebt wird, scheint sich die Erstarrung zu lösen. Der Film erzählt mit subtilen Ellipsen von einem kollektiven Trauma und wie dieses durch Musik und Zusammenhalt überwunden werden kann. Damit spart er auch humorvolle Episoden bis hin zum Slapstick nicht aus. - Ab 14.
Eine in Frankreich lebende Tunesierin reist zur Beerdigung ihres Onkels in ihre Heimat. Obwohl sie von ihrer Lebenspartnerin begleitet wird, schweigt sie sich über ihre Liebesbeziehung aus. Doch als sich herausstellt, dass der verstorbene Onkel homosexuell war, geht sie den Umständen seines Todes nach. Ein stilvolles Gesellschaftsdrama, das mit fließenden Kamerabewegungen Beziehungsgeflecht dreier Generationen entfaltet. - Sehenswert ab 14.
Ein junger Klavierstimmer entdeckt, dass er wegen der Überempfindlichkeit seines Gehörs mit Leichtigkeit Safes öffnen kann. Das bringt ihn mit osteuropäischen Gangstern in Kontakt, denen er bei ihren Raubzügen hilft. Gleichzeitig lernte er eine brillante junge Pianistin kennen. Eine intelligent konstruierte, höchst unterhaltsame Mischung aus Drama, Liebesgeschichte und Krimi, die ihre Erzählstränge geschickt miteinander verknüpft. - Ab 14.