Palermo Shooting

- | Deutschland/Italien/Frankreich 2008 | 108 Minuten

Regie: Wim Wenders

Ein Szenefotograf, der ständig auf der Überholspur lebt, begegnet auf der Autobahn dem Tod, was ihn so sehr erschüttert, dass er sein durchgestyltes Leben hinter sich lässt. In Palermo macht er sich auf die Suche nach seinem verschütteten Ich. Metaphysisches Aussteigermärchen mit exquisitem Soundtrack und vorzüglicher Kameraarbeit, die das existenzialistische Pathos der Hauptfigur jedoch unfreiwillig karikiert. Die pseudophilosophischen Dialoge über den Lebens- und Todessinn wirken ebenso angestrengt wie die Reflexionen über Sein und Schein von Fotografie. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
PALERMO SHOOTING
Produktionsland
Deutschland/Italien/Frankreich
Produktionsjahr
2008
Regie
Wim Wenders
Buch
Wim Wenders
Kamera
Franz Lustig
Musik
Irmin Schmidt
Schnitt
Peter Przygodda · Oli Weiss
Darsteller
Campino (Finn) · Giovanna Mezzogiorno (Flavia) · Dennis Hopper (Frank) · Inga Busch (Karla) · Gerhard Gutberlet (Gerhard)
Länge
108 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Diskussion
Wim Wenders hat einen bewundernswert treuen Freundeskreis. Egal, wie uninspiriert und altersschwach sein neuester Film gerät, prominente Helfer sind immer zur Stelle. „Palermo Shooting“ macht da keine Ausnahme. Aber vielleicht gaben sich Lou Reed, Patti Smith (die wohl dem Schnitt zum Opfer gefallen ist), Dennis Hopper, Udo Samel und Campino diesmal nur die Ehre, weil der Trip nach Cannes ohnehin sicher war. Denn auch dort hat Dauergast Wenders unendlich geduldige und wohlwollende Freunde, die jede Missgeburt, die seinen Namen im Vorspann trägt, durch den Wettbewerb winken, als gelte es, den Anlass für das nächste Treffen altgedienter Kinoveteranen zu liefern. Das nach Kritikerschelte um 20 Minuten gekürzte metaphysische Aussteigermärchen kommt nun in die deutschen Kinos. Campino irrt als ausgebrannter Düsseldorfer Fotograf Finn durch Palermo und macht Bekanntschaft mit dem Tod in Gestalt eines gruselig weißgepuderten Dennis Hopper, der als Wiedergeburt des Sensemanns aus Bergmans „Das Siebente Siegel“ (fd 10 900) den Sänger

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren