2001: Odyssee im Weltraum

Dienstag, 27.03.2018

Ein Blick zurück nach vorn: Das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt am Main wartet anlässlich des 50. Leinwandjubiläums mit einer Sonderausstellung zu Stanley Kubricks Science-Fiction-Klassiker (1968) auf. Anlass für eine Revision.

Diskussion

Er gehört 2018 zu den großen filmkulturellen Themen: Stanley Kubricks wegweisender Science-Fiction-Film „2001: Odyssee im Weltraum“, der nun seit fünfzig Jahren durch den popkulturellen Orbit kreist – seine Premiere feierte der Film im April 1968 in den USA; im September des Jahres kam er dann auch in den (west-)deutschen Kinos an. Die Ausstellung des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt/Main, die seit 21. März und noch bis 23. September unter dem Titel „Kubricks 2001. 50 Jahre A SPACE ODYSSEY“ den Klassiker würdigt, ist indes nur ein Teil der großangelegten Gesamtschau zum Phänomen Kubrick, die bereits 2011 im Filmmuseum zu sehen war und sich seitdem auf großer Tour durch diverse internationale Filmmuseen befindet. Dies sollte einem bewusst sein, wenn man die Präsentation angemessen würdigen möchte: Sie geht als „ausgekoppelter“ Teil der Gesamtschau recht unvermittelt in medias res und erschließt entsprechend wenig über Kubricks Leben und Werk vor „2001“. Was nicht von Nachteil sein muss, denn so steht der beschränkte, doch äußerst geschickt genutzte Raum im Filmmuseum ausschließlich der „Space Odyssey“ zur Verfügung, und das dazu Gebotene ist seinem Umfang und seiner Vielfältigkeit nach beeindruckend.

Starchild, originale Requisite aus 2001 Foto: Uwe Dettmar, Quelle: Deutsches Filminstitut

Das Deutsche Filmmuseum hat sich ohnehin einen Namen für die sorgfältige wissenschaftliche Kubrick-Pflege in Deutschland und darüber hinaus gemacht (die Vernissage fand statt in Anwesenheit von Kubricks Stieftochter Katherina sowie von Jan Harlan, einem engen Mitarbeiter in Kubricks späteren Jahren). Dem mag es zu verdanken sein, dass die Ausstellung von einer reichen Auswahl an Originalmanuskripten, -briefen und -ausstattungsgegenständen aus dem Entstehungsprozess von „2001“ profitieren kann. So können die Besucher sowohl einen der Affenköpfe aus der Exposition des Films als auch den Raumfahrerhelm (den roten!), sowohl die Hamilton-X-01-Uhr als auch HAL 9000, den einzig echten und (un-)fehlbaren Bordcomputer, aus der Nähe bestaunen.

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