Drama | Türkei 2016 | 114 Minuten

Regie: Yilmaz Erdogan

Bittere Familiensaga aus dem kurdischen Südosten der Türkei: Ein Bürgermeister herrscht Ende der 1970er-Jahre über seine Gemeinde sowie seine drei Töchter, bis der Militärputsch alle hochfahrenden Pläne über den Haufen wirft und die Familie in bittere Armut stürzt. 20 Jahre später lebt sie in einer engen Neubausiedlung in Antalya. Das glänzend fotografierte Drama porträtiert mit heiteren Tönen die Hoffnungen und Sehnsüchte der beginnenden Modernisierung, packt aber zu viele Themen an und hetzt mit schnellen Schnitten durch zwei Jahrzehnte des Niedergangs. Dramaturgisch hält die Inszenierung die Überfülle nur durch ein Übermaß an Sentimentalität zusammen. (O.m.d.U.) - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
EKŞI ELMALAR
Produktionsland
Türkei
Produktionsjahr
2016
Regie
Yilmaz Erdogan
Kamera
Gökhan Tiryaki
Musik
Hasan Saltık
Schnitt
Bora Göksingöl
Darsteller
Yilmaz Erdogan (Aziz Özay) · Devrim Yakut (Ayda) · Farah Zeynep Abdullah (Muazzez) · Şükran Ovali (Safiye) · Songül Öden (Türkan)
Länge
114 Minuten
Kinostart
03.11.2016
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama | Historienfilm | Liebesfilm | Melodram
Diskussion
15 Jahre nach seinem Riesenerfolg mit „Vizontele“ (fd 35 087) kehrt der kurdisch-stämmige Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler und Stand-up-Comedian Yılmaz Erdoğan nach Ostanatolien zurück. Mit seiner Komödie über die Einführung des Fernsehens in der Provinz hatte Erdoğan im Jahr 2001 den Nerv des türkischen Publikums getroffen. Die Mentalitätsstudie zählte zu den Wegbereitern des türkischen Kinobooms, in dessen Verlauf sich einheimische Mainstream-Produktionen an der Spitze der Kinocharts etablierten. Erdoğans Produktionsfirma ist inzwischen die führende Filmschmiede, wenn es um burleske Unterhaltung mit Hintersinn geht. Wie „Vizontele“ spielt auch „Ekşi Elmalar“ (Saure Äpfel) in den 1970er-Jahren und im äußersten Südosten des Landes, in Hakkari. Dort herrscht der ebenso eitle wie autoritäre Bürgermeister Aziz. Er duldet nicht nur politisch, sondern auch zu Hause keinen Widerspruch. Dort wacht seine Ehefrau Ayda über die Töchter Türkan, Safiye und Muazzez. Die sind im r

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