Felicitas Kleiner

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Venedig 2022: Wachsen lassen

Zum Festivalende bot die 79. „Mostra“ mit der Serie „Copenhagen Cowboy“ von Nicolas Winding Refn noch einmal eine illustre Premiere, bevor am Samstag dann Laura Poitras’ „All the Beauty and the Bloodshed“ als Siegerfilm triumphierte. Ein Rückblick auf ein bewegtes Festival, das um eine Haltung zu aktuellen Krisen rang und nicht zuletzt das Prinzip Hoffnung feierte.

Von Felicitas Kleiner

Laura Poitras gewinnt in Venedig

Zum Abschluss der 79. Filmfestspiele von Venedig sind am 10. September die Preise verliehen worden. Die internationale Jury unter Vorsitz der US-amerikanischen Schauspielerin Julianne Moore zeichnete den Dokumentarfilm „All the Beauty and the Bloodshed“ von Laura Poitras aus. Die katholische SIGNIS-Jury ehrte den Film „Chiara“ von Susanna Nicchiarelli. Eine Übersicht über die Preise der 79. Mostra.

Von Felicitas Kleiner

Venedig 2022: Das Gift des „male gaze“

Kurz vor Festivalende feierte Andrew Dominiks Film „Blond“ in Venedig Premiere. Auf der Basis des gleichnamigen Romans von Joyce Carol Oates’ imaginiert der Film das Leben und Sterben von Marilyn Monroe. Rund um Hauptdarstellerin Ana de Armas entfaltet sich weniger ein Biopic als vielmehr ein phantasmagorischer Albtraum über strukturelle Misogynie im klassischen Hollywood.

Von Felicitas Kleiner

Venedig 2022 - Liebesleben

Der japanische Regisseur Kôji Fukada, der mit „Love Life“ erstmals im Wettbewerb des Filmfestivals in Venedig antritt, könnte den Filmen von Darren Aronovsky oder Martin McDonagh den „Goldenen Löwen“ streitig machen; denn „Love Life“ ist bislang der eindeutige Höhepunkt des Wettbewerbs. Doch auch die britische Regisseurin Joanna Hogg brilliert mit der sanften Geistergeschichte „The Eternal Daughter“.

Von Felicitas Kleiner

Venedig 2022 - "Aus meiner Haut"

In der Sektion „Settimana della critica“ läuft bei den 79. Filmfestspielen in Venedig als einziger deutscher Beitrag der Film „Aus meiner Haut“ von Alex Schaad. Der schillernde Film erzählt eine gewagte Liebesgeschichte mit einem fantastischen Twist, womit nicht nur Geschlechteridentitäten thematisiert werden, sondern auch das Verhältnis von Vertrautheit und Befremden neu durchdacht wird. In den Hauptrollen überzeugen Mala Emde und Jonas Dassler.

Von Felicitas Kleiner

Venedig 2022 - Von der Macht verführt

Nach einem etwas verwackelten Start hat sich das 79. Filmfestival in Venedig zum ersten Wochenende hin warmgelaufen. Die Fans dürfen auf dem Lido ohne Corona-Beschränkungen auf Autogrammjagd gehen, die Filme bewegen sich auf einem ansprechenden Level. Besonders „Bones and All“ von Luca Guadagnino, „Tár" von Todd Field und „Un Couple“ von Frederick Wiseman stachen hervor.

Von Felicitas Kleiner

Venedig 2022 - Die Stigmatisierten

In „Padro Pio“ geht es dem US-amerikanischen Regisseur Abel Ferrara weniger um den italienischen Volksheiligen und seine Stigmata; er setzt den umstrittenen Kapuzinermönch vielmehr in Beziehung zu einem Massaker im Oktober 1920 an dessen Wirkungsstätte San Giovanni Rotondo, bei dem Anhänger der sozialistischen Partei nach einer gewonnenen Wahl von Polizeimilizen getötet wurden.

Von Felicitas Kleiner