The Wrestler

31.5., 20.15-22.25, Servus TV

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Randy „The Ram“ Robinson (Mickey Rourke), der Titelheld des vierten Spielfilms von Darren Aronofsky, hat schon am Anfang seine besten Tage längst hinter sich: Zu Beginn streift die Kamera über alte Artikel, Plakate und Bilder von Kämpfen; Jahreszahlen verraten, dass der Ruhm aus den 1980er-Jahren herrührt. Doch Randy hat den Absprung nicht geschafft, seine Seele ist müde geworden, der Körper, sein Kapital, kaputt gegangen. Randy hustet, trägt ein Hörgerät, nimmt Augentropfen; seinen Körper hält er nicht nur mit hartem Training fit – längst müssen Drogen aller Art nachhelfen. Trotzdem steigt er weiter in den Ring, er braucht das Geld; selbst für die Miete im Trailerpark reicht es mitunter nicht.

Es ist eine eindringliche Passionsgeschichte, die Aronofsky und sein Hauptdarsteller schonungslos aufrollen – und doch noch eine Perspektive auf Änderung lassen: nach einem Herzinfarkt überdenkt Randy sein Dasein, sucht Zuflucht bei einer Stripperin und will sich mit seiner Tochter aussöhnen. Das mag als Läuterungsmär etwas klischeehaft sein; spannend ist der Film aber als äußerst genauer, streckenweise semidokumentarischer Einblick ins Wrestler-Milieu, vor allem aber dank Mickey Rourkes radikaler Performance. – Sehenswert ab 16.

Foto: StudioCanal

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