Diagonale

Den „österreichischen Blockbuster“ beschwor die „Diagonale“-Intendantin Birgit Flos in ihrer Eröffnungsrede. Dabei formulierte sie einen idealistischen Blockbusterbegriff, dem man angesichts des schönen Eröffnungsfilms „No Name City“ von Florian Flicker gern zu folgen bereit war: nicht nur erfolgreich soll der österreichische Blockbuster sein, sondern zugleich auch reflektiert, innovativ und von kritischer Relevanz. Das Grazer Festival (21.-26.3.) will dabei ein „Übungsfeld“ sein, auf dem die Kluft zwischen Kunst und Kommerz überwunden werden soll. „No Name City“ schien die hoffnungsvollen Ambitionen auf wunderbare Weise einzulösen. Die Dokumentation über eine Westernstadt 30 Kilometer vor Wien verfügt dank ihrer dramatischen Dichte und Spannung durchaus über Mainstream-Potenzial, zumindest in Österreich, und stellt trotzdem eine ernsthafte, sensible, grandios fotografierte Annäherung an eine Parallelwelt und ihre zwischenmenschlichen Konflikte dar. Einen Monat l

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