Der US-amerikanische Regisseur John Lee Hancock hat ein Händchen für Erfolgsstorys, in denen der amerikanische Traum beschworen wird. In "The Founder" aber nimmt er erstmals die Kehrseite der Geschäftstüchtigkeit satirisch aufs Korn. Denn nicht die Gründer von McDonald's, die Brüder Richard und Maurice, stehen im MIttelpunkt des sarkastischen Dramas, sondern ein ehrgeiziger Handlungsreisender, Ray Kric (Michael Keaton).
Als dieser im damals noch ländlichen San Bernardino auf die Brüder McDonald stößt, ändert sich sein Leben von einem Augenblick auf den anderen. Denn deren verblüffende Erfindung, 15-Cent-Hamburger innerhalb von 30 Sekunden zu grillen, mit Zutaten zu versehen und handlich verpackt auszuliefern, schlägt wie ein Blitz in Krocs Gehirn ein und lässt ihn nicht mehr los. Er erschleicht sich das Vertrauen der Brüder, ködert Investoren und baut mit harten Bandagen ein weltumspannendes Fast-Food-Imperium auf.
Dramaturgisch eher etwas bieder, demonstriert der Film mit Gusto, wie der skrupellose Geschäftsmann das auf naiver Ehrlichkeit gründende Provinzgeschäft zu einem Musterexemplar US-amerikanischer Geschäftstüchtigkeit ausbaut. - Ab 14.