Michael Ranze

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Wo bin ich in dem anderen?

Seit den 1990er-Jahren ist Moritz Bleibtreu ein vielbeschäftigter Schauspieler, mit dem filmischen Verwirrspiel „Cortex“ gibt er nun sein Regiedebüt – ein labyrinthisches Drama mit zahllosen Verweisen auf Filmvorbilder und fließenden Grenzen zwischen Wirklichkeit und Traum. Ein Gespräch über Filme, die sich nicht selbst erklären, konsequentes Rückwärtsgehen und den Schlaf als das ultimative Kino.

Das Gespräch führte Michael Ranze

Albtraum einer Mutterschaft - Katrin Gebbe über "Pelikanblut"

Im Jahr 2013 debütierte die deutsche Regisseurin Katrin Gebbe mit dem kontrovers aufgenommenen Drama „Tore tanzt“. Jetzt folgt mit „Pelikanblut“ ein vergleichbar herausforderndes Werk. Die Geschichte einer Frau, die mit wachsender Obsession ihre verhaltensauffällige Adoptivtochter zu retten versucht, setzt erneut auf Horrormotive und versagt sich einfachen Lösungen. Ein Gespräch über die Arbeit jenseits von Schubladendenken.

Das Gespräch führte Michael Ranze

„Man wird nicht Marie Curie, wenn man nett ist“: Marjane Satrapi über ihren neuen Film

Schon als Kind habe sie die Physikerin und Chemikerin Marie Curie bewundert, verrät die Regisseurin Marjane Satrapi im Interview. In ihrem neuen Film sucht die 1969 geborene iranisch-französische Filmemacherin und Comiczeichnerin einen Zugang zu der Wissenschaftlerin jenseits klassischer Filmbiografien, der ihr Wirken in Beziehung setzt zu den historischen Folgen.

Das Gespräch führte Michael Ranze

Die Lust an der Verwandlung: Im Gespräch mit Paula Beer

Jede neue Rolle beginnt für die Schauspielerin Paula Beer mit einer kleinen Krise und der Furcht vor dem Sprung ins Unbekannte. Die Lust an der Verwandlung, die Neugier und das Verlangen, in die Haut einer anderen zu schlüpfen, nicht sich, sondern die Figur zu spielen, ist gleichzeitig aber auch das, was sie beflügelt. Ab Donnerstag, 2. Juli, lockt sie als moderne „Undine“ in Christian Petzolds gleichnamigem Film.

Das Gespräch führte Michael Ranze

Des Kinos Schmuddelkinder

Es schert sich nicht um handwerkliche Qualitätskriterien, um inhaltliche Tabus und den guten Geschmack: das sogenannte Trash-Kino. Für die Filmkritik war es lange „für die Tonne“; mittlerweile haben indes viele der einst als Trash oder Exploitation geschmähten Werke Kultstatus. Ein Überblick über ein Genre, das nur eine Regel kennt: keine Regeln zu akzeptieren!

Von Michael Ranze

James Bond: Motorlegenden

007-Fans, die sich auf den für Anfang April angekündigten Kinostart des neuesten Bond-Films „Keine Zeit zu sterben“ gefreut hatten, wurde durch die Covid19-Pandemie ein Strich durch die Rechnung gemacht und der Start ins Spätjahr verschoben. Trösten kann man sich mit einem neuen Filmbuch, das kenntnisreich und unterhaltsam einem wichtigen Bond-Accessoire huldigt: den Autos, die 007 durch die Kinogeschichte gefahren haben.

Von Michael Ranze

Berlinale 2020: Kampf ums Überleben - King Vidor

Die Retrospektive der 70. „Berlinale“ (20.2.-1.3.2020) gilt dem US-amerikanischen Regisseur King Vidor (1894-1982). In seinen mehr als 50 Filmen, von denen in Berlin 35 gezeigt werden, nutzte der vielseitige Filmemacher virtuos die Mittel des Studiosystems, ohne sich künstlerisch vereinnahmen zu lassen. Seine Werke verbinden Unterhaltsamkeit mit Realismus, humanistisch und religiös gefärbte Sozialkritik mit einer oft optimistischen Haltung.

Von Michael Ranze