Thomas Klein

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Ein Interview mit Bettina Böhler

Bettina Böhler ist seit mehreren Jahrzehnten eine der einflussreichsten deutschen Filmeditorinnen. Sie hat die „Berliner Schule“ mit ihrer Arbeit wesentlich mitgeprägt. Allein für Christian Petzold montierte sie zwölf Filme. „Transit“ gehört zu ihren Meisterwerken. Ein filmisches Erzählexperiment, das die Montage vor extreme Herausforderungen stellte.

Von Thomas Klein

Im Schneideraum von "Babylon Berlin"

An den aufregenden Abenteuern von Geron Rath und Charlotte Ritter haben nicht nur drei Regisseure, sondern auch drei Schnittmeister intensiv gearbeitet. Im Gespräch skizzieren die drei EditorenAlexander Berner, Claus Wehlisch und Antje Zynga die besonderen Herausforderungen diese Mammutprojekts, gemeinsam eine Struktur und einen Rhythmus zu finden.

Das Gespräch führte Thomas Klein

Ingmar Bergman und das Theater

Als Zwölfjähriger erlag Ingmar Bergman der Magie des Theaters. In seinen Memoiren hat er den Moment der Verwandlung eines Schauspieler in die Figur eines Offiziers genau geschrieben,  anlässlich einer Aufführung von August Strindbergs "Traumspiel". Dieser Moment der Transformation hat ihn zeitlebens nicht mehr losgelassen. In seinen Filmen finden sich viele Spuren davon.

Auf der Suche nach einer Schaukel

R504 Kolyma heißt die nach dem gleichnamigen Fluss benannte Fernstraße, die quer durch Ostsibirien von der Stadt Jakutsk zu der Hafenstadt Magadan an den Pazifik führt. Sie ist auch als Straße der Knochen bekannt, weil sie von den Sträflingen des Gulag erbaut wurde. Der Dokumentarfilmer Stanislaw Mucha erzählt in seinem Film „Kolyma“ von den Menschen, die heute dort leben. Ein Gespräch über das Filmemachen in Grenzsituationen.

Von Thomas Klein

Genau hinsehen

Bei der Pariser Weltklimakonferenz „COP 21“ im Dezember 2015 ging es um nicht weniger als die Rettung der Erde; am Ende wurde tatsächlich ein Durchbruch erzielt. Die unterzeichnenden Staaten verpflichteten sich, die globale Erwärmung im 21. Jahrhundert auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. In „Guardians of the Earth“ versucht Filip Antoni Malinowski die Verhandlungen und das historische Resultat durchsichtig zu machen.

In memoriam Stéphane Audran

Vor allem in den Filmen Claude Chabrols schrieb die Schauspielerin Stéphane Audran französische Kinogeschiche mit. Nun ist sie am 27. März im Alter von 85 Jahren gestorben.

Die Notlüge

Eine lustvolle Dekonstruktion des Beziehungschaos eines erfolgreichen Medienmannes, mit Josef Hader und Pia Hierzegger, inszeniert von Marie Kreutzer. Die an klassischen Vorbildern geschulte Verwechslungskomödie treibt das Geschehen in immer absurdere Höhen; neben ausgefeilten Dialogen trumpft die Farce insbesondere durch ein brillantes Ensemble auf.

Zu sehen in: Das Erste, am Mittwoch, 24.1., 20.15-21.45 Uhr.