Fabian Tietke

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Die Kraft der Liebe

Frank Borzage (1894-1962) gehörte zu den produktivsten Regisseuren des Hollywood-Kinos. Seinen Ruhm erwarb er sich vor allem mit seinen Melodramen, in denen er Hohelieder auf die Gefühlswelten der „kleinen Leute“ sang, daneben bewährte er sich aber in unterschiedlichsten Genres und glänzte als sorgfältiger Milieuzeichner. Eine Retrospektive in Berlin ermöglicht nun die Wiederentdeckung des optimistischen Chronisten sozialer Verhältnisse.

Die Frauen waren dabei

Das neu erschienene Buch „Sie. Regisseurinnen der DEFA und ihre Filme“ trägt in vielen Einzel-Porträts und zwei DVDs mit Filmbeispielen der durchaus bedeutenden Rolle Rechnung, die Filmemacherinnen im Kino der DDR einnahmen. Zusammen mit einer kleinen Retrospektive im Berliner Zeughauskino ab dem 29. August zeichnet die Publikation ein komplexes Bild von Frauen in der vorrangig von Männern geleiteten DEFA.

Von Fabian Tietke

Visions of Iran

Im Iran entstehen jedes Jahr mehr als 100 Filme, von denen kaum je einer in die deutschen Kinos gelangt. Dem will das Kölner Festival „Visions of Iran“ (30.5.-2.6.) ein wenig Abhilfe schaffen, indem es eine interessante Auswahl aktueller iranische Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme zeigt, darunter auch Komödien, Action- und Kriegsfilme.

Von Fabian Tietke

Die Blicke der anderen

Der Blick auf die Bevölkerungsgruppen der Roma ist im Kino bis auf wenige Ausnahmen ein fremdbestimmter. Das diesjährige Symposium beim goEast-Festival in Wiesbaden erinnerte daran, dass die Film-Perspektiven auf die Roma aber durchaus vielfältig waren: Neben den Klischees von lustigen Exoten gab es ernsthafte Auseinandersetzungen mit Kultur und Lebensweise der Roma sowie kritische Werke über ihre Diffamierung und Ausgrenzung. Eine Begegnung mit erhellenden wie irritierenden Filmen.

Von Fabian Tietke

Tage des Glücks

Die 65. Kurzfilmtage in Oberhausen (1.-6. Mai) verbanden in bewährter Manier einen Überblick über die internationale Jahresproduktion von Experimentalfilmen mit Programmen, die nach persönlichen Vorlieben kuratiert werden. Ein Pas de deux, der jedes Jahr aufs Neue wunderbar funktioniert. Besonders schön blüten 2019 die Sonderprogramme.

Von Fabian Tietke