Patrick Holzapfel

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Wut und sanfter Widerstand

Der 1927 auf den Bahamas geborene Schauspieler Sidney Poitier änderte in den 1950er-Jahren das marginalisierte Bild von Afroamerikanern im US-amerikanischen Kino. Mit selbstbewussten und gebildeten Figuren wurde er auch von weißen Zuschauern akzeptiert, obwohl Poitier dank seiner schauspielerischen Klasse im Hintergrund stets die Geschichte eines lebenslangen Kampfes um Anerkennung mitschwingen ließ. Ein Nachruf auf den am 6. Januar 2022 gestorbenen Ausnahmedarsteller.

Von Patrick Holzapfel

Im Zeitalter der Verdummung

Der 1968 geborene Filmemacher Adam McKay wurde lange als Regisseur alberner Komödien um infantile Männer unterschätzt. Die darin schon erkennbare Satire auf fatale gesellschaftliche Entwicklungen in den USA tritt seit „The Big Short“ (2015) deutlicher in den Vordergrund. Inzwischen lässt sich McKays Ansatz als politisches Aufbegehren gegen den Siegeszug der Dummheit in der US-amerikanischen Politik verstehen. Mit seinem neuen Film „Don’t Look Up“ (bei Netflix) legt er ein wütendes Manifest über Ignoranz vor.

Von Patrick Holzapfel

Duisburger Wechseljahre

Von Patrick Holzapfel

Kleider machen Filme - Kino und Mode

Mit „House of Gucci“ kommt gerade ein Drama über die italienische Modedesigner-Dynastie in die Kinos. Der Film stammt von Ridley Scott und hat schon im Vorfeld einen Run auf Gucci-Handtaschen ausgelöst. Das Kino und Mode umschwärmen sich, seit es das Medium Film gibt. Beide changieren zwischen Kunst und Industrie, lieben den schönen Schein und spielen mit dem Begehren. Eine Annäherung an die vielfältigen Sprachen von Kleidung & Kino.

Von Patrick Holzapfel

Der beste Mann der Welt

Seinen ersten Kinoeinsatz hatte der britische Agent James Bond im Jahr 1962 und auch knapp 60 Jahre später erwarten Fans noch immer ungeduldig seine Abenteuer. Auch der am 30. September startende 25. Bond-Film „Keine Zeit zu sterben“ ist ein vorprogrammierter Kassenerfolg. Doch passt der Mann, dem ein unsensibler Umgang mit Frauen und moralisch fragwürdige Methoden vorgeworfen werden können, überhaupt noch in diese Zeit? Einige Gedanken zum Männlichkeitsbild der James-Bond-Reihe.

Von Patrick Holzapfel

Trügerische Gewöhnlichkeit - Matt Damon

Der 1970 geborene Matt Damon ist seit seinem Durchbruch mit „Good Will Hunting“ (1997) einer der großen Hollywood-Stars. Dabei hat seine Star-Persona nichts Aufdringliches, vielmehr beherrscht er wie kaum ein anderer aktueller US-Schauspieler die Kunst der Zurückhaltung. Seine Figuren sind oft vorbildhaft, wirken aber nie überlebensgroß, sondern ganz alltäglich und sympathisch geerdet. Eine Annäherung an den Darsteller, der aktuell in „Stillwater“ einen Vater im Kampf für seine inhaftierte Tochter spielt.

Von Patrick Holzapfel

Die Empathie-Maschine

Macht uns das Kino zu besseren Menschen, indem es uns in andere Menschen und Kreaturen hineinversetzt? Anlässlich des Kinostarts des Dokumentarfilms "Gunda", der auf ungewöhnliche Weise am Leben von Schweinen, Hühnern und anderen Tieren eines Bauernhofs Anteil nehmen lässt, stellt sich die Frage, wie es um die Macht des Kinos bestellt ist, Tiere mit neuen, empathischeren Augen sehen zu lassen.

Von Patrick Holzapfel