Du hast gesagt, dass du mich liebst

Liebesfilm | Deutschland 2006 | 118 Minuten

Regie: Rudolf Thome

Eine einsame Ruheständlerin reagiert auf die Kontaktanzeige eines 45-Jährigen, der unter seiner schriftstellerischen Erfolglosigkeit leidet. Die beiden verlieben sich ineinander und erleben Augenblicke stillen Glücks und einer fast paradiesischen Zufriedenheit. Nach einer vorübergehenden Trennung stellen sie fest, dass sich ihr Leben nachhaltig verändert hat. Ein ebenso leichtes wie lebenskluges Alterswerk, entwickelt in gleichmäßigem Erzählrhythmus, dessen spirituelle Liebesmetaphysik um das Herstellen von Gegenwärtigkeit kreist und exemplarisch darzulegen versucht, wie das Glück die menschliche Kreativität entfacht. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2006
Regie
Rudolf Thome
Buch
Rudolf Thome
Kamera
Ute Freund
Musik
Katia Tschemberdi
Schnitt
Dörte Völz-Mammarella
Darsteller
Hannelore Elsner (Johanna Perl) · Johannes Herrschmann (Johannes Kreuzberger) · Anna de Carlo (Sophia) · Urs Remond (Bademeister) · Bastian Trost (Computerverkäufer)
Länge
118 Minuten
Kinostart
-
Fsk
-
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Liebesfilm
Diskussion
„Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn’s hoch kommt, so sind’s achtzig Jahre, und was daran köstlich scheint, ist doch nur vergebliche Mühe; denn es fähret schnell dahin, als flögen wir davon.“ Der 90. Psalm gibt in seiner Ambivalenz und seiner Gelassenheit den Tonfall dieses lebenserfahrenen Films von Rudolf Thome wieder, der im besten Sinne des Wortes ein Alterswerk ist. Recht früh im Film erinnert die Protagonistin Johanna Perl – famos vielschichtig gespielt von Hannelore Elsner – diese Worte, aber da scheint sie noch unendlich weit davon entfernt, die „Köstlichkeit der Jahre“ zu spüren. Körperliche Schmerzen bereitet ihre Einsamkeit; das Erwerbsleben hat sie ausgespuckt, sie ist im Ruhestand. Partner Herbert hat sie verlassen, Tochter Sophia ist erwachsen – das quälende Alleinsein trifft sie unvorbereitet. „Eigentlich könnte ich jetzt sterben“, sagt sie einmal zu sich selbst und fragt Gott, warum sie noch leben soll. Oder soll sie sich umbringen? Johanna Perl ist in ihrem Leben die Gegenwart abhanden gekommen. Sie geht auf den Friedhof und besucht das Grab ihrer toten Mutter; sie erinnert sich an die schönen Reisen mit Herbert. Sie könnte lernen, richtig gut zu kochen, doch stattdessen liest sie Bücher über das Sterben: „Der Tod ist immer eine Möglichkeit im Leben.“ Einer Laune folgend, antwortet sie eines Tages au

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