Comicverfilmung | USA 2018 | Minuten

Regie: Adam Kane

In der Serienverfilmung einer Comic-Reihe fristet ein Teenager in den 1980er-Jahren nach einer traumatischen Kindheit ein Leben als Obdachloser, bis er in eine Geheimakademie aufgenommen wird, die Killer ausbildet. Wie die Vorlage setzt sich auch die Adaption mit einem Klima umfassender sozialer Kälte auseinander und nutzt das Killer-Motiv als makabren Verstärker, um die Brutalität der neoliberalen „Reagnomics“-Ära bloßzustellen. Dabei gerät die Darstellung der Gewalt als jugendliche Selbstermächtigung allerdings zum Selbstzweck; auch in der Zeichnung der Charaktere bleiben die Figuren weitgehend konturlos. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
DEADLY CLASS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2018
Regie
Adam Kane · Ami Canaan Mann · Lee Toland Krieger · Paco Cabezas · Anthony Leonardi III
Buch
Miles Orion Feldsott · Rick Remender · Hilliard Guess
Kamera
Owen McPolin
Musik
Nathan Matthew David
Schnitt
Ruthie Aslan · John Peter Bernardo · Jeff Groth
Darsteller
Benjamin Wadsworth (Marcus Lopez) · Lana Condor (Saya) · Benedict Wong (Meister Lin) · María Gabriela de Faría (Maria) · Luke Tennie (Willie)
Länge
Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Comicverfilmung | Serie
Diskussion

In der Serienverfilmung einer Comic-Reihe fristet ein Teenager in den 1980er-Jahren nach einer traumatischen Kindheit ein Leben als Obdachloser, bis er in eine Geheimakademie aufgenommen wird, die Killer ausbildet.

Das (Über-)Leben an einer US-amerikanischen Schule kann die Hölle sein, wie man aus Serien wie „Buffy“ oder „Veronica Mars“ weiß, die ihre Geschichten um High-School-Kids mit Elementen aus dem Horror- oder Krimigenre kreuzen. Die 2014 gestartete Comic-Reihe „Deadly Class“ des Autors Rick Remender und des Zeichners Wesley Craig treibt dies ins rabenschwarze Extrem, indem sie die Hauptfigur Marcus an eine Bildungseinrichtung schickt, wo Jugendliche zu Profikillern ausgebildet werden. Das sprichwörtliche Messer im Rücken, mit dem man angesichts der sozialen Hackordnung insbesonders dann rechnen muss, wenn man keine schlagkräftige Clique um sich hat, ist hier eine reale Gefahr.

Replik auf den Zynismus der „Reagnomics“

Verortet wird „Deadly Class“ von Remender, der als Showrunner auch die Serienadaption mitbetreut hat, in den 1980er-Jahren: Es geht nicht nur allgemein um „Teenage Angst“, sondern konkret um eine Jugend während der Reagan-Ära. Das blutige Studium ist eine zynische Replik auf die soziale Bru

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