Patrick Holzapfel

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Die Retterin des Kinos

Sie war eine der prägenden Persönlichkeiten der Filmkultur des 20. Jahrhunderts. Dabei führte Lotte Eisner erst die Vertreibung durch die Nazis zum Kino und zu Henri Langlois, an dessen Seite sie in der Cinémathèque française dem Weimarer Kino ein Nachleben sicherte. Arte erinnert mit der Doku „Ein Leben für den Film – Lotte Eisner“ (am 24.2., 21.50-22.50 im Fernsehen und bis 25.3. in der arte Mediathek ) an die hellsichtige Intellektuelle.

Von Patrick Holzapfel

Mehr Licht!

Von Filmemacher*innen wird viel gesprochen, von denen, die Kino machen, eher selten: Projektionist*innen bringen Filme in bestmöglicher Form auf die Leinwände. Mit der Digitalisierung hat sich das Berufsprofil verändert, doch gute Screenings erfordern nach wie vor Fachleute – solche wie Mirjam Bromundt. Die Österreicherin begann in einem kleinen Wiener Arthouse-Kino und arbeitet mittlerweile international für Kinos, Kinematheken und Festivals.

Von Patrick Holzapfel

Marguerite Duras / Jean-Luc Godard. Dialoge

Eine Buchpublikation versammelt die Gespräche zwischen der französischen Autoren-Filmemacherin Marguerite Duras und dem Regisseur Jean-Luc Godard, die zwischen 1979 und 1987 dreimal aufeinandertrafen. Gerade weil sie dabei oft weniger kommunizieren als ihren eigenen Gedanken nachhängen, erzählen ihre Begegnungen viel von ihrer jeweiligen künstlerischen Selbstverortung.

Von Patrick Holzapfel

Grenzerfahrungen

Am 14. Januar feiert die amerikanische Schauspielerin Faye Dunaway ihren 80. Geburtstag. Die Darstellerin gilt durch ihre Rollen in „Bonnie und Clyde“ oder „Die drei Tage des Condors“ als eine der Ikonen des „New Hollywood“-Kinos, steht aber auch für dessen zwiespältigen Umgang mit Weiblichkeit und Emanzipation: Wo sich einerseits komplexe Frauen-Figuren auf der Höhe der Zeit finden lassen, dominierten insgesamt weiter die männlichen Sichtweisen. Eine Betrachtung der weiblichen Seite von „New Hollywood“.

Von Patrick Holzapfel

Es wäre an der Zeit, etwas zu wagen

Die Corona-Krise hat das Kino als Ort wie als Medium an einen Abgrund geführt. Man müsse das Kino retten, forderten die eine. Das Kino sei sicher, behaupten die anderen. Im Wechselbad von Öffnung und Lockdown florierte aber nur eines: das „Streaming“. Diskussionen oder Streit über Inhalte oder Ästhetiken waren hingegen kaum auszumachen. Auch deshalb tut eine Besinnung Not.

Von Patrick Holzapfel

Mit stahlharter Faust

Im Jahr 1955 inszenierte King Vidor einen Western mit Kirk Douglas als Cowboy, den es in den 1880er-Jahren nach Wyoming verschlägt, wo er in den Konflikt zwischen Ranchern hineinzogen wird. Der in sattem Technicolor gedrehte Filme ist ganz auf den Hauptdarsteller zugeschnitten, der hier sein queeres Potenzial einmal voll ausspielen kann.

Von Patrick Holzapfel

„Irreversibel – Straight Cut“ von Gaspar Noé

18 Jahre nach seiner Premiere in Cannes bringt der französische Regisseur Gaspar Noé seinen Skandalfilm erneut in Umlauf, in einer „Straight Cut“-Version, bei der er den ursprünglich rückwärts erzählten Film in eine vorwärtslaufende Version verwandelt. Die tragische Liebes- und Rachegeschichte büßt darüber aber viel von ihrer (zeit-)philosophischen Aufladung ein.

Von Patrick Holzapfel