© Filmarchiv Austria (aus „1. April 2000“/Teil der Retrospektive „Stunde Null“)

Des Kinos Wunderhorn

Donnerstag, 02.04.2020

Ein Überblick über Anbieter von Filmkunstwerken, Experimental- und Dokumentarfilmen, die im Internet schon länger eine Nische für sich entdeckt haben.

Diskussion

Nun, da die Kinos geschlossen sind und man in den eigenen vier Wänden nach Fenstern in fremde Welten sucht, merkt man plötzlich, dass sich im Internet jenseits von Netflix & Co. viele neue Möglichkeiten eröffnen. Dort ist längst eine bunte Szene entstanden, die ein reiches, vielfältiges Angebot primär an Filmkunst, aber auch an Experimental- oder Dokumentarfilmen bereithält. Ein erster Versuch, sich einen Überblick zu verschaffen.


Jetzt, da die Kinos geschlossen sind, richtet sich die Aufmerksamkeit auf das Filmangebot im Internet. Spätestens jetzt ist der Augenblick, sich auch jenseits der großen Streaming-Tanker Netflix und Amazon einen Überblick zu verschaffen. Unzählige Festivals versuchen sich ja gerade an mehr oder weniger improvisierten Online-Ausgaben. Das Internationale Frauenfilm Festival hat seine Netz-Premiere soeben via Facebook absolviert; demnächst stehen goEast, DOK.fest München, die Kurzfilmtage Oberhausen und viele andere an. Doch auch jenseits der Festivals gibt es bei näherer Betrachtung einiges zu entdecken. Ohne dass dies bislang so richtig ins Bewusstsein gerückt wäre, ist ein reiches, vielfältiges Online-Angebot entstanden, das jetzt durch verschobene oder verlagerte Kinostarts einen weiteren Schub erhält. Das Folgende ist ein erster Versuch, sich einen Überblick zu verschaffen.


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Onlinefilm

Der Streaminganbieter Onlinefilm aus Bad Schwartau ist einer der großen unter den kleinen deutschen Anbietern. In Kooperation mit einer Reihe von Festivals, insbesondere aus dem Kurzfilmbereich, und mit Verleihern wie der Filmgalerie 451 deckt der Anbieter eine große Bandbreite von Filmen ab. Der Schwerpunkt liegt auf deutschen Produktionen, zeitlich vor allem ab etwa dem Jahr 2000. Innerhalb dieser Grenzen finden sich zahlreiche Perlen: frühe Filme von Thomas Arslan, einem der wichtigsten Vertreter der Berliner Schule, zahlreiche Filme von Maria Speth, deren „Madonnen“ (2007) völlig zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist, plus eine Riege unabhängiger Filmemacher und Filmemacherinnen wie Irene von Alberti (etwa „Der lange Sommer der Theorie“), Max Linz („Ich will mich nicht künstlich aufregen“) oder Tatjana Turanskyj („E

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