Im Stuttgarter Kunstmuseum ist derzeit die Installation „The Clock“ zu sehen, die 24 Stunden lang Szenen aus Kinofilmen aneinanderreiht, in denen Uhren eine Rolle spielen. Oder die Zeit in anderer Form thematisiert wird. Das Spektakel von Christian Marclay wird seit der Premiere im Jahr 2010 gepriesen, doch kaum jemand dürfte sich ihm in seiner Gänze ausgesetzt haben. Das Schauen setzt dabei eigene Assoziationen zum Verhältnis von Kino und Zeit, der Vielfalt der filmischen Zeit-Darstellung und ihren Grenzen frei. Die Analyse eines Selbstversuchs.
Um kurz vor sieben Uhr am Morgen kehre ich zurück in den Kinosaal des Kunstmuseums Stuttgart. Ich hetze durch die verwaiste Fußgängerzone, um möglichst wenig zu verpassen. Als wäre da etwas zu verpassen,