Gottes Laterne in Budapest

Drama | Ungarn 1999 | 103 Minuten

Regie: Miklós Jancsó

Miklós Jancsó (Jahrgang 1921) ist eine leibhaftige Institution des ungarischen Nachkriegsfilms, sein Lebenswerk kreist seit den 50er-Jahren um den Fatalismus des Seins. Mit seinem jüngsten Film hat er sich selbst einen filmischen Nachruf inszeniert, in dem er in zentralen Szenen auch persönlich auftritt. Anhand des Treibens zweier verschlagener Friedhofsarbeiter entfaltet Jancsó einen absurden Bilderbogen voller Gewalt und Komik. Sein Kommentar auf die ständige Umwertung aller Werte findet wunderschöne Metaphern. Ein Alterswerk, das gleichzeitig wehmütig, zornig, weise und ironisch zu sein vermag. (O.m.d.U.; Kinotitel auch: "Die Laterne des Herrn in Budapest")

Filmdaten

Originaltitel
NEKEM LAMPAST ADOTT KEZEMBE AZ UR PESTEN
Produktionsland
Ungarn
Produktionsjahr
1999
Regie
Miklós Jancsó
Buch
Miklós Jancsó
Kamera
Ferenc Grunwalsky
Musik
György Ferenczi
Darsteller
Zoltán Mucsi · Péter Scherer · József Szarvas · Zsolt Kovács · Zsolt Kovács
Länge
103 Minuten
Kinostart
-
Fsk
-
Genre
Drama

Diskussion
„Sagen Sie mal, liebe Zuschauerin, lieber Zuschauer: denken Sie ab und zu darüber nach, wie die Welt beschaffen ist? Ja? Tun Sie das lieber nicht. Leben Sie Ihr Leben. Genießen Sie jeden Tag.“ Genau nach diesem Motto hat Miklós Jancsó seinen jüngsten Film gedreht. Ort der Handlung ist ein großzügiger Friedhof in Budapest. Hier verrichten Kapa und Pepe ihr Tagwerk als Totengräber. Jedenfalls verfügen sie über entsprechende Uniformen und Werkzeug. Aber so genau weiß man nicht, was sie eigentlich tun. Und sie selbst wohl auch nicht. Sie trinken, singen, philosophieren, fluchen und reißen Possen. Sie treten wahlweise als Advokaten auf oder als B

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