Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes

Dokumentarfilm | Deutschland/Italien/Schweiz/Frankreich 2018 | 96 Minuten

Regie: Wim Wenders

Ein Porträt von Jorge Mario Bergoglio, der seit 2013 als Papst Franziskus Oberhaupt der katholischen Kirche ist. Regisseur Wim Wenders will damit einen Film mit, nicht über den Papst inszenieren und macht ihn zu einer Plattform, über die der Papst für ihn zentrale Botschaften vermittelt: Die Forderung nach Solidarität mit den Armen und nach einem respektvollen Umgang mit der Schöpfung sowie von Menschen, Nationen und Religionen miteinander – im Geist von Bergoglios “Namensgeber” Franziskus von Assisi, dessen Vorbild mittels Sequenzen, die wie Passagen aus einem Stummfilm-Porträt des Heiligen inszeniert sind, heranzitiert wird. Wenders verwebt Archivaufnahmen von Reisen und Reden des Papstes mit Passagen aus vier langen Gesprächen, die er im Verlauf von zwei Jahren mit ihm führte, und macht daraus eine intensive Begegnung, die auf kritische Distanz bewusst verzichtet, um mittels Film jene Nähe herzustellen, die Franziskus selbst als Kern seiner pastoralen Arbeit sieht. - Sehenswert ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
POPE FRANCIS: A MAN OF HIS WORD
Produktionsland
Deutschland/Italien/Schweiz/Frankreich
Produktionsjahr
2018
Regie
Wim Wenders
Buch
Wim Wenders · David Rosier
Kamera
Lisa Rinzler
Musik
Laurent Petitgand
Schnitt
Maxine Goedicke
Länge
96 Minuten
Kinostart
14.06.2018
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 12.
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion

Wim Wenders, 72, einst Vorkämpfer des Neuen Deutschen Films, heute Galionsfigur des internationalen Autorenkinos, bekennt in einem Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger, dass Papst Franziskus für ihn eine „utopische“ Gestalt sei: „Er ist eine Gegenfigur zu fast allen Politikern heute. Ein Mensch, der tatsächlich das Gemeinwohl und nicht nur seine eigenen Interessen, also die der eigenen Kirche vertritt, wie etwa sein bedingungsloser Einsatz in der Frage des Klimawandels zeigt.“

In seinem spannenden, aufwühlenden Franziskus-Porträt zeichnet Wenders das Oberhaupt der katholischen Kirche als einen Mann, der die Herausforderungen seines „Lieblingsheiligen“ Franz von Assisi ernst nimmt und sich vor allem für zwei Prozesse der Umkehr einsetzt: für die Abwendung von einer Macht- und Prachtkirche hin zur Solidarität mit den Armen („Solange eine Kirche ihre Hoffnung daraufsetzt, reich zu sein, ist Jesus nicht darin zuhause!“), und für die gesellschaftliche Abkehr von der Naturzerstörung hin zu einem bewahrenden Umgang mit der Schöpfung – im Geist jener gesc

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