Siegfried-Kracauer-Stipendium

Der FILMDIENST ist Medienpartner des Siegfried-Kracauer-Stipendiums, mit dem der Verband der deutschen Filmkritik zusammen mit der MFG Filmförderung Baden-Württemberg und der Film- und Medienstiftung NRW jährlich einen jungen Filmkritiker fördert. Im Rahmen dieser Medienpartnerschaft publizieren wir an dieser Stelle den Blog des aktuellen Stipendiaten Lukas Foerster (geb. 1981). Das Bild von der Preisverleihung 2017 zeigt (v.l.) Carl Bergengruen (MFG Baden-Württemberg), Lukas Foerster, Federico Sanchez, Elena Meilicke, Frédéric Jaeger (Verband der deutschen Filmkritik), Michael Kötz (Festival des deutschen Films Ludwigshafen), Petra Müller (Film- und Medienstiftung NRW).

Konfetti 43: Seifenblasen

Die Parade der rosaroten Elefanten ist ein Höhepunkt im Disney-Zeichentrickklassiker „Dumbo“ und wird auch in Tim Burtons aktueller Real-Neuverfilmung wieder aufgegriffen. Im 43. Blogbeitrag vergleicht Lukas Foerster die beiden Sequenzen und macht an der Verschränkung der Ebenen einen markanten Unterschied der beiden Filme fest.

Von Lukas Foerster

Konfetti 42: „Toi... le venin“

Gut eingesetzte Statisten in filmischen Straßenszenen können die Lust an einer Spekulation wecken: Wie wäre es, würde der Film ihnen folgen statt der Hauptfigur? In seinem 42. Blogbeitrag entdeckt Siegfried-Kracauer-Stipendiat Lukas Foerster im französischen Thriller „Toi… le venin“ (1958) eine Szene, die den Film für einen Moment in eine neue Richtung zu treiben scheint.

Konfetti 41: „Ein Lied, ein Kuss, ein Mädel“

In seinem 41. Blogbeitrag wendet sich Kracauer-Stipendiat Lukas Foerster erneut dem deutschen Operettenfilm zu. Eine Theaterszene in „Ein Lied, ein Kuss, ein Mädel“ (1932), in der storybedingt eine Vorstellung vor fast leerem Zuschauerraum stattfindet, wird ihm zum Sinnbild für das Wesen der Kulturindustrie.

Konfetti 40: Spalier

Das Singspiel „Die – oder keine“ (1932) von Carl Froelich kreist um zwei Prinzen, die sich beide in eine Opernsängerin verliebt haben, und um einen sinistren Bankier, der daraus Kapital zu schlagen versucht. Eine Sternstunde des Operettenfilms, findet Siegfried-Kracauer-Stipendiat Lukas Foerster, der in der frechen, bezirzenden Inszenierung ein glanzvolles Gegenstück zum verhärteten Nazi-Kino entdeckt.

Konfetti 39 – Schützengräben

Der Erste Weltkrieg ist bis heute der Inbegriff der kinematografischen Auseinandersetzung mit dem Krieg. Die ästhetischen Strategien zu seiner Darstellung prägen bis heute Bilder wie Atmosphäre des Genres. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Motiv des Schützengrabens, in dem Schrecken wie Thrill des Krieges audiovisuell handhabbar werden.

Von Lukas Foerster

Konfetti 38 – Bücher

Claudette Colbert begegnet in Mervyn LeRoys Komödie „Without Reservations“ als berühmte Schriftstellerin (1946) einem von John Wayne gespielten Soldaten, der verblüffend einer Illustration ihres jüngsten Roman-Helden gleicht. Auftakt für ein irrwitziges Vexierspiel zwischen Fiktion und Wirklichkeit.

Von Filmpiraten & Streamingportalen

Das World Wide Web als Videothek, mit der die Filmgeschichte umfassend zugänglich wurde: Seit der Jahrtausendwende florierten cinephile Online-Tauschbörsen jenseits industrieller Verwertungsketten. Doch mit dem Aufstieg von Netflix & Co. und dem grundsätzlichen Wandel des Internets geht deren Niedergang einher. Noch ist nicht ausgemacht, ob sich cinephile Selbstorganisationen behaupten können.

Von Lukas Foerster

Konfetti 37: Hochhaus

In Rouben Mamoulians frühem Tonfilm „Applause“ (1929) spielen die Hochhäuser von New York eine wichtige Rolle, in Klaus Lemkes „Sylvie“ (1973) ebenfalls, doch die Inszenierung der Wolkenkratzer verrät, wie sehr sich ihre Wahrnehmung in der Zwischenzeit gewandelt hat. Im 37. Beitrag zu seinem „Konfetti“-Blog macht sich Lukas Foerster die Perspektive der jeweiligen Figuren zu eigen.

Konfetti 36: "Barbara - Wild wie das Meer" (1961)

Eine Verführungsszene in „Barbara - Wild wie das Meer“ (1961) fasziniert Lukas Foerster durch den souveränen Umgang mit dem menschlichen Körper als Kommunikationsmittel. Der 36. Beitrag zum „Konfetti“-Blog beschäftigt sich mit Nacktheit im Kino und der Kunst der Andeutung.

Konfetti 35: Green Book

Beim Betrachten von „Green Book“ lässt sich Lukas Foerster zu Gedanken über einen ausbaufähigen Nebenstrang hinreißen. Im 35. Beitrag zum „Konfetti-Blog“ untersucht er das Potenzial des Briefwechsels zwischen dem Working-Class-Ehepaar Vallelonga, dessen eine Seite bald vom gebildeten schwarzen Arbeitgeber des Mannes übernommen wird.