Guest of Honour

Drama | Kanada 2019 | 104 Minuten

Regie: Atom Egoyan

Eine auf mehreren Zeitebenen erzählte Geschichte einer komplexen Vater-Tochter-Beziehung: Eine Frau spricht vor der Beerdigung ihres Vaters, der fürs Gesundheitsamt arbeitete und die Hygiene-Standards in Restaurants kontrollierte, mit einem Priester, der die Beerdigug durchführen soll. Dabei gibt sie Einblicke die Persönlichkeit des Vaters und in ihre gemeinsame Geschichte, die von einem tiefen Bruch überschattet ist: Die junge Frau, die als Lehrerin arbeitete, nahm vor dem Tod des Vaters unschuldig eine von ihr selbst durch Verschweigen der Wahrheit provozierte mehrjährige Haftstrafe wegen angeblicher sexueller Übergriffe auf zwei Schüler auf sich, was ihr Vater nie verstehen konnte. Der Film enthüllt, indem er achronologisch verschiedene Ereignisse aus dem Leben von Vater und Tochter verwebt, schichtweise die Gründe hinter dem Betrafungsbedürfnis der Frau und setzt dabei Stück für Stück das Mosaik einer Tragödie zusammen, in der die Entfremdung der Tochter vom Vater wurzelt. Ein raffiniert konstruiertes, spannendes Drama, das auf mehreren Ebenen mit dem Motiv der Fremdheit und des Unverständnisses zwischen Menschen arbeitet, ohne angesichts der vielen Erzählfäden den Fokus zu verlieren. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
GUEST OF HONOUR
Produktionsland
Kanada
Produktionsjahr
2019
Regie
Atom Egoyan
Buch
Atom Egoyan
Kamera
Paul Sarossy
Musik
Mychael Danna
Schnitt
Susan Shipton
Darsteller
David Thewlis (Jim) · Laysla De Oliveira (Veronica) · Luke Wilson (Father Greg) · Rossif Sutherland (Mike) · Sima Fisher (Gefangene)
Länge
104 Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama
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