Drama | Dänemark/Schweden 2015 | 98 Minuten

Regie: Susanne Bier

Nach dem Tod seines kleinen Kindes vertauscht ein Polizist den Leichnam mit dem Baby eines Junkie-Paars, das seinen Säugling sträflich vernachlässigt. Die nachvollziehbare, gleichwohl illegale Tat zieht immer kompliziertere Fragen und Verwicklungen nach sich, in denen sich der verzweifelte Polizist und seine Frau verfangen. Formal virtuos entwirft der Film ein quälendes moralisches Dilemma, das Protagonisten wie Publikum in eine ausweglose Zwickmühle manövriert und auf abgründige Weise mit der Frage konfrontiert, wer hier und mit welcher Perspektive eine zweite Chance erhält. Dabei hält die Inszenierung die schwer aushaltbaren Ambivalenzen nicht durch, sondern zielt auf ein versöhnliches Ende. Bemerkenswert der Einsatz der Darsteller, die ihre nicht unbedingt sympathischen Charaktere mit viel Mut zur Hässlichkeit interpretieren. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
EN CHANCE TIL
Produktionsland
Dänemark/Schweden
Produktionsjahr
2015
Regie
Susanne Bier
Buch
Anders Thomas Jensen
Kamera
Michael Snyman
Musik
Johan Söderqvist
Schnitt
Pernille Bech Christensen
Darsteller
Nikolaj Coster-Waldau (Andreas) · Maria Bonnevie (Anna, Frau von Andreas) · Ulrich Thomsen (Simn, Kollegen von Andreas) · Nikolaj Lie Kaas (Tristan) · May Andersen (Sanna, Freundin von Tristan)
Länge
98 Minuten
Kinostart
14.05.2015
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Prokino (16:9, 2.35:1, DD5.1 dän./dt.)
Verleih Blu-ray
Prokino (16:9, 2.35:1, dts-HDMA dän./dt.)
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Diskussion
Die Konsequenz liegt im wahrsten Sinne des Wortes offen da und ist ohne Alternative. Das Baby muss weg aus dieser Familie. Der Vater ist ein latent gewalttätiger Junkie, der jeden Moment auf die Mutter oder das Kind eindreschen könnte. Die Mutter scheint ihren ersten klaren Gedanken auch nicht sogleich auf ihr wenige Monate altes Baby zu verschwenden, wenn sie mal nicht bedröhnt und apathisch im Wohnzimmer herumsitzt. Als der Polizist Andreas den Jungen völlig verdreckt in uralten Windeln auf dem Boden liegen sieht, muss er an sich halten. Doch noch hat er keine Handhabe, dem Kind ein anderes, sicheres Zuhause zu besorgen. Das wird sich jedoch auf höchst dramatische Weise ändern. Andreas, glücklich mit

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