Im Sumpf des Verbrechens

Literaturverfilmung | USA 1995 | 115 (gek. 96) Minuten

Regie: Arne Glimcher

Ein alternder Rechtsprofessor läßt sich darauf ein, die Indizien aufzurollen, die acht Jahre vorher zur Verurteilung eines Schwarzen geführt haben, der ein elfjähriges weißes Mädchen vergewaltigt und ermordet haben soll. In der Hauptrolle prominent und betont sympathieheischend besetzt, verspielt der Film Glaubwürdigkeit und scheinbares ideologiekritisches Engagement durch seine klischeehaft überzogene letzte halbe Stunde. - Ab 16 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
JUST CAUSE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1995
Regie
Arne Glimcher
Buch
Jeb Stuart · Peter Stone
Kamera
Lajos Koltai
Musik
James Newton Howard
Schnitt
William M. Anderson
Darsteller
Sean Connery (Paul Armstrong) · Laurence Fishburne (Tanny Brown) · Kate Capshaw (Laurie Armstrong) · Blair Underwood (Bobby Earl Ferguson) · Ruby Dee (Großmutter Ferguson)
Länge
115 (gek. 96) Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f (gek. ab 12
Pädagogisches Urteil
- Ab 16 möglich.
Genre
Literaturverfilmung

Diskussion
Sean Connery, inzwischen 64 und hartnäckig von Gerüchten über eine stets dementierte Krebserkrankung umgeben, scheint sich selbst der ärgste Feind zu sein. Seit er auch als Produzent seiner Filme auftritt, hat er offenbar das Augenmaß für gute Stoffe verloren. Schon "Medicine Man - Die letzten Tage von Eden" (fd 29 412) war eine höchst unausgegorene Geschichte, "Im Sumpf des Verbrechens" ist schlimmer. Es ist erkennbar, was den Schauspieler Connery an diesen Rollen reizt: es sind in Ehren angegraute, intelligente, pazifistische Helden, die es mit einer weniger ehrenwerten Umwelt aufnehmen. Der Action-Routine früherer Rollen wird die Patina der Respektabilität übergestülpt wie eine Tarnkappe, die den Mangel an körperlicher Beweg

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