Zukunft Deutscher Film

Mittwoch, 11.04.2018

Beim ersten Filmkongress über die Zukunft des deutschen Films ging es erstaunlich konkret zu

Diskussion

Quo vadis, deutscher Film? Im Rahmen des 11. Lichter Filmfests fand in Frankfurt/Main gerade ein Kongress zur Zukunft des deutschen Films statt. Dabei wurde erstaunlich wenig gejammert und jede Menge Konkretes verabschiedet.


Das Lichter Filmfest in Frankfurt am Main ist schon seit Jahren ein besonders experimentierfreudiger Fixpunkt innerhalb der deutschsprachigen Festivalszene. Auf Wunsch von Edgar Reitz, der dem Festival 2016 als Schirmherr vorstand, wurde nun während des 11. Festivals (3.-8.4.) parallel zu einem zweitägigen Kongress über „Zukunft deutscher Film“ eingeladen. Engagierte Debatten und regelrechte „Sofortmaßnahmen“-Pakete prägten den Austausch, der den etwa 60 Teilnehmern viel Mut machte. Der ist auch nötig. Denn die „Irgendwie-den-Kopf-einziehen“-Haltung mancher Fernsehredakteure ist angesichts des massiven Misserfolgs vieler deutscher Produktionen so fehl am Platz wie „Immer-so-weiter-machen“-Mantras deutscher Förderungsgremien, die vieles fördern – nur eben nicht die Filmkunst, „sondern alleine das System“ (Edgar Reitz).


Konkrete Forderungen an Politik, Filmförderung und Ausbildung

Westbams legendärer Techno-Track „Forward ever, backward never“ lief zwar auf keiner Festival-Partys, doch der programmatische Titel hätte durchaus als Motto des Kongresses dienen können. Denn zurückschauen wollte hier niemand mehr. Weder die Regisseure, Produzenten, Schauspieler oder Filmkritiker und erst recht nicht die Festivalleitung um Gregor Maria Schubert und Johanna Süß oder das Organisationsteam, das ein facettenreiches Programm aus Fachveranstaltungen, Diskussionsrunden und Round-Table-Gesprächen auf die Beine gestellt hatten.

Die Öffentlichkeit war meist nicht zugelassen, da nach zwei Tagen konkreter Kongress- und Denkarbeit konkrete Forderungen formuliert werden sollten, für die Verantwortlichen in Politik, Filmförderung und Ausbildung; in Kürze sollen die Ergebnisse als Beschlusspapier aber öffentlich zugänglich gemacht werden.


Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren