Mollath - und plötzlich bist du verrückt

Dokumentarfilm | Deutschland 2015 | 93 Minuten

Regie: Annika Blendl

Dokumentarfilm über Gustl Mollath, der Opfer eines Irrtums der deutschen Justiz und dessen Fall zum bayerischen Justizskandal wurde: Mollath wurde 2006 unrechtmäßig in die forensische Psychiatrie eingewiesen und kam erst 2013 frei. Neben ihm kommen Unterstützer, aber auch seine Ex-Frau sowie kritische Journalisten zu Wort, die Mollaths vollkommene Unschuld anzweifeln. Trotz der ambivalenten Haltung des Films zu seinem Protagonisten erscheint der komplexe Fall stark vereinfacht und im Gesamtbild verzerrt, sodass letztlich nicht mehr als ein Überblicksfilm mit persönlicher Färbung bleibt. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2015
Regie
Annika Blendl · Leonie Stade
Buch
Annika Blendl · Oliver Kahl · Leonie Stade
Kamera
Eugen Gritschneder
Musik
Jochen Schmidt-Hambrock
Schnitt
Nina Ergang
Länge
93 Minuten
Kinostart
09.07.2015
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Dokumentarfilm

Heimkino

Verleih DVD
Zorro (16:9, 1.78:1, DD2.0 dt.)
DVD kaufen
Diskussion
Es beginnt ambitioniert, in Schwarz-weiß. Zu sphärischer Musik spiegelt sich ein Astronaut in einer Wasserfläche. Eine helle Frauenstimme (von Regisseurin Annika Blendl) referiert dazu poetisch das Unverständnis, das einem im Anschluss an die unglaublichen Einsichten einer fantastischen Reise entgegenschlagen kann. Nach dem eingeblendeten Filmtitel ist Gustl Ferdinand Mollath zu sehen; barfüßig, mit hochgekrempelten Hosen läuft er durch die flache Brandung an einem Strand: Ein Bild der Freiheit. Überblicksartig wird dazu der Fall skizziert. Die Filmemacherinnen Annika Blendl und Leonie Stade sprechen hier von sich und ihrem Interesse an Mollath und an dem Justizskandal in der subjektiven, ersten Person. In der Folge treten sie in den Hintergrund, gelegentlich sind ihre Fragen zu hören, zu sehen sind sie nicht

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren