Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen

Abenteuerfilm | Deutschland 2016 | 102 Minuten

Regie: Andreas Dresen

Ein lebensfroher 13-jähriger Arbeiterjunge mit ansteckendem Lachen muss im Berlin der 1920er-Jahre den Tod seines Vaters verkraften, die Lieblosigkeit seiner Stiefmutter erdulden und die Häme Gleichaltriger erleiden. Als ihm ein dämonischer Baron sein Lachen für den Preis, dass er ab sofort jede Wette gewinnt, abkauft, wendet sich das teuflische Handelsbündnis bald gegen ihn. Unterhaltsame Verfilmung des Kinderromans von James Krüss als aufwändiges Ausstattungs- und Kulissenkino, das die märchenhafte Geschichte zum mitunter entfesselten Katastrophenszenario weitet. Die Fabel um wahre Werte und Tugenden erweist sich dabei als widerstandsfähig, doch fehlt es dem kalkuliert entworfenen „Family Entertainment“ am entscheidenden Quantum Charme. - Ab 10.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2016
Regie
Andreas Dresen
Buch
Alexander Adolph
Kamera
Michael Hammon
Musik
Johannes Repka
Schnitt
Jörg Hauschild
Darsteller
Arved Friese (Timm Thaler) · Justus von Dohnányi (Baron Lefuet) · Axel Prahl (Behemoth) · Andreas Schmidt (Belial) · Jule Hermann (Ida Bebber)
Länge
102 Minuten
Kinostart
02.02.2017
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 10.
Genre
Abenteuerfilm | Familienfilm | Literaturverfilmung

Heimkino

Die Edition enthält eine Audiodeskription für Sehbehinderte. Die Extras umfassen u.a. ein ausführliches „Making of“ (29 Min.) sowie ein Feature mit drei im Film nicht verwendeten Szenen (3 Min.).

Verleih DVD
Constantin (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.)
Verleih Blu-ray
Constantin (16:9, 2.35:1, dts-HDMA dt.)
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Diskussion
„Kennt ihr eigentlich Seebühl? Nein? Nicht? Merkwürdig – keiner, den man fragt, kennt Seebühl!“ So begann Erich Kästner seinen Kinderroman „Das doppelte Lottchen“, und mit ähnlich hintergründigem Charme trat er höchstpersönlich als Erzähler 1950 in der Verfilmung auf. Auch „Timm Thaler“ greift auf einen Erzähler zurück, auf Joachim Król, und nicht nur durch ihn und seinen Sprechduktus glaubt man sich in Andreas Dresens Film häufiger in einer Kästner-Verfilmung als in der Adaption des Kinderromans von James Krüss. Der erschien 1962 und wurde 17 Jahre später als 13-teilige Fernsehserie zum „Straßenfeger“, wobei sie sich manche erzählerische Freiheit gegenüber der Vorlage erlaubte. Beibehalten hatte sie die Frachtschiffsreise, die es in Dresens aufwändiger Neuverfilmung nun nicht mehr gibt, während ein Handlungsort bedeutsamer wird, der auch bei Kästner stets aufta

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