Go - Das Leben beginnt erst um 3.00 Uhr

- | USA 1999 | 102 Minuten

Regie: Doug Liman

Drei ineinander verschachtelte Episoden um junge Leute aus Los Angeles, deren Wege sich an einem Weihnachtsabend kreuzen. Sie werden in ein nur beinahe vollzogenes Drogengeschäft verwickelt und unternehmen einen Wochenendtrip nach Las Vegas, um ihren Spaß zu haben. Ein dürftiger Film, der arg schlichte Ausbruchsfantasien aufbereitet und weiterreicht, wobei er sich durch seine bemühte Überraschungsdramaturgie aller komödiantischen Möglichkeiten beraubt. Einerseits ist er bemüht, Zeitgeist zu transportieren, hat sich andererseits aber bereits selbst überlebt, da er nur Leerlauf produziert. (Videotitel: "Go!")

Filmdaten

Originaltitel
GO
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1999
Regie
Doug Liman
Buch
John August
Kamera
Doug Liman
Musik
BT
Schnitt
Stephen Mirrione
Darsteller
Katie Holmes (Claire) · Sarah Polley (Ronna) · Desmond Askew (Simon) · Nathan Bexton (Mannie) · Scott Wolf (Adam)
Länge
102 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f

Heimkino

Die Special Edition beinhaltet u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs und des Cutters sowie ein Feature mit nicht verwendeten Szenen.

Verleih DVD
Columbia TriStar Home (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Wenn vor ein paar Jahren ein amerikanischer Independent-Film die Mißgeschicke jugendlicher Nachtschwärmer unter Drogen- oder Gewalteinfluß zu einer kunstvoll-verschachtelten Überraschungsdramaturgie arrangierte, dann fiel ein Name so sicher wie ein allmächtiges Zauberwort: Das alles mußte mit Quentin Tarantino zu tun haben, und wenn es nicht von ihm beeinflußt war, hätte es ihm gewiß gefallen. Der andere damals allgegenwärtige Einfluß war der Richard Linklaters, dem „Erfinder“ des Slacker-Movies. Nur wenige profitierten von beiden „Zeitgeistern“ so sehr wie Doug Liman, dessen kassenträchtige Billigproduktion „Swingers“ (fd 32 672) zu einem der meistüberschätzten amerikanischen Filme der letzten Jahre avancierte. Sein neuer Film „Go“ ist zwar ungleich professioneller produziert, läßt jedoch jede über das bloße Planspiel hinausgehende Eigenständigkeit vermissen. Schon „Swingers“ zeigte einen aus der ursprünglichen Gegenbewegung mutierten neuen Akademismus. Zugegeben, jede Avantgarde

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