Michael Ranze

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Im Chaos von Mumbai

Der indische Regisseur Ritesh Batra wurde 2013 mit seinem Spielfilm-Debüt „Lunchbox“ international bekannt. Sein aktueller Film „Photograph“ (Kinostart: 8.8.) erzählt von der Begegnung einer Frau und eines Mannes in Mumbai über den Graben sozialer Unterschiede hinweg. Im Interview berichtet Batra, wie es ihm gelungen ist, den typischen Bollywood-Stoff realitätsnah zu erden.

Von Michael Ranze

„Liebe entsteht aus Respekt“

Der 1984 in Berlin geborene Regisseur Ilker Çatak erweist sich in seinem zweiten Spielfilm „Es gilt das gesprochene Wort“ (Kinostart am 1.8.) einmal mehr als aufmerksamer und präziser Filmemacher: Mit scheinbarer Leichtigkeit erzählt er von der deutschen Pilotin Marion und einem jungen Türken, aus deren Scheinehe sich echte Leidenschaft entwickelt. Ein Gespräch über einen besonderen Liebesfilm.

Von Michael Ranze

54. Filmfestival von Karlovy Vary

Familien und andere Katastrophen: Der Wettbewerb beim 54. Filmfestival in Karlovy Vary (28.6.-6.7. 2019) kreiste um marode Familienstrukturen und familiäre Entfremdung. Mit dabei: „Lara“ von Jan-Ole Gerster, deren Hauptdarstellerin Corinna Harfouch als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde.

Spiel mit der Zeit

In seiner Jugend stand der englische Regisseur Danny Boyle eher auf David Bowie und Led Zeppelin, obwohl er die Songs der Beatles durchaus schätzte. In der Musical-Komödie „Yesterday“ (startet am Donnerstag im Kino) erschließt er die Songs der Vier aus Liverpool jetzt aber auf eine Weise, wie es keiner vor ihm gewagt hat: als eine Art Karaoke-Version. Ein Gespräch über musikalische Ikonen, Ruhm und Romantik.

Das Gespräch führte Michael Ranze

Mit dem Kino über die Vergangenheit sprechen

Der Regisseur und Drehbuchautor Radu Jude hat sich mit Filmen wie „Aferim!“ und „Scarred Hearts“ zu einer international wahrgenommenen Stimme des rumänischen Autorenfilms entwickelt. In seinem aktuellen Film  „Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren in die Geschichte eingehen“ geht es auf hintersinnige Weise um Rumäniens Verwicklung in den Holocaust und dessen Verdrängung.

Ein Interview von Michael Ranze

„Man muss etwas riskieren“

In der Tragikomödie „Edie – Für Träume ist es nie zu spät“ porträtiert der Brite Simon Hunter eine 83-jährige Frau, die sich den Wunsch erfüllen will, den Mount Suilven in den schottischen Highlands zu besteigen. Der Film über einen späten Emanzipationsakt ist auch eine Hommage an seine Hauptdarstellerin, die gefeierte Theatermimin Sheila Hancock. Ein Gespräch über die Herausforderungen der Dreharbeiten, die Rolle der schottischen Landschaft und den Einbruch des Magischen.

Von Michael Ranze

Die beste Rache ist keine Rache

„Was gucke ich mir da denn an? Und warum?“ Diese Frage hat sich Regisseur Sven Taddicken beim Schnitt von „Das schönste Paar“ (ab Donnerstag im Kino) immer wieder gestellt. Es geht um ein Paar, das während des Sommerurlaubs einen brutalen Überfall erlebt, bei dem die Frau vergewaltigt wird. Der Film handelt davon, wie die beiden im Nachhinein mit der Traumatisierung umgehen. Ein Gespräch über Zeigbares und Unzeigbares, sichere Räume für Schauspieler und toxische Männerbilder.