We Have Always Lived in the Castle

Drama | USA 2018 | 95 Minuten

Regie: Stacie Passon

Nach einer Familientragödie leben zwei Schwestern mit ihrem Onkel abgeschieden in ihrem großzügigen Familienschloss in der schottischen Provinz. Ihr eingespieltes Leben gerät durcheinander, als ein gutaussehender Cousin auftaucht und die Rolle eines Familienoberhaupts beansprucht. Die Romanadaption besticht durch ihre Themenvielfalt, wirkt stilistisch aber epigonenhaft. So vermag sie die Komplexität aus Obsessionen und Traumata, asozialem Verhalten und der Fixierung auf Vergangenes nicht angemessen zu entfalten. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
WE HAVE ALWAYS LIVED IN THE CASTLE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2018
Regie
Stacie Passon
Buch
Mark Kruger
Kamera
Piers McGrail
Musik
Andrew Hewitt
Schnitt
Ryan Denmark
Darsteller
Taissa Farmiga (Merricat Blackwood) · Alexandra Daddario (Constance Blackwood) · Crispin Glover (Onkel Julian) · Sebastian Stan (Charles Blackwood) · Paula Malcomson (Helen Clarke)
Länge
95 Minuten
Kinostart
03.10.2019
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Literaturverfilmung | Thriller

Das Arrangement einer begüterten Zweckgemeinschaft, die sich nach einer Familientragödie auf ihrem Schloss in der schottischen Provinz eingerichtet hat, wird durch einen Cousin über den Haufen geworfen, der die Geschicke aus Eigennutz in neue Bahnen lenken will.

Diskussion

Man nehme eine idyllische Landschaft, stelle ein paar Retro-Objekte hinein, durchstrahle sie mit milchigem Licht: Schon ist ein Sehnsuchtsraum geschaffen, wo Fantasien vom einfachen Leben geradezu gespenstisch aufblühen können. Dass das Landleben aber keineswegs so sanft und so friedlich abläuft, wie es der erste Anschein vorgaukeln will, führt „We Have Always Lived in the Castle“ plastisch vor Augen. Er bedient diese Sehnsüchte, unterhöhlt sie jedoch im Laufe der sich zuspitzenden Handlung, in der beiläufig die Wahrheit ans Tageslicht kommt.

Jeden Dienstag hetzt die 18-jährige Merricat Blackwood mit ihrer Einkaufstasche durch den Wald ihres Grundstücks. Dessen saftgrünes Leuchten spottet dem schockgefrorenen Leben, das sie mit ihrer älteren Schwester Constance und ihrem Onkel Julian auf dem stattlichen Familienanwesen Blackwood Castle führt. Es ist ihre Aufgabe, die Besorgungen im Dorf zu erledigen, da sich ihre Schwester seit einer Familientragödie nicht mehr aus dem Haus traut. Wegen Mordes an den Eltern und weiteren Verwandten war Constance vor Gericht gestanden, wo sie zwar freigesprochen wurde, in den Augen der Dorfbewohner aber zu Unrecht. Die beschimpfen die vermögenden Frauen und wären die vermeintlichen Hexen am liebsten für immer los.

Rituale geg

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