Siegfried-Kracauer-Stipendium

Der FILMDIENST ist Medienpartner des Siegfried-Kracauer-Stipendiums, mit dem der Verband der deutschen Filmkritik zusammen mit der MFG Filmförderung Baden-Württemberg und der Film- und Medienstiftung NRW jährlich einen jungen Filmkritiker fördert. Im Rahmen dieser Medienpartnerschaft publizieren wir an dieser Stelle den Blog des aktuellen Stipendiaten Till Kadritzke. Das Bild zeigt die Preisverleihung 2019 (v.l.) Carl Bergengruen (MFG Baden-Württemberg), Tanja Güß (Film- und Medienstiftung NRW), Helga Reichert (Biberacher Filmfestspiele), Tobias Kniebe (Sieger Kategorie Beste Filmkritik), Till Kadritzke (Siegfried-Kracauer-Stipendium), Dunja Bialas (Verband der Filmkritik) und Jochen Laube (Jury).

Im Affekt #28: Filmotheke (Barfly: Coda)

Das Kino eine einzige Bar: In einem weiteren Beitrag zum Thema Kino und Kneipe stellt sich Till Kadritzke die Filme selbst als Kneipengänger vor. Mit denen man sich manchmal prügeln will, und die man manchmal aber auch gern auf einen nächsten Drink einlädt.

Im Affekt #27: Barfly II

Aus der Perspektive des Trinkens strickt „Barfly“ keine romantische Trinkerballade, klärt Till Kadritzke im zweiten Teil seiner Beschäftigung mit dem Film von Barbet Schroeder. Die Reflexion über die eigene Verstricktheit in den Elendsfetisch steckt hier im Außen: in der Gewalt im Nebenzimmer, und in der Figur einer Literaturagentin.

Im Affekt #26: An der Theke (Barfly I)

In Barbet Schroeders Film „Barfly“ lernt der Kneipenprügler Mickey Rourke die Trinkerin Faye Dunaway kennen. In zwei Beiträgen seines „Affekt“-Blogs würdigt Till Kadritzke den Film als Gegengift zum Themenkino; im ersten Teil mit einem speziellen Augenmerk auf einen Unfall beim Shot-Trinken und einen ganz besonderen Flaschenzug.

Im Affekt #25: Blinden Auges ins Leben

Eine Heranwachsende erblindet langsam, will aber nicht unser Mitleid. Und auch Lea Mysius’ Film „Ava“ verweigert sich der Emotion, trifft aber gerade mit solcher Gefühllosigkeit den Kern des Coming-of-Age-Films, findet Till Kadritzke in seinem „Affekt“-Blog.

Im Affekt #24: Nur Maschinen (Regeln am Band II)

Im zweiten Teil seines Beitrags über den Dokumentarfilm „Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit“ geht es Till Kadritzke um einen erstaunlichen kritischen Konsens. Und um eine Gesellschaft, die Menschen nicht nur zu Maschinen macht, sondern von diesen Maschinen überdies verlangt, Mensch zu sein.

Im Affekt #23: Keine Menschen (Regeln am Band I)

Mit, aber ohne Gefühl: In zwei aufeinander folgenden Beiträgen beschäftigt sich Till Kadritzke mit dem Dokumentarfilm „Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit“ von Yulia Lokshina. Im ersten Teil geht es darum, wie der Film Entmenschlichung nicht moralistisch, sondern analytisch denkt.

Im Affekt #22: Lob des Kinoschlafs

Über das Kino und sein Verhältnis zum Unbewussten ist viel geschrieben worden. Aber das Kinoschlafen ist kein Gedankenexperiment, sondern eine soziale Praxis: Till Kadritzke erinnert sich an Träume, die sich mit Filmen vermischen, und an eigentlich glasklare Bilder, die auf einmal nach Experimentalfilm aussehen.

Im Affekt #21: Ein Neustart

Nach zwanzig Beiträgen zu seinem Blog „Im Affekt“ zieht Siegfried-Kracauer-Stipendiat Till Kadritzke eine Zwischenbilanz und strebt zugleich eine Neuausrichtung für die folgenden Beiträge an. Zum Auftakt entwirft er eine Art Programm für die zukünftigen Erwartungen an die Texte, die vor allem Gedanken anreißen und systematisieren sollen.


Politische Cinephilie (III): Die Filter der Wahrnehmung

Joanna Hogg und Shannon Murphy haben mit „The Souvenir“ beziehungsweise „Milla Meets Moses“ Filme mit Wahrnehmungsfiltern gemacht. In ihnen keimt eine Idee des Politischen als Ort, in dem das Intime unpersönlich wird. Im dritten Teil seiner Essay-Reihe bittet Till Kadritzke zum Dialog zwischen zwei Filmen und neueren Ansätzen, das Politische zu denken.

Im Affekt #20: Lob der Gefühllosigkeit

In der Diskussion über Christopher Nolans Zeitreise-Actionfilm „Tenet“ fällt oft der Begriff der Emotionslosigkeit. Till Kadritzke hält dies in seinem „Affekt“-Blog für eine unzureichende Interpretation. Wo andere Filme ihr Spektakel mit einem Übermaß an Emotionen legitimieren wollen, steckt in Nolans Kino immer schon ein Vertrauen in die Überwältigungskraft von Bilderwelten.