Jenseits aller Grenzen

Liebesfilm | USA 2003 | 127 Minuten

Regie: Martin Campbell

Durch das beherzte Auftreten eines desillusionierten Entwicklungshelfers verwandelt sich eine arglose Ehefrau und Mutter aus einflussreichem englischem Haus von der gedankenlosen Mitveranstalterin opulenter Charity-Partys zur engagierten Kämpferin gegen Armut und Ungerechtigkeit. Eine in ihrer hoffnungslosen Naivität unfreiwillig zynische, kolonialverkitschte Variante eines "Julia"-Romans, die sich Leid und Armut als aufgesetzte Kulisse einer leidenschaftlichen Liebesgeschichte erwählt. Die krasse Fehlbesetzung der weiblichen Hauptrolle verstärkt noch die Unglaubwürdigkeit, mit der um Mitleid und Engagement geworben wird. - Ab 14 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
BEYOND BORDERS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2003
Regie
Martin Campbell
Buch
Caspian Tredwell-Owen
Kamera
Phil Meheux
Musik
James Horner
Schnitt
Nicholas Beauman
Darsteller
Angelina Jolie (Sarah Jordan) · Clive Owen (Nick Callahan) · Teri Polo (Charlotte Jordan) · Linus Roache (Henry Bauford) · Yorick van Wageningen (Steiger)
Länge
127 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14 möglich.
Genre
Liebesfilm

Heimkino

Die Extras beinhalten u.a. einen dt. untertitelbaren Audiokommentar des Regisseurs und des Produzenten Lloyd Phillips.

Verleih DVD
Paramount (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Die Eröffnungsszenerie ist so melancholisch entrückt wie Schuberts „Träumereien“, die einem aus dem Off entgegensäuseln. Sarah Jordan sitzt nachdenklich am Flügel und intoniert das Stück in einer Langsamkeit, die einem fast schon den Atem raubt. Während sie so womöglich über das Vergangene, ihre Naivität und die Dinge, die es zu tun gilt, sinniert, nähert sich die Kamera langsam durch das luxuriöse Zimmer der Erzählerin. Ihre Gedanken gehören den Menschen in der Welt, denen es nicht so gut geht und denen es eigentlich besser gehen müsse. Sanft fährt die Kamera an Sarahs hautengem Kostüm entlang, und ausgerechnet als ihre Oberweite die Breitwand füllt, vernimmt der Zuschauer aus dem Off ihre Worte, dass es doch wichtigere Dinge in der Welt gäbe. Nicht nur gehört dieser Versuch eines Prologs sowie eines dramatu

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