Poussières d'Amour - Abfallprodukte der Liebe

Musikfilm | Deutschland/Frankreich 1996 | 130 Minuten

Regie: Werner Schroeter

Werner Schroeter lädt acht Sopranistinnen und zwei Tenöre in eine französische Abtei ein, läßt sie eine von ihm ausgesuchte Arie einstudieren, mit der sie ihr Innerstes offenbaren sollen, und stellt ihnen Fragen zum Leben, der Liebe und dem Tod. Eine eitle Selbstbespiegelung des exzentrischen Avantgardefilmers, der sich ständig selbst ins Bild drängt, seinen Gästen nie wirklich zuhört und dem Zuschauer seine eigene verquaste Weltsicht auftischt. Durch die unausgereifte filmische Konzeption ist der Film sowohl als Musik- als auch Zeitdokument ohne Wert. (Video-, Fernsehtitel: "Abfallprodukte der Liebe - Poussières d'amour") - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
POUSSIERES D'AMOUR
Produktionsland
Deutschland/Frankreich
Produktionsjahr
1996
Regie
Werner Schroeter
Buch
Claire Alby · Werner Schroeter
Kamera
Elfi Mikesch
Musik
Elisabeth Cooper
Schnitt
Juliane Lorenz
Darsteller
Anita Cerquetti · Martha Mödl · Rita Gorr · Carole Bouquet · Isabelle Huppert
Länge
130 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Musikfilm | Dokumentarfilm

Diskussion
Die einen zählen ihn zu den herausragenden Vertretern des deutschen Avantgarde-Films, die anderen halten ihn für einen der größten "Blender" des internationalen Kulturbetriebes. Auf jeden Fall hat Werner Schroeter mit seinen umstrittenen Inszenierungen, in denen er den Dilettantismus zur Kunstform hochstilisiert hat, seit Jahrzehnten seinen Ruf als "enfant terrible" der europäischen Kunstszene gefestigt. Besonders in französischen Cineastenkreisen genießt er den Status eines Kultregisseurs. Schroeter, dessen Liebe zur Operund ihren Diven sich schon in seinen ersten filmischen Gehversuchen - 1968 drehte er mehrere Schmalfilme über Maria Callas - offenbarte, griff auch bei der musikalischen Untermalung seiner Spielfilme immer wieder auf Kompositionen aus italienischen Opern des 19. Jahrhunderts zurück. Lei

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