Julie Christie, Dirk Bogarde in „Darling“
Julie Christie, Dirk Bogarde in „Darling“ (© StudioCanal)

Darling

„British New Wave“-Klassiker um den Aufstieg eines ehrgeizigen Play-Girls in den 1960er-Jahren - bis 6.10. in der arte-Mediathek

Veröffentlicht am
08.09.2026 - 09:49:30
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Mitte der 1960er-Jahre wandelte sich das Kino weltweit, erprobte neue Filmformen und streifte die Tabus früherer Zeiten geballt ab. So kam es auch in Großbritannien zur „British New Wave“ mit jungen Regisseuren und frischen Darstellern, Drehs auf der Straße und einer zunehmenden Offenheit gegenüber bisher unterdrückten Themen. „Darling“ von John Schlesinger gehörte 1965 zu den Paradebeispielen für diese neue Tendenz, indem der Film über das modische Jet-Set-London en passant Sex, Homosexualität, Schwangerschaft, Abtreibung thematisch streift. Im Zentrum steht das attraktive Play-Girl Diana Scott (Julie Christie), ein Fotomodell mit Ambitionen. Als sie auf den Schriftsteller Robert (Dirk Bogarde) trifft, beginnt sie eine Affäre mit ihm, doch auf dem Weg nach oben benötigt sie noch weitere Hilfe. Die bietet ihr der clevere Marketingmanager Miles Brand (Laurence Harvey), der Diana die erste Filmrolle verschafft. Doch um in der High Society Fuß zu fassen, scheint nur ein echter Prinz (José Luis de Vilallonga) gut genug zu sein.

Formal beachtlich, unterliegt der Film bei der Abbildung der emotional entleerten Gesellschaft mitunter selbst der Oberflächlichkeit. So bleibt die kritische Tendenz etwas unklar, faszinierend ist der Film aber in der Darstellung des karrieresüchtigen Luders durch Julie Christie. Neben der Schauspielerin gewannen auch das Drehbuch von Frederic Raphael und die Kostüme von Julie Harris jeweils den „Oscar“. – Ab 16.

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