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Tatort - Der kalte Tod (Das Erste)

Mittwoch, 22.07.2020

7.8., 22.15-23.45, Das Erste

Diskussion

Seit fast 31 Jahren ermittelt Ulrike Folkerts mittlerweile als „Tatort“-Kommissarin Lena Odenthal im pfälzischen Ludwigshafen, kein anderer Ermittler in der Krimi-Reihe war länger aktiv. Dabei schwankte die Qualität der bislang 71 Odenthal-Folgen zwar von Anfang an beträchtlich, doch gelang es immer wieder, auch herausragende Episoden zu Stande zu bringen.

Hierzu gehört insbesondere die 1996 erstmals ausgestrahlte Folge „Der kalte Tod“ unter der Regie von Nina Grosse. Drehbuchautor Sascha Arango brach in seinem „Tatort“-Einstand mit dem Muster des „Whodunits“ und präsentierte bereits am Anfang des Films einen der eindrücklichsten Täter in der Geschichte: Der Pathologe Professor Sorensky, großartig gespielt von Matthias Habich, tötet eine Studentin, die ihn nach einem Verhältnis abserviert hat, lässt ihre Leiche verschwinden und legt Spuren, die auf den neuen Freund der Frau als Mörder hindeuten.

Bei den Ermittlungen präsentiert sich Sorensky gegenüber Lena Odenthal – hier erstmals mit ihrem Assistenten Kopper (Andreas Hoppe), im entscheidenden Moment aber auf sich gestellt – charmant, aber auch zutiefst von sich überzeugt und im Glauben, unantastbar zu sein – ein Psychoduell, das auch durch die Stärken von Inszenierung und Musik blendend funktioniert und in ein außergewöhnlich intensives Finale mündet. – Ab 16.

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