Siegfried-Kracauer-Stipendium

Der FILMDIENST ist Medienpartner des Siegfried-Kracauer-Stipendiums, mit dem der Verband der deutschen Filmkritik zusammen mit der MFG Filmförderung Baden-Württemberg und der Film- und Medienstiftung NRW jährlich einen jungen Filmkritiker fördert. Im Rahmen dieser Medienpartnerschaft publizieren wir an dieser Stelle den Blog des aktuellen Stipendiaten Till Kadritzke. Das Bild zeigt die Preisverleihung 2019 (v.l.) Carl Bergengruen (MFG Baden-Württemberg), Tanja Güß (Film- und Medienstiftung NRW), Helga Reichert (Biberacher Filmfestspiele), Tobias Kniebe (Sieger Kategorie Beste Filmkritik), Till Kadritzke (Siegfried-Kracauer-Stipendium), Dunja Bialas (Verband der Filmkritik) und Jochen Laube (Jury).

Im Affekt #17: Abschied von Linda Manz

Nach dem Tod der US-Schauspielerin Linda Manz wurde viel über „Out of the Blue“ von 1980 geschrieben, ihren ganz großen Auftritt in der Kinogeschichte. In seinem „Affekt“-Blog lässt Till Kadritzke ihren ersten Auftritt in „Days of Heaven“ – und ihr unvergessliches Voice-over - noch einmal ausführlich Revue passieren.

Im Affekt #16: Von Politik umweht

Keine Angst vor Kontext! Wer das Kino als genuine Kunstform ernst nehmen will, sollte die Einordnung von angeblich zeitlosen Meisterwerken begrüßen. Till Kadritzke hat sich in seinem “Affekt”-Blog mit dem Einführungsvideo zu „Vom Winde verweht“ beschäftigt, mit dem der Film wieder zurück auf den HBO-Plattformen gelandet ist.

Im Affekt #15: Im Angesicht des Hundes

Samuel Fullers „White Dog“ wurde erst lange nach seiner Fertigstellung Anfang der 1980er-Jahre als der Geniestrich erkannt, der er ist. In seinem "Affekt"-Blog schreibt Till Kadritzke über einen Film, der inhaltlich wie formal die Welt als Knoten zwischen Denken und Fühlen begreift.

Im Affekt #14: Tier-Werden am Strand

Jennifer Kent erzählt in "The Nightingale" (aktuell im Kino sowie als DVD/BD und VoD) von einer irischen Strafgefangenen im Tasmanien des 19. Jahrhunderts, die zusammen mit einem Aborigine für erlittene Qualen Rache nimmt an den englischen Kolonialherrn. Man spricht viel über die rassistische und sexuelle Gewalt des Films, weniger über die politischen Fluchtlinien, die ihn durchziehen. In seinem Affekt-Blog widmet sich Till Kadritzke dem Film mit dem Begriff des Tier-Werdens und seiner Kritik am Humanismus.

Im Affekt #13: Geisterspiele

Wenn sich Bundesliga wie Bolzplatz anfühlt: Nach Ende der Bundesliga-Saison 2019/2020, deren letzte Spiele Corona-bedingt vor leeren Rängen in den Stadien ausgetragen wurden, denkt Till Kadritzke in seinem Affekt-Blog über den Schwund des Kinos aus dem Fußball nach, den die sogenannten Geisterspiele nach sich ziehen.

Im Affekt #12: Affektive Umerziehung

Das Wochenende, an dem HBO die Serie „Watchmen“ kostenlos zur Verfügung stellte, war viel zu schnell vorbei. Gerade einmal die Pilotfolge hat Till Kadritzke gesehen. Doch die reichte, um in seinem Affekt-Blog historische Bögen zu schlagen: zu einem vergessenen Marshall, zu Trumps Wahlkampfauftakt, und zu „Vom Winde verweht“.

Im Affekt #11: Gewalt-Teilung

Wer rezensiert welche Gewalt wie? Der Thriller „Across 110th Street“ wurde 1972 ordentlich verrissen – was bei anderen Filmen als Tugend galt, war hier auf einmal Sünde. Erneut setzt sich Till Kadritzke im „Affekt“-Blog mit der Filmkritik zu Zeiten des „New Hollywood“ auseinander – und findet gerade im Gewaltdiskurs Parallelen zu heute.

Im Affekt #10: Affekt, Polizei, Gewalt

Bilder weißer Polizeigewalt, in den Nachrichten und im „New Hollywood“. In seinem Affekt-Blog geht Till Kadritzke in dieser Woche von den Verbindungen aus, die sich zwischen einem persönlich gefärbten Buch, dem neuen Realismus des „New Hollywood“-Kinos und den Nachrichten auftun.

Im Affekt #9: Frischluftfilmchen

Freiluftkinos dürften wohl das geringste Problem mit der neuen Conditio Corona haben und bald wieder öffnen. In seinem Affekt-Blog denkt Till Kadritzke darüber nach, warum auch das nur ein schwacher Trost in kinoarmen Zeiten wäre.

Im Affekt #8: Vom Eigenen absehen

Wenn eine beiläufige Geste eine ganze Welt eröffnet. Im zweiten Teil seiner Würdigung der Filme von Mia Hansen-Løve widmet sich Till Kadritzke einer Szene aus „Eden“, in der die Zeit angehalten wird – und aus der eine Ethik des filmischen Affekts spricht.