Rüdiger Suchsland

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Wie geht es weiter?

Der Leiter der Kurzfilmtage Oberhausen, Lars Henrik Gass, hat das diesjährige 66. Festival (13.-19.5.2020) kurzerhand und sehr erfolgreich in eine Online-Ausgabe verwandelt. Im Rückblick bilanziert er Gewinne und Verluste und ordnet die Corona-Krise in einen fundamentalen Umbau der Kino-Öffentlichkeit ein. Einer undogmatischen, experimentellen Filmkultur räumt er große Chancen ein.

Das Gespräch führte Rüdiger Suchsland

Die destruktive Natur des Menschen

Bei arte und in der arte-Mediathek sind derzeit diverse Lang- und Kurzfilme von Ruben Östlund zu sehen, fast eine kleine Werkschau, die das schmale, aber hochpräzise Filmschaffen des schwedischen Regisseurs zusammen fasst. Alle Filme Östlunds handeln von der modernen Gesellschaft und ihren Illusionen, von Verdrängungen und falschen Hoffnungen, unterdrückter Gewalt und verlorenen Perspektiven.

Eine Analyse von Rüdiger Suchsland

Das Jahrzehnt der offenen Fragen

Was hat das Kino der 2010er-Jahre geprägt? Statt von Innovationen und neuen Themen muss man vielleicht eher von fehlender Experimentierfreude und einem Trend zur Formatierung sprechen, zumindest im US-Kino. Freilich gab es aber doch einzelne Filmemacher, denen in den letzten zehn Jahren Meilensteine der Filmgeschichte gelangen. Und das französische Kino als verlässlichen Jungbrunnen der Filmkunst.

Von Rüdiger Suchsland

Den Anfängen wehren

Heftige Proteste der deutschen Filmszene gegen Hans Joachim Mendig, den Geschäftsführer der hessischen Filmförderung, haben in der Affäre um sein Treffen mit dem AfD-Politiker Jörg Meuthen jüngst zu dessen Rücktritt geführt. Das allein aber reicht bei weitem nicht. Der „Fall Mendig“ führt vielmehr vor Augen, warum sich Film- und Kulturschaffende dringend gegen den wachsenden rechtspopulistischen Einfluss auf die deutsche Kulturpolitik positionieren sollten.

Von Rüdiger Suchsland

Ein neuer Blick: Asif Kapadia über „Diego Maradona“

Der britische Dokumentarist Asif Kapadia porträtiert in seinen Filmen gerne schillernde Persönlichkeiten der Popkultur, die nach einem rasanten Aufstieg tragisch enden. In „Diego Maradona“ (ab Donnerstag, 5. September, im Kino) zeichnet er Aufstieg und Fall des argentinischen Fußballstars nach, der alles gewann, dann aber tief stürzte. Ein Gespräch über vergänglichen Ruhm, die Konsequenzen von Talent und warum das Digitale zur Verfälschung des Wirklichen tendiert.

Das Interview führte Rüdiger Suchsland

Der wilde Engel

Mit "Easy Rider" (1969) löste sich Peter Fonda aus dem Schatten seines berühmten Vaters Henry Fonda und wurde seinerseits zur Ikone des "New Hollywood". Der Schauspieler, der auch einige eigene Regiearbeiten ablieferte, war zugleich Seismograph und melancholischer Chronist der Hippiebewegung. Am 16. August 2019 ist er verstorben.

Von Rüdiger Suchsland