Das Vermächtnis des Weißwedelhirschjägers

Familienfilm | USA 2018 | 83 Minuten

Regie: Jody Hill

Ein Jäger, der sein Geld damit verdient, seine Jagdausflüge zu filmen und als Reality-Format zu vermarkten, nimmt zu seinem nächsten Trip neben dem Kameramann auch seinen zwölfjährigen Sohn mit, um ihn vor laufender Kamera in die Jagd-Traditionen zu initiieren. Unausgesprochen sucht er aber vor allem wieder nach Nähe zu dem Jungen, der ihm seit der Trennung von seiner Frau zu entgleiten droht. Der Trip, bei dem bald die Bedürfnisse von Vater und Sohn kollidieren, gestaltet sich als turbulente Odyssee. Der Film setzt sich parodistisch mit archaischen Männerbildern auseinander, zügelt aber die satirische Schärfe zugunsten einer amüsanten Familienkomödie um eine Vater-Sohn-Beziehung. - Ab 8.

Filmdaten

Originaltitel
THE LEGACY OF A WHITETAIL DEER HUNTER
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2018
Regie
Jody Hill
Buch
Jody Hill · Danny McBride · John Carcieri
Kamera
Eric Treml
Musik
Joseph Stephens
Schnitt
Jeff Seibenick
Darsteller
Josh Brolin (Buck Ferguson) · Montana Jordan (Jaden) · Danny McBride (Don) · Carrie Coon (Jadens Mutter) · Scoot McNairy (Greg)
Länge
83 Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 8.
Genre
Familienfilm | Komödie | Tragikomödie
Diskussion
Josh Brolin ist im Kinojahr 2018 sozusagen das Alphamännchen Nummer Eins. In „Avengers: Infinity War“ (fd 45 576), „Deadpool 2“ (fd 45 448) und „Sicario 2“ (fd 45 596) mimt er den harten Hund, mit dem man sich tunlichst nicht anlegen sollte. Der Film mit dem auf Deutsch ziemlich lustig klingenden Titel „Das Vermächtnis des Weißwedelhirschjägers“ ist ein amüsanter Kontrapunkt zu Brolins Blockbuster-Trias. Fröhlich demaskiert der 1968 geborene Mime darin das Männlichkeitsgehabe seiner Figur als peinliche Performance eines Typen, dem längst die Felle davongeschwommen sind. Regisseur und Drehbuchautor Jody Hill arbeitet sich mit der Geschichte um den von Brolin dargestellten Jäger Buck Ferguson an jenem Menschenschlag ab, der spätestens seit der Wahl von Donald Trump als US-„Problembär“ ausgemacht ist. Ferguson ist ein konservativer weißer Mann aus einfachen Verhält

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