Siegfried-Kracauer-Stipendium

Der FILMDIENST ist Medienpartner des Siegfried-Kracauer-Stipendiums, mit dem der Verband der deutschen Filmkritik zusammen mit der MFG Filmförderung Baden-Württemberg und der Film- und Medienstiftung NRW jährlich einen jungen Filmkritiker fördert. Im Rahmen dieser Medienpartnerschaft publizieren wir an dieser Stelle den Blog des aktuellen Stipendiaten Lukas Foerster (geb. 1981). Das Bild von der Preisverleihung 2017 zeigt (v.l.) Carl Bergengruen (MFG Baden-Württemberg), Lukas Foerster, Federico Sanchez, Elena Meilicke, Frédéric Jaeger (Verband der deutschen Filmkritik), Michael Kötz (Festival des deutschen Films Ludwigshafen), Petra Müller (Film- und Medienstiftung NRW).

Konfetti 48: Strange Days

Der letzte Beitrag von Lukas Foerster in seinem „Konfetti“-Blog führt zu den Überlegungen zurück, die vor über einem Jahr am Ausgang des Siegfried-Kracauer-Stipendiums standen. In der Schlusssequenz von Kathryn Bigelows „Strange Days“ (1995) und dessen Konfetti-Regen erblickt Foerster die nahezu logische Kulmination eines exzesshaften Science-Fiction-Films, aber auch die Verheißung, dass alles letztlich im Sog des Filmbildes aufgeht.


Ein Bewusstsein fürs eigene Medium

Stabwechsel beim Siegfried-Kracauer-Stipendium: Lukas Foerster beendet seine Exkursionen in die eher peripheren, aber höchst lebendigen Bereiche der Cinephilie und übergibt an Matthias Dell, der sich in den kommenden Monaten mit Essays und Blogs dem Thema „Sicherung des Filmerbes“ widmen will. Warum beide Bereiche mehr miteinander zu tun haben, als man auf den ersten Blick vielleicht vermutet, fördert das Gespräch der beiden Filmkritiker zutage. Ein Gespräch.

Konfetti 47: „Die goldene Nixe“

Der Badeanzug von Esther Williams in „Die goldene Nixe“ (1952) war ein Skandal, weil er die puritanischen Gender-Konventionen vor den Kopf stieß. Das von Mervyn LeRoy inszenierte Musical spielt allerdings nicht nur mit dem Bild des spektakulären Körpers, sondern lässt sich auch als eine kleine Theorie des Kinos interpretieren.

Von Lukas Foerster

Konfetti 46: „Wir machen Musik“

Das Kino erzählt beständig davon, wie sich Liebe und Musik gegenseitig bedingen. Helmut Käutners Revuefilm „Wir machen Musik“ (1942) führt das par excellence an der Beziehung eines Künstlerpaars aus, offenbart aber auch, wo Musik und Liebe auseinandergehen. Im 46. Beitrag zum „Konfetti“-Blog nimmt sich Lukas Foerster die Schlüsselszene des Films vor.

Der große Kurator

Kuratierte Reihen schlagen eine hilfreiche Schneise ins Dickicht des immer unübersichtlicher werdenden Filmangebots. Mittlerweile genießen sie hohes Ansehen als eine der letzten Bastionen des Filmerbes. Ihr Aufstieg ist jedoch im Wesentlichen Ausdruck einer Repräsentationskrise: Da das Kino sich immer mehr ganz dem Hier und Jetzt verschreibt, hat es die Verantwortung für die Filmkultur nach außen delegiert. Das Ergebnis ist eine bedenkliche Überbewertung der kuratorischen Aufgabe. Ein Essay von Lukas Foerster


Konfetti 45: „Ball im Savoy“

In der Operetten-Komödie „Ball im Savoy“ (1935) setzt sich eine Komponistin und Dirigentin nicht nur über Geschlechterzwänge hinweg, sie und ihre Darstellerin Rosi Barsony brechen auch aus erwartbaren Choreografien aus. Im 45. Beitrag zum „Konfetti“-Blog erkundet Lukas Foerster eine eigenwillige Tanzszene, in der die Anarchie über die Konvention triumphiert.

Konfetti 44: Notation

Musik mag zwar in den Noten einer Komposition für alle Zeiten niedergeschrieben sein, doch erst die Interpretation eines Musizierenden erweckt sie zum individuellen Leben. Das gilt auch für filmische Remakes, die ihrem Vorbild nacheifern. Je exakter ein Regisseur eine frühere Einstellung wiederholen will, desto deutlicher zeichnet sich seine eigene Interpretation des Stoffes ab. Lukas Foerster verdeutlicht dies in einem minutiösen Vergleich einer Szene aus „Mazurka“ (1935) von Willi Forst und dem Remake „Confession“ (1937) von Joe May.

Konfetti 43: Seifenblasen

Die Parade der rosaroten Elefanten ist ein Höhepunkt im Disney-Zeichentrickklassiker „Dumbo“ und wird auch in Tim Burtons aktueller Real-Neuverfilmung wieder aufgegriffen. Im 43. Blogbeitrag vergleicht Lukas Foerster die beiden Sequenzen und macht an der Verschränkung der Ebenen einen markanten Unterschied der beiden Filme fest.

Konfetti 42: „Toi... le venin“

Gut eingesetzte Statisten in filmischen Straßenszenen können die Lust an einer Spekulation wecken: Wie wäre es, würde der Film ihnen folgen statt der Hauptfigur? In seinem 42. Blogbeitrag entdeckt Siegfried-Kracauer-Stipendiat Lukas Foerster im französischen Thriller „Toi… le venin“ (1958) eine Szene, die den Film für einen Moment in eine neue Richtung zu treiben scheint.

Konfetti 41: „Ein Lied, ein Kuss, ein Mädel“

In seinem 41. Blogbeitrag wendet sich Kracauer-Stipendiat Lukas Foerster erneut dem deutschen Operettenfilm zu. Eine Theaterszene in „Ein Lied, ein Kuss, ein Mädel“ (1932), in der storybedingt eine Vorstellung vor fast leerem Zuschauerraum stattfindet, wird ihm zum Sinnbild für das Wesen der Kulturindustrie.