Wolfgang Hamdorf

385 Beiträge gefunden.

Es ist nie zu spät, Bäume zu pflanzen - Volker Schlöndorff

„Der Waldmacher“ (Kinostart: 7.4.) ist der erste abendfüllende Dokumentarfilm von Volker Schlöndorff. Er begleitet den Australier Tony Rinaudo, der 2018 mit dem „Alternativen Nobelpreis“ ausgezeichnet wurde, bei seinen Aktionen in Afrika gegen die Ausbreitung der Wüsten und gegen die Verelendung der Bevölkerung. Dabei hat er ein faszinierendes Porträt eines Kontinents im Umbruch geschaffen.

Das Gespräch führte Wolfgang Hamdorf

Sich weißer machen - Jayro Bustamante

Sein Debütfilm „Ixcanul“ brachte dem guatemaltekischen Regisseur Jayro Bustamante bei der "Berlinale" 2015 auf Anhieb einen "Silbernen Bären" ein.In seinem Nachfolgerfilm „Das Beben“ geht es um einen Familienvater, der sich in einen Mann verliebt und dafür Gattin und Kinder verlässt. Das will seine Familie aber auf keinen Fall akzeptieren; zusammen mit einer evangelikalen Glaubensgemeinde will sie ihn auf den „Pfad der Tugend“ zurückbringen.

Das Gespräch führte Wolfgang Hamdorf

Vincenzo Bugno und der "World Cinema Fund Day"

Seit mehr als 17 Jahren unterstützt der „World Cinema Fund“ der „Berlinale“ Filmprojekte aus dem „globalen Süden“, also aus Afrika, Asien und Lateinamerika, durch Produktions- und Verleihförderung. Einmal im Jahr lädt die Denkfabrik zum öffentlichen „World Cinema Fund Day“ nach Berlin. In diesem Jahr fand er nur als Online-Veranstaltung statt.

Das Interview führte Wolfgang Hamdorf

Carla Simón im Interview zu ihrem Film „Alcarràs“

Schon ihr Filmdebüt „Fridas Sommer“ heimste viele Preise ein, auch den Nachwuchspreis der „Berlinale“. Jetzt hat die 35-jährige spanische Regisseurin Carla Simón mit „Alcarrás“ den „Goldenen Bären“ gewonnen. Den Preis widmete sie „all den Menschen und den Familien, die auf dem Land hart arbeiten, damit wir Lebensmittel bekommen. Mit diesem Film möchte ich meinen Respekt für ihre Arbeit ausdrücken.“

Das Interview führte Wolfgang Hamdorf

Modernisierte braune Mythen - Felix Moeller zu „Jud Süß 2.0“

Felix Moeller hat sich in Büchern wie „Der Filmminister“ (1998) und Filmen wie „Harlan - Im Schatten von ‚Jud Süß‘“ oder „Verbotene Filme“ (2014) wiederholt mit der Filmpropaganda der NS-Zeit auseinandergesetzt. In seinem Dokumentarfilm „Jud Süß 2.0 – Vom NS- zum Online-Antisemitismus“, der derzeit in der arte-Mediathek zu sehen ist, analysiert er aktuellen Antisemitismus, judenfeindliche Hetze und Verschwörungskonstrukte im Internet.

Von Wolfgang Hamdorf

Der Blender - Vanessa Lapa

In seinem 1969 erschienenen Buch „Erinnerungen“ entwarf der NS-Rüstungsminister Albert Speer das Selbstbild eines „guten Nazis“, der in schwierigen Zeiten lediglich schwierige Entscheidungen getroffen habe. Die israelische Filmemacherin Vanessa Lapa demaskiert diesen Mythos in „Speer Goes to Hollywood“, indem sie die Tonbänder mit Interviews von Speer und dem US-Drehbuchautor Andrew Birkin zum Sprechen bringt, die entstanden, als Paramount Speers Memoiren verfilmen wollte.

Von Wolfgang Hamdorf

San Sebastián 2021 - Ein Sieg der Frauen

Das 69. Filmfestival in San Sebastián feiert den Unterschied. Die Jury war mehrheitlich weiblich besetzt, im Wettbewerb liefen sieben Filme, die von Frauen inszeniert wurden, und auch der Hauptpreis ging an einen davon: an „Blue Moon“ der rumänischen Regisseurin Alina Grigore. Am meisten Eindruck aber hinterließ das Drama „Maixabel“ von Icíar Bollaín über den Dialog der Opfer des baskischen Terrors mit den Tätern.

Von Wolfgang Hamdorf