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Der Dieb von Bagdad

Montag, 25.05.2020

Ein Stummfilm-Abenteuer nach "1001 Nacht" mit Douglas Fairbanks - bis 22.8. in der arte Mediathek

Diskussion

Als Abenteuerepos setzte der Stummfilm „Der Dieb von Bagdad“ (1924) mit seinen gigantischen Kulissen, verblüffenden Effekten und der Spielfreude von Douglas Fairbanks Maßstäbe für die filmische Inszenierung orientalischer Wunderwelten. Vorangetrieben durch die Akrobatik seines Stars, verdienen die Sprache der Sets und die Außenseiterthematik nicht weniger Beachtung. Der Film steht bis August in der arte-Mediathek.


Eingefärbt in monochrome Farben erscheint eine exotisch erhöhte Traumlandschaft auf der Leinwand. Magische Seile, aus Bodenfallen springende Tiger, Feuerlandschaften und natürlich ein fliegender Teppich. Zeitlose Ortlosigkeit erscheint aus dem Stoff der Fantasie. Die ins Unendliche strebenden Kulissen verzaubern in geometrischen Abstraktionen, alles wirkt wie aus einem Traum, bevor es Traummaschinen gab. Doch was ist das? Ein Mann hüpft und springt und spielt mit seinen Muskeln inmitten dieser Welt. Seine dem Einmaleins der Stummfilmgrammatik entnommenen Gesten neigen ins Lächerliche, und doch klebt die Kamera an ihm, ja, scheinen all diese wundersamen Bauten nur für seinen Körper errichtet.

Für den Dreh wurde ein ungekannter Aufwand betrieben.
Für den Dreh wurde ein ungekannter Aufwand betrieben.

Es gibt zwei Stars in „Der Dieb von Bagdad“ von Raoul Walsh. Der eine Star ist das Szenenbild von

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