Man muss mich nicht lieben

Tragikomödie | Frankreich 2005 | 93 Minuten

Regie: Stéphane Brizé

Ein kaltschnäuzig wirkender Gerichtsvollzieher entdeckt seine Liebe zum Tanz und macht in einer Tango-Gruppe die Bekanntschaft einer wesentlich jüngeren Frau, die für ihre Hochzeit übt. Die in den Hauptrollen grandios besetzte und gespielte Tragikomödie konzentriert sich ganz auf die Personen und ihre mitunter ratlosen Gesichter. Eine heiter-melancholische Fingerübung in Sachen Sprachlosigkeit und Unfähigkeit zur Kommunikation, die auch durch die präzis geschriebenen und gespielten Nebenrollen überzeugt. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
JE NE SUIS PAS LA POUR ETRE AIME
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2005
Regie
Stéphane Brizé
Buch
Stéphane Brizé · Juliette Sales
Kamera
Claude Garnier
Musik
Eduardo Makaroff · Christoph H. Müller
Schnitt
Anne Klotz
Darsteller
Patrick Chesnais (Jean-Claude Delsart) · Anne Consigny (Françoise "Fanfan" Rubion) · Georges Wilson (M. Delsart, Jean-Claudes Vater) · Lionel Abelanski (Thierry) · Cyril Couton (Jean-Yves, Jean-Claudes Sohn)
Länge
93 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Tragikomödie

Heimkino

Verleih DVD
Kool (16:9, 1.78:1, DD5.1 frz./dt.)
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Diskussion
Beschwerlich knarren Schritte auf der Mietshaustreppe. Man braucht den Mann gar nicht zu sehen – wenn im Vorspann die Treppe ächzt, sagt das schon alles über ihn. Jean-Claude ist das personifizierte Burn-Out-Syndrom. Aber es fällt schwer, Mitleid mit ihm zu haben, denn der verknitterte Herr ist als Gerichtsvollzieher unterwegs. Einer, der sich seit Jahr und Tag Stockwerk für Stockwerk hinaufmüht, um armen Schluckern Zahlungsbefehle oder Räumungsbescheide in die Hand zu drücken. Pflichtbewusst, routiniert, regungslos. „Man muss mich nicht lieben“, der Titel von Stéphane Brizés zweitem Spielfilm, legt seinem Helden einen Satz in den Mund, der nur auf den ersten Blick kaltschnäuzig klingt. Vielmehr schwingen darin Trotz und ein uneingestandener Wunsch nach Geborgenheit mit. Jean-Claudes in 50 Lebensjahren versteinertes Gesicht, seine Unfähigkeit, Inneres nach außen zu kehren, bildet den tragi

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