Immer noch eine unbequeme Wahrheit: Unsere Zeit läuft

Dokumentarfilm | USA 2017 | 98 Minuten

Regie: Bonni Cohen

Aus den Vortragsreisen des einstigen US-Vizepräsidenten Al Gore zum Klimawandel entstand 2006 der Film „Eine unbequeme Wahrheit“. Elf Jahre später knüpft dieser Dokumentarfilm daran an und erläutert, dass sich seit damals die Lage nicht zuletzt durch die Abkehr der USA vom Klimaschutz-Abkommen verschlimmert habe. Mit eingängiger Rhetorik mahnt er zum verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und geht Gegner mit scharfen Argumenten an, wobei sich der Film erneut ganz auf Gores charismatische Persönlichkeit verlässt. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
AN INCONVENIENT SEQUEL: TRUTH TO POWER
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2017
Regie
Bonni Cohen · Jon Shenk
Buch
Bonni Cohen · Jon Shenk
Kamera
Jon Shenk
Musik
Jeff Beal
Schnitt
Don Bernier · Colin Nusbaum
Länge
98 Minuten
Kinostart
07.09.2017
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Dokumentarfilm

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. die "Hinter den Kulissen"-Featurette "Den Wandel bewirken: Ein Dialog mit den Mächtigen" (27 Min.) sowie "Die Wahrheit in 10 Minuten" (11 Min.), in dem Al Gore kurz die Thesen des Films zusammenfasst.

Verleih DVD
Paramount (16:9, 1.78:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Paramount (16:9, 1.78:1, dts-HDMA engl., DD5.1 dt.)
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Diskussion
John Maddens „Die Erfindung der Wahrheit“ (fd 44 791) hat es gerade erst wieder im Spielfilm vorgeführt: Nicht die Politik regiert die Welt, sondern der Lobbyismus. Wenn Mächtige Vorstellungen von der Welt haben und diese in „Vorschläge“ verpacken, dann hat das Gewicht und zählt mehr als jede Debatte. Wer im Spiel der Großen mitspielen will, braucht keine Argumente, sondern einen fähigen Lobbyisten. Das dachte sich sicher auch Al Gore, der als US-amerikanischer Vizepräsident, Präsidentschaftskandidat und bestechender Profipolitiker weiß, wie das Geschäft funktioniert. Nachdem er 2000 gegen die Republikaner (und das schmutzige Geschäft um die Macht) knapp (und umstritten) unterlag, kniete er sich noch einmal richtig in „seine Sache“; aus einer seiner Vortragsreisen entstand 2005 dann der Dokumentarfilm „Eine unbequeme Wahrheit“ (fd 37 8

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