Jenseits der Hügel

Drama | Rumänien/Frankreich/Belgien 2012 | 152 (24 B./sec.) Minuten

Regie: Cristian Mungiu

Eine junge Rumänin besucht ihre Freundin in einem abgelegenen orthodoxen Kloster in einem armen Landstrich der Moldau, um sie zu einer Zukunft in Deutschland zu bewegen. Als diese sich weigert, rebelliert die Besucherin gegen die Ordnung des Konvents, bis die Nonnen sie für besessen halten. Basierend auf einem realen Exorzismusfall, erkundet der Film die voraufklärerische Parallelgesellschaft des Klosters und die medizinischen wie familiären Institutionen im postkommunistischen Rumänien. Dabei scheint vor allem auch ein Liebesfilm durch: Im Kern ist er ein Drama um Eifersucht, Verlustangst und nicht gelebte Sexualität; ebenso geht es um die Konkurrenz der irdischen Liebe zur Gottesliebe. Formal beeindruckend, gerät das Drama mitunter zur allzu forcierten Elendsbeschreibung. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
DUPA DEALURI | AU-DELA DES COLLINES
Produktionsland
Rumänien/Frankreich/Belgien
Produktionsjahr
2012
Regie
Cristian Mungiu
Buch
Cristian Mungiu
Kamera
Oleg Mutu
Schnitt
Mircea Olteanu
Darsteller
Cosmina Stratan (Voichita) · Cristina Flutur (Alina) · Valeriu Andriuta (Der Priester) · Dana Tapalaga (Die Oberin) · Catalina Harabagiu (Schwester Antonia)
Länge
152 (24 B.
sec.) Minuten
Kinostart
14.11.2013
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama

Diskussion
Auf einem Bahnhof kämpft eine junge Frau gegen den Strom der Reisenden, sie drängt aufgeregt nach vorne, kann nicht warten. Die Handkamera heftet sich an ihren Körper; sie folgt ihren hektischen Bewegungen und ihren suchenden Blicken, bis sie einer anderen Frau in die Arme fällt. Von diesem Moment an ändert sich schlagartig die Dynamik des Films und die der Figuren: die anfängliche Unruhe von Voichiţa wandert auf ihre Freundin Alina über, die nun ganz Bewegung und Aufruhr ist. Sie selbst wirkt plötzlich wie still gestellt, ebenso wie die Kamera, die fortan vor allem die lange Einstellung sucht – und einen offeneren, räumlicheren Blick auf die Figuren und ihre Umgebungen. Zudem verlässt der rumänische Regisseur Cristian Mungiu die letzten Überbleibsel eines urbanen Settings, das in „4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage“ (fd 38 441) noch so prägend war. „Jenseits der Hügel“ spielt in einem abgelegenen orthodoxen Kloster, im armen Landstrich der Moldau, Voichiţa lebt dort als Nonne. Am Brettertor hängt ei

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