Der Garten des Sergiu Celibidache

Biopic | Frankreich 1997 | 147 Minuten

Regie: Serge Ioan Celebidachi

Dokumentation über Sergiu Celibidache (1912-1996), mit der sein Sohn eine erste vorsichtige filmische Annäherung an einen der bemerkenswertesten Dirigenten dieses Jahrhunderts versucht. Sie wirft Schlaglichter auf eine Vita, die zwischen dem aufzehrenden Leben in und mit der Musik nur die kathartische Wirkung der heimischen Parkanlage kennt und akzeptiert. Viele faszinierende Szenen zeigen den Meister bei Orchesterproben, wobei dessen eigenwilliger Geist eher vage angedeutet wird. Vor allem Zuschauer, die bereits Einblick in Leben und Werk Celibidaches haben, werden aus dem steinbruchartigen Mosaik einer Persönlichkeit Gewinn ziehen. (O.m.d.U.) - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
LE JARDIN DE CELIBIDACHE
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
1997
Regie
Serge Ioan Celebidachi
Buch
Serge Ioan Celebidachi
Kamera
Bryan Hook
Musik
Anton Bruckner · Wolfgang Amadeus Mozart · Béla Bartók
Schnitt
Serge Ioan Celebidachi
Länge
147 Minuten
Kinostart
-
Fsk
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.
Genre
Biopic | Dokumentarfilm

Diskussion
Wie kaum ein anderer hat Sergiu Celibidache (1912-1996) die Musikwelt polarisiert. Schon zu Lebzeiten gab es neben einer Vielzahl von Bewunderern eine um so vehementer reagierende Minderheit, die seine Arbeit – und mithin den Maestro selbst – verteufelte. Hat ein Dirigent, der Ravels 20minütige Komposition „Bolero“ zu einer 45minütigen Lethargie zerdehnte auch nur das geringste Gespür für Musik? Hat ein Dirigent, der Mozarts „Requiem“ fast in Zeitlupe einspielte, den geringsten Respekt vor Geist und Andenken der Komponisten? Hat ein Dirigent, der nur seinen Ansatz als den einzig wahren akzeptierte und andere Dirigenten despektierlich abqualifizierte, nur einen Hauch von Sympathie verdient? Die Dokumentation „Der Garten des Sergiu Celibidache“ beginnt mit ihren Aufzeichnungen in der Spätphase der Karriere

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