Action | USA 2012 | 93 Minuten

Regie: Dan Bradley

Remake von John Millius' Action-Reißer "Die rote Flut" (1983), in dem das streng antikommunistische Freund-Feind-Schema der politischen Ära unter US-Präsident Ronald Reagan unbedarft fortgeschrieben wird, obwohl sich die (welt-)politischen Verhältnisse seitdem grundlegend gewandelt haben. Nun formiert sich nach einer nordkoreanischen Invasion unter den Jugendlichen einer Kleinstadt Widerstand, um den Feind ins Meer zurückzuschlagen. Ein schlichter Haudrauf-Film, der das unterkomplexe Szenario der Vorlage noch unterbietet und überdies chauvinistisch-rassistisches und antidemokratisches Gedankengut transportiert.

Filmdaten

Originaltitel
RED DAWN
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2012
Regie
Dan Bradley
Buch
Carl Ellsworth · Jeremy Passmore
Kamera
Mitchell Amundsen
Musik
Ramin Djawadi
Schnitt
Richard Pearson
Darsteller
Chris Hemsworth (Jed Eckert) · Josh Peck (Matt Eckert) · Adrianne Palicki (Toni) · Josh Hutcherson (Robert) · Connor Cruise (Daryl)
Länge
93 Minuten
Kinostart
27.12.2012
Fsk
ab 16; f
Genre
Action
Diskussion
John Milius’ „Die Rote Flut“ (fd 24 915) gehört zu den legendären „verlorenen“ Filmen der 1980er-Jahre. Legendär, weil der Film von manchen Fans mit den Meisterwerken eines Akira Kurosawa oder gar mit barocken Schlachtengemälden verglichen wurden, während andere den Film als Exzess aus Primitivität und Geschmacklosigkeit in die Niederungen des C-Movies verdammten. Die Wahrheit, die womöglich in der Mitte liegt, lässt sich nur schwer überprüfen, denn seit Jahren ist der Film fürs Kino verloren (auf DVD existiert nur eine ältere Fassung in schlechter Qualität), was das Werk als gegenströmiges Independent-Stück innerhalb der Hollywoods-Zusammenhänge auf gewisse Weise wieder adelt. Der Film ist eine reaktionäre Polit-Fantasy, die sich aus heutiger Perspektive wie eine Pulp-Version von „Rambo“ (fd 23 808) au

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