Ryuichi Sakamoto: Coda

Dokumentarfilm | Japan/USA 2017 | 101 Minuten

Regie: Stephen Nomura Schible

Ambitioniertes Porträt des japanischen Komponisten Ryuichi Sakamoto. Die Langzeitbeobachtung begleitet den Künstler fünf Jahre lang bei seiner Suche nach musikalischen Impulsen, die um Konzentration und Reduktion kreisen. Während dieser Zeit erkrankte Sakamoto an Krebs, was ihn zu eindringlichen Reflexionen über die Vergänglichkeit, aber auch zu musikalischen Verarbeitungen, etwa in dem als Meisterwerk bejubelten Album „async“, motivierte. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
RYUICHI SAKAMOTO: CODA
Produktionsland
Japan/USA
Produktionsjahr
2017
Regie
Stephen Nomura Schible
Buch
Stephen Nomura Schible
Kamera
Tom Richmond · Neo Sora
Schnitt
Yûji Ohshige · Hisayo Kushida
Länge
101 Minuten
Kinostart
12.07.2018
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Dokumentarfilm | Musikfilm
Diskussion
Zeitgenössischen Dokumentaristen stellt sich angesichts der extremen Partikularisierung der (Kino-)Öffentlichkeit immer dringlicher die Frage nach der Vermittlung ihrer Arbeit. Will man dem Gegenstand seines Interesses, zumeist intensiv ausrecherchiert, auf Augenhöhe begegnen? Oder soll man sich lieber etwas dumm stellen, um dem Publikum entgegenzukommen? Die Zuschauer also „abholen“, indem man das intendierte Porträt mit Archivmaterial und Zeitzeugen, Weggefährten und sogenannten Experten aufbläst und abfedert? Dieser Banalisierung von Kunst zu Information kann man jederzeit begegnen, wenn man den Fernseher einschaltet. Exemplarisch verdeutlicht sich diese hier nur angedeutete Problematik an dem Film „Ryuichi Sakamoto: Coda“ von Stephen Nomura Schible, der in Japan aufgewachsen ist und sich mit der Sprache und Kultur des Landes auskennt. Sein Porträt des Tonkünstlers Sakamoto basiert auf einer Langzeitbeobachtung, die im Jahr 2012 i

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