Jens Hinrichsen

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Verführer und Verschwörer: Adolf Wohlbrück

Das Berliner Zeughauskino hat im Juli mit der Filmreihe „Wohlbrück – Walbrook“ seine Türen wieder geöffnet. Die bis September laufende Retrospektive ehrt den österreichischen Schauspieler Adolf Wohlbrück (1896-1967), der als der „schönste Mann des deutschen Films“ in den 1930er-Jahren bekannt war und sich als Anton Walbrook auch im Ausland Ruhm erwarb. Begleitend ist ein Buch mit Beiträgen von Filmexperten erschienen, die den Facettenreichtum des Darstellers aufgreifen. Eine Wiederbegegnung.

Von Jens Hinrichsen

Du musst Caligari werden!

Im Februar vor 100 Jahren wurde „Das Cabinet des Dr. Caligari“ uraufgeführt. Obwohl seine expressionistischen Stilmittel bald verbraucht waren, war Robert Wienes Stummfilmklassiker modellhaft: So griff das Kino auch später immer wieder auf bildende Kunst zurück, wenn psychische Extremzustände zu visualisieren waren. Ein Gang durch die Hirnwindungen des Kinos vom Film noir bis zum Mindgame Movie.

Von Jens Hinrichsen

Geträumte Städte

Nicht etwa ein Filmmuseum, sondern eine Berliner Architektengalerie richtet die erste deutsche Soloausstellung des US-amerikanischen Produktionsdesigners Syd Mead aus. Der heute 86-Jährige arbeitete zunächst für die Autoindustrie, bis Hollywood rief. Meads Spezialität: Fantastische Transportmittel und urbane Zukunftsvisionen. Ein Porträt des Mannes, der den „Blade Runner“ das Fliegen lehrte.

Von Jens Hinrichsen

Ein großer Schritt

Seit Georges Méliès „Die Reise zum Mond“ (1902) haben Filmemacher den Flug zum Erdtrabanten vorweggenommen. Als vor 50 Jahren die Apollo-11-Fähre auf dem Mond aufsetzte, war das lunare Projekt keine Science Fiction mehr. Eine Chronologie filmischer Mondmissionen zwischen Euphorie und Ernüchterung.

Von Jens Hinrichsen

Jazzgesang und Bettgeflüster: Ein Nachruf auf Doris Day

Sie sang für Alfred Hitchock den „Oscar“-prämierten Song „Que sera, sera“ in „Der Mann, der zuviel wusste“ und war im Duo mit Rock Hudson in den frühen 1960ern eine der erfolgreichsten Komödiantinnen Hollywoods: Doris Day, leider viel zu oft reduziert aufs Image der patenten, sangesfreudigen Sauberfrau, ist im 13.5. im Alter von 97 Jahren verstorben.

Ein Nachruf von Jens Hinrichsen

„Schauspielkunst ist Schwarze Magie“: Der Fotograf Richard Billingham über „Ray & Liz“

Für sein Spielfilmdebüt „Ray & Liz“ greift der britische Fotograf Richard Billingham auf sein Lebensthema zurück: seine Familie. Der 1970 in den West Midlands geborene Künstler wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Mitte der 1990er-Jahre gelang ihm mit der Fotoserie „Ray’s A Laugh“ der Durchbruch, in der er die Lebenswelt seiner Familie auf verstörend-anrührenden Foto-Tableaus präsentierte. Auch „Ray & Liz“ trägt Züge des absurden Theaters.

Das Gespräch führte Jens Hinrichsen

Eine Begegnung mit Regisseur Barry Jenkins

Dank seines introvertierten Kinodramas „Moonlight“, das 2017 mit einem „Oscar“ als bester Film geehrt wurde, wurde Barry Jenkins schlagartig berühmt. Jetzt bringt der afroamerikanische Regisseur seine James-Baldwin-Verfilmung „Beale Street“ in die Kinos. Eine Begegnung mit dem Filmemacher in Berlin.

Von Jens Hinrichsen