Wir - der Sommer, als wir unsere Röcke hoben und die Welt gegen die Wand fuhr

Drama | Belgien/Niederlande 2018 | 90 Minuten

Regie: Rene Eller

Vier Jungs und vier Mädchen aus „gutem Hause“ erleben an der belgisch-niederländischen Grenze einen rauschhaften Sommer, der in einer verhängnisvollen Mischung aus sexueller Neugier, Pornografie, Ruhmsucht und Rebellion zunehmend außer Kontrolle gerät und schließlich auf immer zynischere und gewalttätigere Weise eskaliert. Das brillant fotografierte, versiert geschnittene und mitreißend erzählte Drama beginnt als zutiefst verstörende Milieu- und Psychostudie, verliert sich aber zunehmend in einem Wirrwarr oberflächlicher Genreversatzstücke und reißerischer Schockeffekte.

Filmdaten

Originaltitel
WIJ
Produktionsland
Belgien/Niederlande
Produktionsjahr
2018
Regie
Rene Eller
Buch
Rene Eller
Kamera
Maxime Desmet
Musik
Colin Stetson
Schnitt
Wouter van Luijn
Darsteller
Pauline Casteleyn (Liesl) · Aimé Claeys (Thomas) · Gaia Sofia Cozijn (Sarah) · Axel Daeseleire (Martin, Vater von Thomas) · Vincent de Boer (Geschichtslehrer)
Länge
90 Minuten
Kinostart
16.05.2019
Genre
Drama
Diskussion

Acht Jugendliche aus „gutem Hause“ erleben einen rauschhaften Sommer, der in einer verhängnisvollen Mischung aus sexueller Neugier, Pornografie, Ruhmsucht und Rebellion zunehmend außer Kontrolle gerät.

Es sind Bilder von klarer, kalter Schönheit, mit denen der niederländische Regisseur René Eller seinen Spielfilmerstling eröffnet. Die Kamera gleitet über die Landschaft an der belgisch-niederländischen Grenze wie ein Kopierer über ein Stück Papier. Wiesen und Felder werden aus der Drohnenperspektive als gestochen scharfe, perfekt kadrierte Panoramen gescannt; man sieht ein gigantisches Containerterminal und immer wieder Straßen, schnurgerade Autobahnen. Auf ihnen ist einer der jugendlichen Protagonisten unterwegs, in einem der austauschbaren Autos, eingesperrt, ferngesteuert, auf dem Weg in eine vorgegebene Zukunft.

Bevor er dort ankommt, ist aber noch einmal Sommer. Eine Teenager-Clique von vier Jungs und vier Mädchen um die 18, allesamt aus gutbürgerlichen Elternhäusern, brechen aus, schwingen sich auf ihre Fahrräder, verbringen die Ferien in einem alten Wohnwagen mitten in der Natur, lassen am Steg eines abgelegenen Badesees die Füße ins Wasser baumeln und ihren überkochenden Hormonen freien Lauf. Die Kamera von Maxime Desmet begleitet sie auf Augenhöhe, taucht

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