Tango Lesson

Tanzfilm | Großbritannien 1997 | 101 Minuten

Regie: Sally Potter

Eine Filmregisseurin und ein Tango-Star verabreden einen Handel: Er bringt ihr das Tanzen bei, sie macht ihn zum Filmstar. Daß der Mann den Rollenwechsel vom Führen zum Geführtwerden akzeptiert, macht ihre Liebesbeziehung erst möglich. Ein ambitionierter Tanz- und Musikfilm mit herausragenden Tanzszenen. Statt sich auf diese Qualität zu konzentrieren, überfrachtet die Regisseurin jedoch ihr Werk mit philosophischen Aspekten und gerät zudem häufig in die Nähe zum Kitsch. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE TANGO LESSON
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
1997
Regie
Sally Potter
Buch
Sally Potter
Kamera
Robby Müller
Musik
Sally Potter · Fred Frith
Schnitt
Hervé Schneid
Darsteller
Sally Potter (Sally) · Pablo Verón (Pablo) · Gustavo Naveira (Gustavo) · Fabian Salas (Fabian) · Carlos Copello (Carlos)
Länge
101 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Tanzfilm
Diskussion
Wie sonst nur der Flamenco vermag der Tango als Tanz, Musik oder Lied disparaten Gefühlen wie Traurigkeit und Leidenschaft, Einsamkeit und Erotik Ausdruck zu geben. Das haben sich so unterschiedliche Filme wie Rex Ingrams "Die vier apokalyptischen Reiter" (1920/21) mit dem Urahn des Latin Lovers Valentino, "Süden'Sur" (fd 27 224) und "Tangos" (1985) von Fernando E. Solanas und jüngst "Happy Together" (fd 32 738) von Wong Kar-wai zunutze gemacht. In Sally Potters "Tango Lesson" gleicht manche der Tanzszenen, die Robby Müller mit viel Gefühl für den Ganzkörpereinsatz beim Tango fotografiert, sogar einem Liebesakt, so sehr verschlingen sich Füßs und Beine in atemberaubenden Schrittkombinationen ineinander.

Um diesen argentinischen Nationaltanz strickt Sally Potter die Geschichte ihres Alter egos Sally, von Beruf ebenfalls Drehbuchautorin und Filmemacherin. Diese Sally nimmt Tänzstunden bei Pablo Veron (gespielt vom gleichnamigen Tangostar), die - mal im engeren Sinn als Übungseinheiten, mal im weiteren Sinn als

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