Titanic (1997)

Liebesfilm | USA 1997 | 192 Minuten

Regie: James Cameron

Die Neuverfilmung des mythisch besetzten Stoffes vom Untergang des Passagierschiffes "Titanic" schildert anhand einer Klassenschranken übergreifenden Liebesgeschichte zwischen einem Maler und einer jungen Frau aus der Upper-Class die viertägige Jungfernfahrt des englischen Luxusliners. Trotz einer fast manischen Fixierung auf eine möglichst originalgetreue Rekonstruktion des Schiffes und seiner Interieurs sowie des gigantischen Aufwandes entstand dabei mehr als ein Kostüm- und Katastrophenfilm: Der angenehm ruhige Rhythmus, teilweise herausragende Schauspieler sowie die kunstvolle Kameraarbeit lassen das Epos zu einer berührenden Love-Story werden. (Für die Fernsehfassung kappte RTL das Scope-Bild und zerstörte dabei instinktlos den visuell so hervorragenden Eindruck des Films.) - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
TITANIC
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1997
Regie
James Cameron
Buch
James Cameron
Kamera
Russell Carpenter
Musik
James Horner
Schnitt
Conrad Buff · James Cameron · Richard A. Harris
Darsteller
Kate Winslet (Rose DeWitt Bukater) · Leonardo DiCaprio (Jack Dawson) · Billy Zane (Cal Hockley) · Kathy Bates (Molly Brown) · Bill Paxton (Brock Lovett)
Länge
192 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Liebesfilm | Katastrophenfilm

Heimkino

Die Standard-Edition (von 1999) enthält keine nennenswerten Extras. Die mustergültige Collectors Edition (4 DVDs) enthält eine Fülle von Bonusmaterial, das dem Film auch filmhistorisch gerecht wird. Zu erwähnen sind drei Audiokommentare des Regisseurs, der Produktionsleiterin Rae Sanchini und des Executive Producer John Landau sowie der Historiker Dan Lynch und Ken Marschall; ein alternativer Filmschluss (9 Min.) sowie 29 im Film nicht verwendete Szenen (45 Min.) sind vom Regisseur optional kommentierbar. Zudem finden sich Kurzfeatures zur Genese des Films sowie zwei mehr auf Unterhaltung ausgerichtete TV-Dokus der Privatsender HBO und FOX-TV. Auf den ersten beiden DVDs der Edition findet sich der Film mit aufwändig remastertem Scopebild sowie Dolby Digital und dts 6.1-Ton in zwei Teile aufgeteilt. Zeitgleich veröffentlichte der Anbieter eine Special Edition (2 DVDs), auf der lediglich die Audiokommentare und das alternative Ende enthalten ist. Die Collectors Edition ist mit dem Silberling 2005 ausgezeichnet. Die Blu-ray enthält weitestgehend die Extras der Collectors Edition.

Verleih DVD
Fox (2.30:1, DS engl., DD.5.1 dt.); Special- & Collectors Edition: Fox (16:9, 2.35:1, DD6.1 engl./dt., dts6.1 dt.)
Verleih Blu-ray
Fox (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl, dts dt.)
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Diskussion

Der Untergang des englischen Luxusliners "R.M.S. Titanic" am 15. April 1912 löste in der westlichen Welt eine Erschütterung aus, die sich heute ähnlich schwer nachempfinden lässt wie die Reaktionen auf das Erdbeben von Lissabon im Jahr 1755. Beide Katastrophen markierten das Ende eines kollektiven Traums - den Glauben an die Vorsehung Gottes bzw. an die Allmacht der Technik. Der Schock über das Verglühen der amerikanischen Raumfähre "Discovery" war dagegen eine vergleichsweise sentimentale Marginalie, vielleicht auch, weil das Unglück Tage später bereits von anderen Schreckensbildern überlagert wurde. Am Beginn des 20. Jahrhunderts aber schlug die Nachricht von der Havarie der Titanic wie eine Bombe ein: Vier Tage nach dem Stapellauf versank der stählerne Riese, der wegen seiner wasserdichten Schotten als unsinkbar galt, nach einer Kollision mit einem Eisberg in den Fluten des Atlantiks. Mehr als 1500 der insgesamt über 2200 Menschen an Bord fanden den Tod. Die Fülle der Spekulationen, Theorien und Mythen, die sich binnen Kurzem um das gekenterte "Schiff der Träume" rankten oder in Romanen, Filmen und Opern wilde Blüten trieben, bezeugt eindrucksvoll das emotionale und intellektuelle Nachbeben der tragischen Jungfernfahrt. Selbst in der Gegenwart ist das Interesse an den Umständen des Unfalls nie ganz verschwunden: Als 1985 das Wrack von einem Forscherteam

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